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Reconstruction

Nikolaj Lie Kaas , Maria Bonnevie , Christoffer Boe    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


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Produktinformation

  • Darsteller: Nikolaj Lie Kaas, Maria Bonnevie, Krister Henriksson
  • Regisseur(e): Christoffer Boe
  • Komponist: Thomas Knak
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Schwedisch (Dolby Digital 2.0), Schwedisch (Dolby Digital 5.1), Dänisch (Dolby Digital 2.0), Dänisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Französisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Euro Video
  • Erscheinungstermin: 11. November 2004
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 88 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0006675O2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 85.055 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Vor der surrealen Traumkulisse Kopenhagen dekonstruiert der Däne Christoffer Boe mit seinem preisgekrönten filmischen Projekt das Phänomen der Liebe.

Produktbeschreibungen

Als Alex seine Freundin Simone mit der schönen Aimee betrügt, befindet sich sein Leben im freien Fall. Über Nacht scheint sich die Realität unmerklich verändert zu haben Die Haustür seiner Wohnung ist verschwunden. Freunde erkennen ihn nicht mehr, selbst Simone behauptet, ihn noch nie zuvor gesehen zu haben. Träumt Alex etwa? Oder ist er bloß ein Charakter im Roman von Aimees Ehemann? Alex' Zukunft liegt nunmehr in Aimees Liebe, doch hat er auch den Mut, für Aimee alles aufzugeben? "Reconstruction" - ein poetischer Liebesfilm und zugleich eine Hommage an die visuelle Kraft des Films. Lassen Sie sich verzaubern von diesem preisgekrönten dänischen Meisterwerk, ausgezeichnet u. a. mit der Camera d'or in Cannes 2003.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schall und Rauch. 26. August 2007
Format:DVD
Aimee ist mit dem Schriftsteller August verheiratet und langweilt sich. Sie geht in eine Bar und trifft dort Alex. Sie geht mit Alex in ein Hotelzimmer.

Das war auch schon die ganze Geschichte. Was folgt sind Wiederholungen, Verdrehungen, Perspektivenwechsel, Scharaden und andere pfiffige Manöver, um das Interesse des Zuschauer durch Desinformation immer wieder neu zu wecken. Das geht bis zur Selbstbezüglichkeit, das der Schriftsteller August möglicherweise, die Geschichte gerade selbst am Schreiben ist.

Die Geschichte beginnt und endet mit einem illusionistischen Zaubertrick und steht selbst dafür. Das Filmexperiment kann als gelungen bezeichnet werden. Die Schauspieler zeigen nur das was sie zeigen sollen und bleiben Antihelden in einer nicht vorhandenen Geschichte. Eine ausgezeichnete Idee, die dem französischen Film näher steht, als dem dänischen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rauch und Tünche 29. Juni 2011
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:DVD
Um es gleich zu sagen: Filme, die in Cannes die "Caméra d'Or" gewonnen haben, sollte man anschauen - Christoffer Boes erster Langfilm "Reconstruction" von 2003 bildet da sicher keine Ausnahme.

Die interessantere Frage ist aber, was bleibt.

Die "Wiederherstellung" einer in die Jahre gekommenen Ehe auf dem Umweg über eine Affäre führt durch weder örtlich noch zeitlich geordnete Szenen zwischen dem Liebhaber Alex (Nikolaj Lie Kaas, 30) und seinen Geliebten Simone und Aimee (beide Maria Bonnevie, 30). Schwankungen in der Überzeugung der Geliebten führen zu Realitäts- und Erinnerungs-Lücken, der Film verwehrt dem Zuschauer konsequent jede Chance auf eine zeitliche oder logische Sortierung der Geschehnisse.

August (Krister Henriksson, 57), der Gatte Simones, bringt durch von ihm verlesene Szenen eines Liebes-Romans, die in die gezeigten Begegnungen hineinspielen, weitere Verschwommenheit.

All dies wird im Bild umgesetzt durch Szenen-Tafeln aus Luftbild-Sicht und durch künstlerische Verfremdungen wie Farbgestaltung, Wechsel auf Schwarz/Weiß, extrem körniges Film-Material oder auch Szenen-Replays aus verschiedenen Kamera-Stellungen. Außerdem nebeln die gefühlt ununterbrochen rauchenden Darsteller entsprechend die Bilder ein.

Das alles wirkt stimmig und führt in eine faszinierende Stimmung. Die Darsteller sind gut anzusehen und unverbraucht. Wie gesagt - ein sehenswerter Film.

Wäre da nicht die Frage, wieso man sich ständig an andere Filme erinnert. Da sind diese "noch-mal-von-vorne"-Szenen wie im "Murmeltier". Die gedeckten Farben und Stimmungen aus "Lost in Translation". Wieder mal das Adagio for Strings von Samuel Barber. Das Belmondo-Zitat "Kommst du mit nach Rom?" aus "Außer Atem". Vor allem aber die Unschärfe, das Zittern, die Surrealität und die Doppelgängerin aus Lynchs Filmen und Catherine Deneuves "Belle de Jour"-Maske sowie das Kleid mit dem bemerkenswerten Rückenausschnitt.

Verständlich, dass ein Filmstudent prägende Eindrücke aus dem Studium in seine erste Produktion mitnimmt, aber noch sind sie zu vordergründig. Vor allem aber: Wenn der Reiz des Ungewissen verschwunden ist, verpufft die Wirkung von "reconstruction". Es bleibt die Banalität der beliebigen Alltagsfrage "der Alte oder der Neue?" - nicht genug für einen Topfilm.

Es ist mit der künstlerischen Oberfläche des Films nicht anderes als mit Aimées starrer (Deneuve-) Maske: Wenn die Tünche erst mal runter ist, wenn der (Zigaretten-) Rauch verfliegt, sieht man, dass enttäuschend wenig darunter wartet.

film-jury 3* A0655 29.6.2011e 9A Genre: Drama | Romanze
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fremdgehgeschichte der eigenen Art 19. September 2008
Format:DVD
Der Film des Dänischen Regisseurs Christoffer Boe erhielt 2003 in Cannes zwei Preise und in San Sebastian den Grossen Preis für den besten neuen Regisseur. Der Film war auch die offizielle Eingabe Dänemarks für die Oscars 2004. - Es mag sein, dass der Streifen unter kinematographischen Gesichtspunkten durchfällt, weil er zu viele Klischees enthält und ein Sammelsurium von Einzelszenen ist, die der Zuschauer nicht auf die Reihe bekommt, weil es gar keine Reihe gibt. Das sind in der Tat Elemente des Mistery-Thrillers in der Art von David Lynch. Für mich ist "Reconstruction" allerdings einer der wenigen Filme, der die problematische Seite der Liebe, aus bestehenden Beziehungen heraus, adäquat und gültig darzustellen vermag. Stell dir einfach vor, du bist verheiratet, erfolgreich im Beruf und kinderlos. Dein Partner ist ein ganzes Stück älter und obwohl ihr es gut habt, finden sich keine Worte zwischen euch. Du wirst auf der Strasse von einem jungen Mann angesprochen und du findest ihn sympathisch und es entwickelt sich eine Beziehung und ihr landet im Bett. Es geht mehr um Zärtlichkeit als um Sex und die Frage des Wie-Weiter? steht am nächsten Morgen auf euren Gesichtern geschrieben. Dein Liebhaber geht nach Hause, aber niemand erkennt ihn mehr, nicht einmal sein eigener Vater. Das wäre in etwa ein Versuch, den Anfang linear nachzuerzählen. Das Ende ist wieder ein Anfang und auch nicht. Der Film breitet für diese Problematik in den nur scheinbar wahllos zusammen gewürfelten Szenen Lösungsansätze, die in der Realität alle möglich sind. Diese Offenheit ist für mich die grosse Stärke des Films. Wer keine aktive und passive Erfahrung mit Fremdgehen hat und sich den in alle Richtungen ausbreitenden Schmerz (neben der Freude) nicht kennt, der kann den Film durchaus auch als Szenen einer nicht ganz reibungsfreien, aber schönen Liebesgeschichte sehen. Die Schauspieler sind superb, nerven lediglich durch das dauernde Gepaffe, sobald sie mal irgendwo stehen oder sitzen.
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