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Reclams Filmführer
 
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Reclams Filmführer [Taschenbuch]

Dieter Krusche , Josef Nagel , Jürgen Labenski
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 843 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag; Auflage: 13., neu bearb. Aufl. (August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150106761
  • ISBN-13: 978-3150106761
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 243.132 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Dieter Krusche
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ganz einfach ist es im Zeitalter des Internet-Zugriffs auf Datenbanken und Fanseiten nicht mehr, den Sinn eines gedruckten Filmlexikons zu erkennen. Der elektronische Weg bietet aktuellere und zudem meist umfangreichere Informationen als es ein Buch jemals vermag. So wirkt denn auch Reclams Filmführer ein wenig wie ein Produkt aus einer vergangenen Zeit -- was es ja vom Ansatz her auch ist, denn erstmalig erschien dieses Werk bereits 1973. Andererseits jedoch belegt die nunmehr elfte Auflage eine Nachfrage nach solchen Übersichtsbänden.

Deshalb sei hier keine Diskussion über Sinn oder Unsinn von Filmnachschlagewerken ausgefochten, sondern schlicht aufgezeigt, was der Reclam-Filmführer alles bietet: Da wären zunächst einmal mehr als 1.000 Filme, jeder davon im Durchschnitt auf einer halben Seite vorgestellt. Produktionsangaben wie Herstellungsland, Entstehungsjahr, deutscher und ursprünglicher Titel sowie natürlich Regisseur, Kameramann und Darsteller vorneweg, Inhaltsangabe mit kurzem Kommentar hinterher. Einige Kleinigkeiten wie etwa die Filmlänge oder den Tag der Erstaufführung vermisst man allerdings, obwohl sie kaum Platz in Anspruch genommen hätten. Alles ist wohl geordnet, mit rund 200 Bildern versehen und dank der getrennten Register nach Titel, Regisseur und Kameraleuten auch leicht zu finden. Die aus früheren Ausgaben bekannten Porträts der Regisseure jedoch fielen der größeren Filmzahl zum Opfer.

Die Auswahl der berücksichtigten Spielfilme ist der Knackpunkt, denn sie ist -- logischerweise -- subjektiv. Ein solcher Band vermag nur Auszüge aus 100 Jahren Kino zu liefern, für eine Gesamtschau waren die Filmemacher zu fleißig. Man kann dem Autorenteam jedoch attestieren, tatsächlich ihrer Absicht entsprechend die "wichtigen und diskussionswürdigen Filme" aller Zeiten erfasst zu haben. --Joachim Hohwieler -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Ja, das Kino ist viel mehr als 'Star Wars' und 'Indiana Jones', und der Reclam Filmführer ist der beste Schlüssel zu diesem 'Mehr'." -- Die Welt "Die Reclam-Filmlexika sind mehr als schlichte Nachschlagewerke. Wer den 'Filmführer' oder den Band 'Filmregisseure' auf der Suche nach einer bestimmten Information aufschlägt, der findet in jedem Fall ausführliches und sachkundig zusammengestelltes Material. Meist wird aus der der sachlichen Suche des Lesers aber schnell ein genüssliches Stöbern und Schmökern." -- dpa "zu früheren Auflagen: "'Reclams Filmführer' bietet einen guten Überblick über wichtige Filme aus aller Welt. Er lädt den Leser zu einem Streifzug durch über 100 Jahre Filmgeschichte ein." -- Hannoversche Allgemeine Zeitung "Heute wimmelt es vor Lexika, die sämtliche 'Schulmädchenreports', Teil 1-13 auflisten, in denen aber kein stummer, kein russischer, kein Film von Cocteau stehen. Zum Glück gibt´s noch den Reclam." -- Die Welt "Er ist ja schon sooo alt, aber immer noch sein Geld wert. 'Reclams Filmführer' von Dieter Krusche erschien erstmals 1973 und galt von Anfang an als Standardwerk, das im Bücherregal eines jeden Cineasten zu finden war." -- Heilbronner Stimme "Knapp/kritisch-pointiert formuliert, per ausführlichem Register (Literaturhinweise, Filmtitel, Regisseure, Kameraleute) lässt sich vieles finden. Eben ein Standardwerk. ... D a s Werk für alle." -- Rhein-Zeitung, Koblenz "Bis der Filmunterricht an deutschen Schulen Einzug hält, kann es zwar noch etwas dauern, mit dem neu aufgelegten und überarbeiteten 'Reclams Filmführer' kann einem aber in jedem Fall nicht viel passieren. Wie bei so ziemlich allen Büchern aus diesem Verlag bürgt auch hier der Name für Qualität und für verlässliche Information." -- Mannheimer Morgen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Zuerst die gute Nachricht: Dieser Filmführer verspricht über 1000 "wichtige" Filme. Sie stehen auch drin. Es sollen laut Vorwort aber nicht unbedingt die "besten" sein, sondern solche - und seien sie "trivial"-, die bedeutend oder exemplarisch sind für den Geist einer Zeit/Epoche, oder für ihr Land oder für gesellschaftliche, politische, künstlerische oder sonstige Strömungen. Das ist ein interessanter Ansatz, aber ob er funktioniert?

Beim ersten Durchgang/Blättern war ich verblüfft, wie viele Perlen der Filmgeschichte, aber auch schlichte gute alte oder tolle gute junge Filme behandelt werden. Wie vielen Meisterwerken oder Pionierfilmen eines Genres man wiederbegegnet (als ältere Dame, die seit der Kindheit Kino liebt), aber auch wie viele interessante "noch-nie-davon-gehörte-Titel" aus dem ehemaligen "Ostblock" oder aus Lateinamerika vertreten sind. Der Bogen reicht von der Stummfilm-Tragödie über Drama, Melodram, Komödie, Krimi, Erotik, Historen-/ Polit-/Sozial-/Kolonial-/Problem-/Kriegsfilm zum Helden-Epos und Western, Anti-Western, Eastern, über Gangster, Fantasy, Grusel, Horror, Avantgarde zum Sci-fi-Spektakel - echt vielseitig und global aus (fast) aller Herren Filmkunst-Länder. Eine lohnende Sache, habe ich gedacht, wenn man sich auf das Prinzip "wichtig" für eine Zeit oder Land einlassen kann, so daß z.B. "Ein andalusischer Hund" und "Mädchen in Uniform" oder "Odyssee 2001" und "Das Wirtshaus im Spessart" oder "Zum Beispiel Balthasar" und "Zur Sache, Schätzchen" oder "Ran" und "Elling" gleichwertig im selben Buche stehen, sortiert von A nach Z. Und endlich ein Filmbuch, wo "Wenn Katelbach kommt" als bekannte Größe erscheint.

Aber jetzt die schlechte Nachricht. Schon wieder ein Filmbuch, das "1984-Big Brother" (GB 1956 u. 1984), "Get Carter" (GB 1971), "Karakter" (Belgien 1998)", die "Fantome des Hutmachers" (Chabrol), "Der Saustall-Coup de torchon)" (Tavernier) und "Yol-Der Weg" (Türkei 1982) unterschlägt. Oder: Stellen Sie sich vor, Sie kaufen einen Opernführer und stellen zu Hause fest, Parzival, Der Freischütz und Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny stehen nicht drin. Dann werden Sie sich ärgern. So ist es mir beim zweiten Durchgang gegangen. Denn Alien(s), Terminator, Blade Runner, Planet der Affen, Lawrence von Arabien, Dr. Schiwago stehen auch nicht drin. Die Dämonischen fehlt. Und nun queer-Beet: Zeugin der Anklage, Gaslicht-Das Haus der Lady Alquist, Fahrenheit 451, Rebecca, Vertigo, Der Clou, Basic Instinct, Bullitt, Dirty Harry, Tootsie, Wie ein wilder Stier, My Own Private Idaho, Erbarmungslos, Natural Born Killers, Fargo, Miller's Crossing, Heat, Collateral, stehen nicht drin. Frühling-Sommer-Herbst-Winter, Tropical Malady, Cyclo, Old Boy, Ringu, In the Mood for Love: Fehlanzeige. Frühstück bei Tiffany, Die Halbstarken, Lolita (Orig. oder Remake), stehen nicht drin. Phantom(e) der Oper, Monty Python oder James Bond gibt es nicht. Beim zweiten Blättern fällt auf, was alles n i c h t drin steht, was man aber in einem gescheiten Textbuch, das sich "Filmführer" nennt, suchen würde. Z.B. Die Dämonischen (Don Siegel 1956) als Pionierfilm für die folgende Legion von Body-Snatchern. Oder Ringu (Hideo Nakata 1998) als Kick-off einer Inflation von US-Horror-Remakes subtiler japanischer Gruselfilme. Oder Zeugin der Anklage, unbestrittenes Meisterwerk mit Charles Laughton und Marlene Dietrich. Oder Lawrence of Arabia als Krönung des gigantischen Historienschinkens. Oder "1984" nach Orwell, Erfinder von "Big Brother". Oder das unvergessliche Gespann Blake Edwards/Peter Sellers mit der Pink-Panther-Serie. Oder James Bond als unsterbliche Kultfigur. Oder Die Halbstarken, Zeitgeist-Ikone der BRD. Oder das jüngere Ostasien-Kino (seit ca. 1990), das auch anders kann als Kung-Fu und bis dato leider nur als Geheimtip aufzuspüren ist. Wenn Sie verstehen, was ich meine.

Oder: Suchen Sie eine Besprechung von Filmen der Regisseure Robert Aldrich, Alejandro Amenabar, Darren Aronofski, Claude Berri, John Boorman, John Carpenter, Alfonso Cuaron, Paul Greengrass, Adrian Lyne, Michael Mann, Lukas Moodysson, Terrence Malick, Brian DePalma, Jean Penn, Martin Ritt, Kim Ki-Duk, Bertrand Tavernier, Guillermo Del Toro, Henri Verneul, Paul Verhoeven, Raoul Walsh, Michael Winterbottom, Wong Kar-Wei, dann werden Sie keine finden! Kein Film von Kenneth Branagh, Nuri Bilge Ceylan, der Dardenne-Brüder, kein Bruno Dumont, Neil Jordan, Guy Maddin, Nikita Michalkow, Park Chan-Wook.
Suchen Sie einen Film aus Korea, irgendeinen? Dann finden Sie gar keinen! Aus einem kreativen neuen Filmland, das seit Jahren gleichermaßen mit wuchtigen Dramen oder poetisch-betörenden Erzählfilmen international Preise abräumt. Da stimmt doch etws nicht mit dem Konzept des Buches, oder?

Das sind m.E. gravierende Mängel für einen Filmführer, der "Standardwerk" sein soll. Bei aller Würdigung der Bandbreite auf den ersten Blick und der zweifelsfrei hervorragenden Qualität der einzelnen Besprechungen (profund, das wesentliche in Kürze auf den Punkt gebracht) sind eine ganze Riege beachtlicher Filme, wichtiger Regisseure und ein wichtiges Land einfach nicht vertreten. Da geht m.E. die Rechnung der Autoren im Vorwort beim Benutzer nicht auf. Deshalb nur 3 Sterne, leider, leider. Aber die vielen Auslassungen reichen bei mir nicht für mehr. Daraus spricht die Erwartung, dass in einem gescheiten Filmbuch nicht alle der o.g. Werke fehlen dürften. Wie ein Opernführer ohne Freischütz. Empfehlung für die nächste Auflage: nichts streichen, um Platz für Neues zu machen, sondern 30 bis 50 Seiten/Artikel hinzufügen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Broschiert
(Bezogen auf die 10. Auflage 1996, die m.E. neueren Ausgaben vorzuziehen ist)
Den Herausgebern von "Reclams Filmführer" ist es nicht darum zu tun, in einem Nachschlagewerk die "besten Filme aller Zeiten" (war immer das ist) zu präsentieren; es geht ihnen nach eigener Aussage darum, vor allem solche Filme zu berücksichtigen, die in der ein oder anderen Hinsicht wegweisend waren, oder auch solche, die typisch für ihre Zeit waren oder ihrerzeit Kontroversen auslösten. Kurz: Es geht um ein Kompendium jener Filme, deren Titel man in Filmgeschichten oder filmwissenschaftlichen Abhandlungen öfter erwähnt fndet. Aufgrund dieser Konzeption ist "Reclams Filmführer" keine Konkurrenzveranstaltung zu online-Datenbanken wie z.B. der International Movie Database (imdb), sondern eher eine Ergänzung zur Fachliteratur. Dabei sind die einzelnen Artikel gut geschrieben und i.d.R. sehr informativ, sodass "Reclams Filmführer" auch ganz einfach ein empfehlenswertes Handbuch ist.
Erfreulicherweise orientieren sich Labenski und Krusche hier also kaum an den Blockbuster-Richtlinien à la Miramaxx und Konsorten; unter den weit mehr als 1000 Filmen finden sich ungewöhnlich viele außeramerikanische und außereuropäische Filme, auch die Stummfilmzeit wird ausführlich berücksichtigt. Man findet also nicht nur die üblichen Verdächtigen, über die man sich ohnehin auch anderswo Informationen beschaffen kann.
Dennoch kann man sich über die Auswahl der Filme streiten; es dürfte keinen Leser geben, der nicht einige Filme vermisst und dafür andere liebend gerne hinausgeworfen hätte -- ich mache da keine Ausnahme. Derlei ist aber in Nachschlagewerken dieser Art unvermeidlich; solange man die Einbeziehung der meisten Filme akzeptieren kann (und das kann man hier), ist alles im grünen Bereich.
Die Filme selbst sind nach ihren Originaltiteln alphabetisch angeordnet (deutsche Verleihtitel sind im Register berücksichtigt); sodass dieser "Filmführer" erst einmal äußerst benutzerfreundlich ist.
Die einzelnen Filme werden auf ca. einer halben Seite dargestellt: Einer kurzen Inhaltsangabe folgen Hinweise auf Stärken und Schwächen und eine allgemeine Kritik, ggf. werden auch Kontroversen um die Bewertung des Filmes dargelegt, und der Film wird im Kontext des Genres eingeordnet. Kuriosa rund um die Entstehungs- und/oder Rezeptionsgeschichte des Films werden ggf. auch mitgeteilt. Die "technischen Informationen" zum Film selber könnten etwas ausführlicher ausfallen; man findet leider keine Informationen zu Filmlänge, Erstaufführung oder Filmmusik, und auch die Besetzungslisten dürften gern weniger spartanisch ausfallen.
Auch wenn mittlerweile neue Auflagen auf dem Markt sind, empfehle ich Interessierten, zur 10. Auflage von 1996 zu greifen, denn im Gegensatz zu ihren Nachfolgern enthält sie auf ca. 80 Seiten einen ausführlichen Anhang zu den wichtigsten Regisseuren der Filmgeschichte. Hier findet man in übersichtlicher Form alles wichtige zum Werk, zu Entwicklung, Arbeitsweisen und Wirkungsgeschichte von 113 Regisseuren. In neueren Auflagen musste dieser Teil dem erweiterten Filmbestand weichen, eine unglückliche Entscheidung. Wenn man sich vorstellt, ein Francois Truffaut oder ein Sergej Eisenstein müssen weichen, damit Zeiterscheinungen wie "Der Herr der Ringe" gewürdigt werden können -- o tempora, o mores. Mussten die Herausgeber tatsächlich auf den letzten Drücker noch die gegenwärtigen Kassenschlager drinhaben? Warum missachteten sie hier ihre eigenen, guten Kriterien? Und zu welchem Preis?!
Meine 5-Sterne-Bewertung bezieht sich daher ausdrücklich auf die 1996er-Ausgabe.
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Für jeden Filmfreund ist dieser Filmführer ein Muss! Die einzelnen Filme sind kurz, aber dennoch ausreichend beschrieben, besondere Anmerkungen sind ebenso informativ wie kurzweilig. Die Filmauswahl beschränkt sich wirklich auf nennenswerte, den jeweiligen Zeitgeist darstellende oder für ihr Genre bahnbrechende Filme; auf reine Kassenschlager, die ansonsten nichts Wichtiges zu bieten haben, verzichtet das Buch. Besonders interessant ist die umfangreiche Darstellung wichtiger Stummfilme. Kurz: Ein tolles Buch zum Nachlesen und Orientieren - und zum Neugierig-Machen, da man immer wieder einen Film findet, den man aufgrund der Beschreibung gerne einmal sehen möchte.
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