ein klasse steigerung gegenüber dem debut "murmur". reckoning erschien 1984 und hatte von allen REM-alben die offensichtlichsten byrds-bezüge. peter buck spielte eine geniale 'mr. tambourine'-gitarre, während michael stipe weiterhin nuschelte, wie beim debut zuvor. die drums klangen jetzt endlich wie drums, der mechanische sound war weg, ebenso die new wave einflüsse von "murmur". herauskam ein wunderschönes, kompaktes album voller gitarren-pop-perlen, der star war wieder das ganze album, als summe der einzelnen songs. jedes lied setzt sich sofort fest, den genialen hooks sei dank. 'i'm sorry' sang michael stipe in "so. central rain", wofür eigentlich ? in zeiten bombastischer produktionen von michael jackson, bruce springsteen, dire straits oder sting schaffen REM ein differenziert kingendes kleinod, welches heute noch als zeitlos bewertet werden muss. müsste man die platte stimmungsmässig einer jahreszeit zuordnen, würde dies nicht gehen. "reckoning" steht für aufbruch, fröhlichkeit, melancholie und dunkelheit gleichzeitig, alle stimmungen sind vorhanden ... eine der top drei platten von REM ! neben den 11 original songs gibt es auf dieser ausgabe von 1992 noch bonus-live-material und anderes, u.a. eine geniale coverversion von "moon river". der kompaktheit zum trotz, anspieltipps = "pretty persuasion", "harborcoat" und "second guessing". hier könnten aber genausogut alle anderen songs stehen.