Seit er sich zum Schein dem Imperium angeschrieben hat, um es als Doppelagent von innen heraus zu bekämpfen befand sich Ferus Olin immer wieder in brenzligen Situationen, wobei er zuletzt sogar mitansehen musste wie sein bester Freund und Partner Roan Lands von Darth Vader exekutiert und die Widerstandskämpferin Amie Antin gefangen genommen wurde. Überraschenderweise vom Imperator begnadigt wurde Ferus nun sogar befördert und mit der Leitung der Suche nach überlebenden Jedi und Machtsensitiven beauftragt, eine Mission die ihn in Kombination mit seinem Zorn auf Darth Vader immer mehr in Konflikt mit seinen Jedi-Idealen bringt. Immer mehr wächst Ferus Interesse daran die wahre Identität des dunklen Lords aufzudecken.
Um den machtsensitiven Sohn von Astri Oddo aus den Klauen des Imperiums zu befreien, musste sich der Kleinganove Trever nun auch in der imperialen Marineakademie auf Coruscant einschreiben. Eine Rettungsmission die zum Scheitern verurteilt ist, als der Akademieleiter Sano Sauro von Darth Vader den Auftrag erhält einen seiner Schützlinge für ein Forschungsprojekt der skrupellosen Wissenschaftlerin Jenna Zan Arbor bereitzustellen. Anderenorts beginnt Ferus alter Kamerad aus den Klonkriegen, Clive Flax sich für die Vergangenheit von Rebellenführerin Flame zu interessieren, die quasi aus dem nichts mit einem gewaltigen Vermögen und dem verführerischen Angebot finanzieller Unterstützung zur Bildung eines intergalaktischen Rebellennetzwerkes aufgetaucht ist...
Einige sehr interessante Entwicklungen nehmen nun ihren Lauf, denn Ferus Olin gerät immer näher an die dunkle Seite der Macht und das Geheimnis Anakin Skywalkers. Dennoch scheint dem Band etwas zu fehlen, vor allem einige entscheidende Ereignisse, denn besonders gegen Ende erhält man eher den Eindruck dass die Handlung jetzt erst so richtig Schwung aufgenommen hat. Viele entscheidende Fragen bleiben unbeantwortet und mit der Rebellin Flame, sowie einer kryptischen Andeutung Obi-Wan Kenobis bezüglich einer intergalaktischen Rebellenbewegung werden sogar neue Fragen aufgeworfen, die es in den letzten beiden Bänden der Reihe zu beantworten gilt.
Unterm Strich bleibt ein nicht völlig unspannender Der letzte Jedi, der zwar durchaus besser daherkommt als die meisten Jedi Apprentice und Jedi Quest-Bände, an den Maßstäben der neuen Jugendbuchserie jedoch hinter das gesunde Mittelmaß zurückfällt.