"Concrete Blonde" hatten in den 1980ern und frühen 90ern ihre große Zeit und werden gerne als alternativer Rock gelabelt. Während die Band selbst in den Ländern ihrer größeren Fanlager GB und USA schon halb vergessen ist, scheint sie im Rest der Welt fast völlig in der Versenkung verschwunden - absolut zu Unrecht.
CB haben einen sehr charakteristischen, oftmals melancholischen Rock hervorgebracht, der sofort in seinen Bann zieht. Das Songwriting sucht seinesgleichen: die Hälfte der Texte ließe sich wahrscheinlich auch als Gedicht vortragen. Ob "Dance along the edge" und "Perfect crime" von Tragik und Scheitern großer Liebe erzählen ("You can never go back to the scene of a perfect crime") oder in "Walking in London" große Sehnsucht zelebriert wird, die Band trifft mit Wucht den richtigen Ton. Spaß an zünftigen Besäufnissen ("Happy Birthday") und witzige Songs ("Ghost of a Texas ladies` man") kommen dabei nicht zu kurz.
Wenn man unbedingt einen Vergleich suchen will: Man nehme das Hypnotische von Roxy Music und den dreckigen Rock von INXS, dann bekommt man eine Ahnung - obgleich Concrete Blonde eine Band waren, bei der zumindest ich keine schnöde Kopiererei zu hören vermag.
Einfach guter Rock mit dem gewissen Etwas.