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Reclams Sachlexikon des Buches [Gebundene Ausgabe]

Ursula Rautenberg


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Kurzbeschreibung

2003
Ein Sachlexikon" des Buches, dem es zwar vorrangig um präzise Begriffsdefinitionen nach dem gegenwärtigen Sachstand gehen muss, kann dennoch nicht auf die lange und facettenreiche Geschichte des Buches verzichten. Historisches Wissen wird hier nicht um seiner selbst willen archiviert, sondern zeigt lebendige Traditionen auf, die zu tieferem Verständnis beitragen. Daher greifen die zentralen Artikel (auch typographisch herausgehoben, indem der Zweispaltensatz zugunsten der gesamten Satzbreite aufgehoben wurde) weit in die geschichtliche Dimension aus. Dem steht gleichgewichtig ein breiter moderner" Teil zur Seite. Ziel der Konzeption war von Beginn an, der gegenwärtigen Entwicklung, sei es in der Drucktechnologie oder bei digitalen Speichern und digitalem Vertrieb, so weit wie möglich Rechnung getragen, auch wenn gerade hier die Gefahr besteht, dass der engere Buchbereich überschritten wird.
Die thematische Breite umfasst das Medium Buch in seinen herstellerischen, wirtschaftlichen
und kulturellen Bezügen. Herstellungstechniken und Handel, Markt und Marketing, Recht und Zensur sind genauso zu berücksichtigen wie Layout und Lesen, Schreiben und Drucken oder die Buchaussstattung und Buchillustration. Ob es in den knapp 600 Seiten des vorliegenden Buchs mit gut 1600 Artikeln auch nur annähernd gelungen ist, das Historische mit dem Modernen, Technikgeschichte mit Wirtschaft und Kultur zu versöhnen: Autoren und Herausgeberin können dies nur hoffen. Geboten werden überwiegend knappe Artikel zur ersten Orientierung, wobei die Literaturangaben bei vielen, aber längst nicht allen, Artikeln zur weiterführenden Lektüre anregen sollen. In einem Sachlexikon" bleiben eigene Lemmata zu Personen, Firmen und Institutionen ausklammert, wobei diese aber doch innerhalb der historisch ausgreifenden Artikel berücksichtigt werden. Eine weitere Einschränkung betrifft die weitgehende Konzentration auch den deutschen Raum; aber nicht alles, was wünschenswert ist, ist machbar, und ge
rade der Buchhandel schlägt nicht selten den nationalen Sonderweg ein. Ziel der Autoren und des Verlages war es von Anfang an, ein handliches, preiswertes, aber dennoch mit Wissen randvolles" und - nicht zuletzt da, wo es die Sache gebietet - bebildertes Nachschlagewerk zu schaffen. Mit mehrbändigen Standardwerken kann dieses Unternehmen nicht konkurrieren und gerechterweise auch nicht verglichen werden; es ersetzt auch nicht die größeren und kleineren Speziallexika. Ob der Versuch gelungen ist, darüber entscheidet unsere Zielgruppe: ein nach wie vor am längst nicht toten Medium des Buches interessiertes allgemeines Publikum oder die, die sich im Buchhandel und im Studium als Lehrende, Lernende oder als Praktiker ein kleines Buch zum Buch für den Schreibtisch wünschen.

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Bücherwurm, sachlich upj. Anzuzeigen ist ein kleines und nützliches Buch, zwischen dessen Seiten sich auch Bücherwürmer mit Menschenantlitz wohl da und dort ein bisschen verlieren können. Auf 591 Kleinoktavseiten versammelt das allerdings «handliche» Sachlexikon des Buches in knapper Form alles Wissenswerte über dieses älteste, mit der Schrift verbundene Medium. Buchrolle, Buchrücken, Buchschliesse, Buchschmuck, Buchschnitt, Buchwissenschaft – alles und noch mehr findet sich nur schon unter dem naheliegendsten aller Stichwörter. Dass dem «Bücherwurm» ein geradezu abundanter, über zwei Spalten laufender Eintrag gewidmet ist, versteht sich von der Sache her. Denn hier, im Reich des Nachschlagewissens, gehört der Bücherwurm grossmehrheitlich «zu den biologischen Schadensverursachern, die verheerende Verwüstungen an Beschreibstoffen, insb. am Papier des Buchblocks, verursachen, da sie sich von org. Substanzen wie Zellstoff ernähren.» Auch die metaphorische Bedeutung des Bücherwurms in Form von Bibliophilie und Bibliomanie wird kurz gestreift. Der Bibliomane freilich ist schlussendlich doch wieder ein Nützling, er erhöht den Absatz des Antiquars und schadet nur sich selbst, nicht dem Druckwerk. Für weitere Betrachtungen, etwa über den Zwitterdruck, fehlen uns hier leider die nötigen Zeilen. -- Neue Zürcher Zeitung

Über den Autor

Ursula Rautenberg ist Professorin für Buchwissenschaft und leitet den Studiengang Buchwissenschaft (M.A. und Promotion) an der Universität Erlangen-Nürnberg. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Buch- und Typographiegeschichte, besonders der Frühdruckzeit, aber auch auf der Medientheorie des Buches (z.B. Buch. Grundlagen der Medienkommunikation 2001). Sie ist Ordentliches Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins des deutschen Buchhandels und gibt das "Archiv für Geschichte des Buchwesens" im Auftrag der Historischen Kommission heraus. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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