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Reclams Krimi-Lexikon. Autoren und Werke
 
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Reclams Krimi-Lexikon. Autoren und Werke [Gebundene Ausgabe]

Klaus-Peter Walter
1.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 450 Seiten
  • Verlag: Reclam, Ditzingen (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150105099
  • ISBN-13: 978-3150105092
  • Größe und/oder Gewicht: 22,1 x 15,7 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 1.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 139.339 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Reclams Krimi-Lexikon enthält mehr als 450 Werkartikel, meist mit einleitenden Kommentaren. Diese erläutern in enger Vernetzung untereinander das Werk des behandelten Autors, ordnen es in dessen Gesamtschaffen ein oder beleuchten die Stellung von Autor und Werk im Gesamtzusammenhang des Genres", schreibt der Herausgeber in einer Vorbemerkung. Leider wird dieser selbst formulierte Anspruch nicht in letzter Konsequenz eingelöst.

Die umfangreichen "Werkartikel" erweisen sich oft als schlichte Inhaltsangaben, hinter denen der Autor des Werkes fast vollständig verschwindet. Verweise auf andere Autoren, auf stilistische oder thematische Besonderheiten sind ausgesprochen spärlich. Auf biografische Angaben zu den aufgenommenen Autoren werden meist nur wenige schmale Zeilen verwendet, obwohl auf dem Cover Informationen zu Autoren und Werken versprochen werden.

Auch die Auswahl der Stichworte ist eher eigenwillig: Von Henning Mankell werden auf sechs Seiten acht Romane nacherzählt. Charles Willeford sucht man im ganzen Buch vergeblich, ebenso wie Lia Matera, Mark Timlin oder Ernest Tidyman. Dafür finden sich zahlreiche deutschsprachige Autoren von zweifelhafter Bedeutung -- da wäre weniger vielleicht mehr gewesen.

Insgesamt hat das Lexikon natürlich aufgrund zahlreicher bibliografischer Angaben, Lebensdaten und des schönen "Verzeichnisses der Hauptgestalten" einen gewissen Gebrauchswert. Von einem renommierten Verlagshaus wie Reclam wäre jedoch deutlich mehr zu erwarten gewesen. Schade! --Hannes Riffel

Kurzbeschreibung

Längst haben Kriminialromane die Bestsellerlisten gestürmt. Dieses Lexikon lädt ein zu einer Entdeckungsfahrt in diese Welt der Kriminalromane von den Klassikern bis zu zeitgenössischen Werken aus aller Welt.
Nach Autoren geordnet, werden für ganze Serien repräsentative Werke oder mehrere Einzeltitel mit Inhaltsangaben sowie Hinweisen auf greifbare Ausgaben und Verfilmungen vorgestellt.
Ein Personen-, ein Protagonisten- und eine Titel-Register erschließen den Inhalt des Bandes systematisch.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Unter den vielen schlechten deutschen Büchern über Kriminalromane ist dies das schlechteste. Zahlreiche bedeutende Autoren fehlen, dafür wimmelt es von literarischen Eintagsfliegen oder Modeautoren wie Henning Mankell und Donna Leon. Es gelingt den Machern des "Lexikons" zu keiner Zeit, das Besondere eines Autors deutlich zu machen. Eckpfeiler des Genres wie Ellery Queen werden gerade einmal mit Geburts- und Todesdaten vorgestellt, dabei ließe sich gerade zu diesem Autor (bzw. dem Autorenduo, das sich hinter dem Pseudonym E. Queen verbirgt) eine Menge sagen. Peinlich: Der Queen-Roman ("Sherlock Holmes gegen Jack the Ripper"), der im Lexikon beschrieben wird, ist gar nicht von Queen selbst, sondern von einen Ghostwriter. Echten Kennern des Genres wäre so etwas nicht passiert. (Von etlichen Schreibfehlern wie z. B. EARL stat ERLE Stanley Gardner wollen wir gar nicht reden...)
Die Inhaltsangaben der Romane sind allesamt dröge geschrieben und animieren nicht gerade zum Lesen der besprochenen Werke. Man erfährt nichts über Entstehung, Stil und Besonderheiten des jeweiligen Werks.
Unerträglich auch die anti-angelsächsische Attitüde mit gleichzeitiger Überschätzung skandinavischer Autoren. Der Kriminalroman ist und bleibt ein angelsächsisch geprägtes Genre, da können die Lexikon-Macher noch so viele Winz-Autoren aus Norwegen und Usbekistan aufs Tapet bringen.
Von einer zeittypischen, erschreckenden Geschichtslosigkeit zeugt das Auswahlprinzip des Herausgebers. Er setzt voraus, daß diverse Klassiker des Genres eh allgemein bekannt sind und läßt sie folglich weg. Dabei ist es dringend nötig, einige vergessene Autoren ins Gedächtnis zurückzurufen, damit deren Bücher endlich neu aufgelegt werden.
Wehmütig blicke ich auf Reclams Kriminalromanführer zurück. DAS war - trotz einiger Macken - das beste deutsche Buch seiner Art. Dort wurden die Autoren kurz und treffend charakterisiert, und die Inhaltsangaben der Romane waren um Klassen besser als im Krimi-Lexikon. Wer aber ein RICHTIG gutes Krimi-Lexikon haben möchte, der sollte versuchen, William L. DeAndreas ENCYCLOPEDIA MYSTERIOSA zu bekommen. Über Reclams Krimi-Lexikon sollte man lieber das Mäntelchen des Schweigens hüllen. Ein Stern ist noch zu viel für dieses schwurbelige Machwerk.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Enttaeuschend 6. Dezember 2002
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Sehr gespannt war ich auf das neue Reclams Krimilexikon. Der Herausgeber, Klaus-Peter Walther, editiert auch das seit 1993 erscheinende hervorragende "Lexikon der Kriminalliteratur" aus dem Corian-Verlag, eine laufend ergaenzt werdende Loseblattausgabe. Ich selber besitze einige Krimilexikon-Einfuehrungen und habe einige gelesen. Das vorliegende Werk enttaeuscht aber sehr. Es versteht sich bewusst als Fortsetzung zum 1978 erschienenen Kriminalromanfuehrer, ebenfalls aus dem Reclam-Verlag, der heute vergriffen ist. Diesem Grundlagenwerk fuehlt sich der Autor verpflichtet. Da das Wissen um die aeltere Geschichte der Kriminalliteratur weitgehend Allgemeingut geworden sei, werde auf eine Darstellung der Vor- und Fruehgeschichte verzichtet, so das - viel zu kurz geratene - Vorwort. Auch die Definition von "Kriminalliteratur" ist aeusserst kurz: "Um der Kriminalliteratur zugerechnet werden zu koennen, muss im Zentrum eines belletristischen Werkes ein crimen, ein Verbrechen , stehen. Dabei ist es unerheblich, ob auch eine Detektion, eine Ermittlung, folgt." Dies ist nun wirklich zu wenig. Ziel des Lexikons sei, eine Bresche zu schlagen in einen heute kaum noch zu ueberblickenden Literaturdschunge. Bei der Auswahl der behandelnten Werke gelte es, die Balance zu wahren zwischen Aktuellem und historisch Bedeutsamen, dem was exemplarisch fuer eine bestimmte nationale Kriminalliteratur oder einen Autor bzw. eine Autorin steht, dem was der Herausgeber fuer gut und lesenswert haelt und dem, was das Publikum gerne kaufe und lese. Genau dies ist dem Werk meines Erachtens nicht gelungen. Gerade im Vergleich zum Kriminalromanfuehrer schneidet das vorliegende Werk sehr schlecht ab. Zwar findet sich am Ende eine einfuehrende Bibliographie, ein Personen- und ein Literaturverzeichnis. Allerdings ist das Werk rein nach Autoren aufgebaut. Eine Laender- oder Gattungsbeschreibung oder eine kurze Darstellung der Geschichte der Kriminalliteratur - Bezug auf den - vergriffenen - Vorgaenger hin oder her - haette ich auf jeden Fall erwartet. Die aufgefuehrten Autoren werden teilweise kurz portraitiert (z.B. Anne Holt), teilweise jedoch ueberhaupt nicht (Robert Goddard) etc. Die Auswahl ist nicht nachzuvollziehen: weder der Klassiker Anthony Berkeley (auch Anthony Berkeley Cox) mit seinem "Der Fall mit den Pralinen", noch Cyril Hare mit "Tragoedie im Gerichtssaal" oder die Werke Parick Quentins sind zu finden. Auch Charles Willeford, Hillary Waugh, Nicholas Blake, Celia Fremlin, Dennis Lehane oder Steve Hamilton (um nur einige zu nennen) sucht man vergebens. Einen hervorragenden deutschen Krimi-Autor, Hans-Werner Kettenbach, habe ich ebenfalls vermisst. Es gibt sicherlich noch weitere Autoren, die fehlen. Nun kann natuerlich ein Lexikon nie vollstaendig sein, aber eine solche "Auswahl" kann mich nicht ueberzeugen. Fazit: Wer eine gelungene Einfuehrung in den Kriminalroman sucht, muss entweder auf Klassiker wie Julian Symons (dessen Grundlagenwerk: "Am Anfang war es Mord", weil vor 1970 erschienen, ebenso unerwaehnt bleibt wie ein Autoreneintrag dieses bedeutenden Autors)zurueckgreifen oder sollte andere Einfuehrungen vorziehen. Empfehlenswert sind auch heute noch: "Das Mordsbuch": alles ueber Krimis (herausgegeben von Nina Schindler) von 1997, Ulrike Leonhardt: Mord ist ihr Beruf (1990), Jochen Schmidts: "Gangster, Opfer, Detektive" aus dem Jahre 1989, das erwaehnte "Lexikon der Kriminalliteratur" aus dem Corian-Verlag, Ulrich Suerbaums: "Krimi: Eine Analyse der Gattung" aus dem Reclam-Verlag von 1984 oder zum "Lexikon der deutschsprachigen Kriminalautoren" aus dem Jahre 2002. Auch als Einfuehrung ist, was hier geliefert wird, mir eindeutig zu wenig.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Als ganz so mißlungen, wie es die Rezensionen von amazon ("mehr zu erwarten gewesen"), der Bücherfreund ("echtes Ärgernis") und der Stuttgarter Zeitung ("unbrauchbar") erwarten lassen, empfinde ich persönlich den Band zwar nicht, aber wohl auch nur deswegen, weil ich mich auf dem Gebiet als nicht so versiert betrachte, als dass ich mich an der (wohl bewusst) äußerst eigenwilligen Auswahl allzusehr reiben würde. Ein wirklicher Insider wird sicher viele ihm bekannte Autoren vermissen und sich wiederum bei anderen fragen, warum sie wohl Erwähnung finden. Darüberhinaus sind für mich aber die größten Schwächen dieses Lexikons, dass viel nacherzählt und wenig analysiert wird und ferner meist bereits die Auflösung des jeweiligen Falles verrraten wird. Davor warnt der Herausgeber zwar zu Beginn - aber halt doch zu spät!
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