Wer hat schon einmal den Super-GAU des Dichters erlebt? Wenn ich nicht in weiser Vorraussicht schon eine Sicherheitskopie meines Gedichtes gemacht hätte, hätte ich irgend jemand bei Reclam erschlagen. Das Programm stürzte kommentarlos ab, kann ja mal passieren, aber es hinterliess mir eine komplett leere Datei, die ich auch in anderen Programmen nicht mehr öffnen konnte. Ich hatte die Datei kurz vorher noch gespeichert, und trotzdem. 24 Vierzeiler, in stundenlanger Arbeit geschrieben, einfach weg. Ich bin kein ganz trotteliger DAU, ich verdiene mein Brot mit dem PC und gebe Kurse, es ist einfach ein Programmfehler gewesen.
Ich habe Reclam eine lange Mail geschrieben; die Antwort war nicht unfreundlich, aber auch nicht gerade bemüht.
Hier noch weitere Kritikpunkte am Reimlexikon, dass eigentlich so eine tolle Sache sein könnte:
- ich kann nicht rückgängig machen, lösche ich versehentlich einen Vierzeiler. Meist bleibt eine bunte Zeile stehen, und die dann zu löschen geht leider nicht :-((
- schliesse ich die Datei, geht gleich das ganze Programm zu. Warum kein eigenes Fenster wie in jedem anderen Programm?
- kopieren einer Zeile, um sie an anderer Stelle einzufügen -Fehlanzeige. "Die Zeile würde zu lang werden. Das Einfügen wird rückgängig gemacht." Diese Fehlermeldung kommt. Na danke, wenn das blöde Teil ausser meiner Zeile noch 200 geschweifte Klammern einfügen will, wundert es nicht, dass die Zeile zu kurz ist
- wo speichert das Programm meine eigenen Einträge, damit ich die auch mal sichern kann? Muss man suchen, wird auch nicht drauf hingewiesen.
Alles in allem einfach lieblos gemacht, sogar im Design, die Farben zwar ganz schön, aber dieses vektorgezimmerte Männlein, das mahnend den Finger hebt, wenn das Programm fertig mit laden ist ... naja, ist Geschmackssache.