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Kundenrezensionen

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am 16. September 2010
Die Vorfreude auf 'Reckless' war immens und somit das Risiko, enttäuscht zu werden, groß. Nun, nach Lektüre des Buches, muss gesagt werden: die Vorfreude war nicht gänzlich umsonst, enttäuscht bin ich dennoch.

Cornelia Funke wirft den Leser ohne Umschweife ins Geschehen: hinein in die Märchenwelt hinter dem Spiegel, in der es von Fabelwesen, lebenden Märchen und versteckten Schätzen nur so wimmelt. Die Welt ist finster, bevölkert von Krieg und von Goyls, doch Jacob, der Hauptprotagonist, hat sich dennoch in ihr verloren. Sein halbes Leben lang befindet er sich nun schon in der Märchenwelt hinter dem Spiegel, gehört mittlerweile zu den bekanntesten Schatzjägern und ist vor allen Gefahren gewappnet. Bis ihm eines Tages sein kleiner Bruder Will durch den Spiegel folgt.

Die einzelnen Figuren sind wie immer liebevoll gezeichnet; sei es Fuchs, die sich heimlich oder weniger heimlich in Jacob verliebt hat oder Will, der sich von einem gutmütigen Jungen in einen kaltherzigen Goyl wandelt. Originell ist ohne Frage auch die Einbindung der einzelnen Märchen ' mal ist es ein Lebkuchenhaus einer kinderfressenden Hexe, mal ein verzaubertes Rapunzelhaar. Doch gemessen an die doch sehr begrenzte Seitenzahl (große Schriftgröße, viele Illustrationen: effektiv also wohl sogar unter 300 Seiten!) war mir das Ganze doch etwas überladen.
Die Handlung als solche ist spannend, vor allem das Ende kann überraschen, doch zumindest ich war nie voll und ganz gefesselt. Das mag an den mitunter doch sehr kurzen Kapiteln gelegen haben, vielleicht auch an Funkes Schreibe. Sie hat ganz gewiss einen schönen Schreibstil, aber für meinen Geschmack übertreibt sie dann doch manchmal mit Bildern und Vergleichen. Weniger wäre da -genauso wie bei den Märcheneinflechtungen- mehr gewesen.

Aufgrund der kurzen Kapitel und des insgesamt doch sehr schmalen Umfang des Buches kam in mir doch immer wieder die Vermutung auf, dass 'Reckless' eine Filmvorlage sein soll. Nicht an den Haaren herbeigezogen, wenn man beachtet, dass Cornelia Funke das Buch zusammen mit Lionel Wigram (Filmproduzent von u.a. Harry Potter) geschrieben hat. Immerhin verliert sich Funke allzu oft in Beschreibung der Umgebung und Märchenfiguren und seltener im Seelenleben ihrer Figuren. Dadurch -trotz oder vielleicht gerade wegen der vielen Perspektivwechsel- fehlt einiges an Tiefe.
So hatte ich doch ab und an das Gefühl, eine schön geschriebene Drehbuchvorlage, als einen richtigen Roman zu lesen.

Alles in allem ist 'Reckless' nett, viel mehr leider nicht. Gute Einfälle, schönes Ende, tolle Sprache, all das reicht aber nicht, um die Schwächen auszugleichen. Im Vergleich zu 'Tintenherz' zieht Funkes Neuester ganz klar den Kürzen, fehlt ihm doch einiges an Tiefe.
Potential für eine schaurig-schöne Trilogie ist aber definitiv gegeben.
33 Kommentare| 118 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. September 2010
Die Grundidee des neuen Funke-Werkes (das Betreten einer irgendwie gearteten Zauberwelt) ist nicht gerade etwas Neues und bedenkt man, dass genau dies auch Thema der Tintenwelt-Trilogie war, bedauernswert einfallslos.

Die Geschichte, die Funke in "Reckless" entspinnt, scheint jene Schwächen, die bereits die Tintenwelt-Bücher zum Ende aufwiesen über 400 Seiten konsequent durchzuziehen. Obwohl sich die Ereignisse von der ersten Seite an überschlagen, gelingt es der Autorin nicht irgendeine Art von Spannung aufzubauen, da für jedes Problem augenblicklich eine Lösung auftaucht. Protagonist im Gefängnis? Kein Problem, der Zwerg eilt zur Rettung! Flucht ohne Perspektive? Schon warten Flugzeuge hinter der nächsten Ecke!
Dieser Stil wäre völlig problemlos hinzunehmen, wenn es sich hier um ein Kinderbuch handeln würde oder feinfühlig Charaktere ausgearbeitet würden, die dem Leser nahe gehen und so über die erzählerischen Schwächen hinwegsehen lassen.
Doch obwohl viele Charaktere vielversprechend erscheinen, bleiben sie blass und zu großen Teilen sogar unsympathisch. Der Protagonist Jacob ergeht sich dermaßen in seinem Selbstmitleid, dass ich stellenweise schlichtweg genervt war, Fuchs - eigentlich ein Charakter mit viel Potential - und Clara zerfließen ebenso in ihrem Leid, wie der gute Will nur zwei Charakterzüge hat: als Mensch an Dummheit grenzende Güte, als Goyl Zorn. Die "bösen" Goyl mit ihrer Fee sind einfach von grundauf böse, ohne eine unheimliche Faszination zu entwickeln, wie beispielsweise Tolkiens Schwarze Reiter. So gibt es keinen Charme, keinen Witz, keine Identifikation. Mich haben die Charaktere schlichtweg genervt.

Die Aufmachung erinnert an Kinder- und Jugendbücher: die Zeichnungen, die Anspielungen auf die Grimmschen Märchen, der Erzählstil, doch hierfür fehlen der Charme und liebenswerte Protagonisten.
Die Düsternis und manchmal Blutrünstigkeit der Geschichte und die "Depressionen" der Charaktere böten Stoff für einen Epos für Erwachsene, doch hierfür ist zu viel auf zu wenig Seiten gequetscht worden, so dass man keine Vorstellung von dieser Märchenwelt bekommt, da letztlich alles nur angedeutet wird.

Fazit: Das Buch ist nichts Halbes und nichts Ganzes, es fehlt an Fantasie und Tiefgang und ich für meinen Teil würde es niemandem weiterempfehlen.
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am 18. September 2010
Hey!
Also ich bin ein ganz großer Cornelia Funke Fan. Ich liebe ihre wunderschöne Sprache und ihre ausführlichen Beschreibungen. In allen ihren Büchern fühlt man sich gleich "zu Hause".
Bei ihrem neuen Buch hatte ich das Gefühl ein Drehbuch für einen Film zu lesen. Eine kurze Szene nach der anderen. Keine ausführlichen Beschreibungen und die Personen des Buches bleiben blass und irgendwie fremd.
Also ehrlich! Wenn ich einen Film anschauen will gehe ich ins Kino. Wenn ich ein Buch lese, noch dazu ein Buch von Cornelia Funke, erwarte ich eine Geschichte in der man sich verlieren kann.
Dieses Buch hat sie, meiner Meinung nach, ausschließlich fürs Kino geschrieben. Sehr schade! Aus der Geschichte hätte Cornelia Funke eigentlich mehr machen müßen.
Auf dem Buch steht "Cornelia Funke" aber innen ist leider keine Cornelia Funke zu finden.
11 Kommentar| 91 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Januar 2015
Wieder und wieder versuchte ich einen Zugang zu dieser Gschichte zu finden. In der Tintenwelt konnte ich mich über zwei Jahre zu Hause fühlen, hielt mich dort auf. Rainer Strecker ist ein wunderbarer Vorleser. Nur wegen seiner einmaligen Stimme hörte ich mir Reckless mehrmals an. Kein Zugang! Die Figuren bleiben farblos und zu wenig begreifbar. Die Ereignisse reihen sich aneinander, es baut sich keine rechte Spannung auf. Es ist ein bisschen so wie früher in der Schule im Geschichtsunterricht wenn das Thema ermüdend lange mit tausend Fakten daher kommt und dennoch nicht das Interesse fesseln kann. Es ist so schade. Ich hatte gehofft wieder eine fesselnde, anrührende, tiefschürfende Welt von Funke zu entdecken.
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am 1. Oktober 2010
Vorweg :
Ich bin ein ausgemachter Cornelia Funke Fan !
Daher dachte ich vor Veröffentlichung des Buches Reckless Steinernes Fleisch ,
dass Sie eigentlich schreiben kann was sie will, ich würde es so oder so lieben.
Leider ist dem nun, nach der Leküre, nicht mehr so !

Geänderte Prioritäten ?!
Es scheint, als habe Cornelia Funke Ihre Prioritäten geändert !
Die Enttäuschung über den (berechtigten) Kino-Flop scheint so sehr an Ihr zu nagen, dass sie es nun vorzieht Bücher für das Kino zu schreiben, anstatt für den Geist und die Fantasie.
Dafür spricht z.B. auch, dass sich Frau Funke mit Lionel Wigram für dieses Buch zusammenschloss, dem Produzenten der Harry Potter Filme, der wie man hört auch die Idee zu diesem Buch hatte. Damit stellt Frau Funke Ihr Licht unter den Scheffel ! Ohne Not !

Meine Hauptkritiken :

Vorhersehbare Handlung !
In all Ihren anderen Büchern passieren Dinge, mit denen man nicht rechnet. Fantasievolle Richtungswechsel die Spass machen; das Salz in der Suppe sind. Bei Reckless absolute Fehlanzeige !

Zu hohes Tempo !
Es wird überhastet erzählt. Fast lieblos runtergenudelt !
Die Story eilt von einem Ereignis zum nächsten!
Spannung wird hier mit Kampf und Aktion verwechselt.
Effekthascherei möchte ich es fast nennen.

Figuren ohne Tiefgang !
Die grosse, grosse Stärke von Frau Funke : Figuren Tiefgang geben !
Fehlanzeige ! Alles sehr oberflächlich. Die Figuren bleiben farblos !
Dabei haben Jacob (er erreicht noch am meisten Profil), Clara, Will und vor allem Fuchs unendliches Potential ! Selbst aus dem Zwerg Valiant hätte man deutlich mehr machen können.

Fazit :
Wenn ich einen Film anschauen will gehe ich ins Kino.
Wenn ich ein Buch lesen möchte, noch dazu eines von Cornelia Funke,
erwarte ich eine Geschichte in die ich eintauchen kann. In der ich mich verlieren kann.
Hätte Frau Funke aus den ca. 350 Seiten etwa 700 gemacht und sich etwas mehr Zeit und vor allem Muse für Ihre Figuren und die Spiegelwelt selbst gelassen, wäre Ihr sicher auch hier ein Meisterwerk gelungen.

So ist es leider, und ich schreibe dies nicht gerne, eines Ihrer schlechtesten Bücher.
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Mit einer Erstauflage von über 1 Million Exemplaren, einem gleichzeitigen Verkaufsstart in acht Ländern, einem im Vorfeld groß angekündigten Verkaufsstart und vielen weiteren Aktionen ist "Reckless. Steinernes Fleisch" nach der "Tintenwelt" - Reihe der erste Band einer neuen Buchreihe der Autorin Cornelia Funke.

Äußerlich macht das Buch einiges her. Gebunden mit einem schwarz glänzenden Umschlag, silberner Schrift, einem jadefarbenem Gesicht in einem Spiegel auf dem Cover sowie einem Lesebändchen wirkt es edel und ein bisschen düster.

Aufgebaut ist das 347 Seiten dicke Buch aus insgesamt 52 Kapiteln, die jeweils aus durchschnittlich sechs Seiten bestehen (es gibt auch Kapitel, die länger oder kürzer sind). Die Anfangsseite eines jeden Kapitels ist von einer zum Inhalt passenden Bleistiftzeichnung der Autorin umrahmt. Weitere, kleinere, Zeichnungen befinden sich am Ende einiger Kapitel.

Doch nun zum Inhalt:
Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Brüder Jacob und Will Reckless, Wills Freundin Clara, sowie Jacobs treue Begleiterin Fuchs (ein Mädchen, welches sich mit Hilfe eines Fells in einen Fuchs verwandeln kann). Nach vielen Jahren der Vorsicht, ist Will seinem Bruder in die Welt hinter dem Spiegel gefolgt und wurde dort von dem Fluch der dunklen Fee getroffen. Durch den Klauenhieb eines Goyl verwandelt sich Wills Fleisch Stück für Stück in Stein. Zudem verliert er immer mehr seine Menschlichkeit und wird zu einem steingesichtigen, gefühllosem Menschengoyle. Nun gilt es für Jacob, seinen Bruder zu retten. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, da es nicht nur gilt die Verwandlung aufzuhalten, sondern auch, Will vor den anderen Goyl und der dunklen Fee zu retten. Wills Haut verwandelt sich nämlich nicht in einfachen Stein, sondern in Jade und auf der Suche nach dem Jadegoyle ist die dunkle Fee schon lange. Während des Abenteuers treffen die Charaktere auf zahlreiche Märchenfiguren und -gegenstände, von denen sich Cornelia Funke inspirieren lassen hat. Darunter sind das Haus einer Kinderfressenden Hexe, das Dornröschenschloss, Rapunzelhaar, usw. Doch gleichen diese Figuren und Gegenstände denen der Brüder Grimm nicht eins zu eins, sondern wurden von der Autorin abgewandelt.

Im Vergleich mit den "Tintenwelt" - Büchern ist "Reckless" düsterer und durch das Alter der Hauptfiguren (Jacob und Will sind Erwachsen und keine Kinder wie Meggie) erwachsener. Dazu gehört auch die Erwähnung von Figuren wie Kinderfressern oder dem Schneider, der einen Mantel aus Menschenfleisch besitzt. Durch die gleichzeitige Veröffentlichung in mehreren Sprachen, darunter auch englisch, wurden die Namen der Figuren so ausgewählt wurden, dass sie sich sowohl für die deutsche als auch für die englische Ausgabe von "Reckless" eignen. Was zwar nicht stört, jedoch auffällt.

Ein Kritikpunkt besteht darin, dass ständig neue Figuren mit ihren dazugehörigen, kurz angerissenen, Geschichten erwähnt werden, das Buch dadurch sehr überladen wirkt. Man könnte den Eindruck bekommen, als ob Funke möglichst viele Märchenfiguren innerhalb weniger Seiten einbringen wollte. Denn meistens tauchen die Figuren nur kurz auf, um dann im nächsten Kapitel auch schon wieder zu verschwinden. Durch dies damit verbundenen kurzen Stationen, die Will, Jacob, Clara, Fuchs und später auch der Zwerg Valiant, auf ihrer Reise machen, fehlt der Geschichte teilweise die Tiefe und wirkt flüchtig.

Insgesamt denke ich, dass den Leserinnen und Lesern, die Cornelia Funkes Schreibstil mögen (ich persönlich kann mich nicht damit anfreunden - mir fehlt die Tiefe und der Fluss (ihr Schreibstil ist mir zu abgehackt)) und denen die oben genannten Kritikpunkte nicht allzu sehr stören, "Reckless" bestimmt gefallen wird. Erwähnenswert ist zum Schluss noch, dass das Buch (typisch für den ersten Band eine Reihe) am Ende nicht komplett abgeschlossen ist und mehrere Anknüpfungspunkte für den zweiten Teil bietet.
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am 22. Oktober 2015
Über den Stil von Cornelia Funke muss man nicht viel sagen. Wunderschön, bildhaft, einzigartig trifft es wohl ganz gut. Seit meiner Kindheit begleiten mich ihre Bücher, die meiner Ansicht nach nie ihren Zauber verlieren.
Auch in "Reckless-Steinernes Fleisch" war ich wieder von ihrer Sprache verzaubert, ebenso wie ihrem scheinbar unbegrenzten Vorrat an Fantasie. So viel Liebe auch für kleine Dinge steckt hier zwischen den Zeilen, dass die Spiegelwelt einen völlig in ihren Bann schlägt.

Das Buch bietet so viel Potential, das aber nicht richtig ausgeschöpft wurde. Die Figuren bleiben zu eindimensional und oberflächlich beschrieben, man hetzt regelrecht durch die Geschichte. Hätte die Handlung mehr Tiefgang, die Charaktere mehr Emotionen und wären die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht nur angedeutet, sondern richtig ausgeführt, wäre dieses Buch wohl fast perfekt. Es hat Liebe, Intrigen, ganz viel Märchen, Abenteuer und einen Protagonisten, der kein strahlender Held ist.

Jacob ist eine sehr interessante Figur, ein Abenteurer, der sein Herz am rechten Fleck hat, auch wenn er es selten nach außen zeigt. Man hätte so viel mehr aus ihm herausholen können und seinen Charakter noch mehr herausarbeiten. Ich hoffe auf die Fortsetzung, in der das vielleicht der Fall sein wird. Das gleiche gilt für Fuchs. In ihr steckt ebenfals so viel Potential, das leider noch nicht richtig herausgekitzelt wurde.

Die Handlung endet einerseits schon mit einem "richtigen" Ende was die Thematik mit Will angeht, doch Jacobs Geschichte ist noch lange nicht fertig erzählt, wofür der Cliffhanger sorgt. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil der Reihe und hoffe inständig, dass es dort mehr Tiefgang geben wird, da ich ansonsten nicht sicher bin, ob ich mir auch das dritte Buch kaufen werde.

Auch wenn die Kritik bei diesem Buch ziemlich stark ins Gewicht fällt, gebe ich 4 Sterne, da Cornelia Funkes Schreibstil so viel wieder wettmacht, dass ich einfach nicht weniger Punkte geben kann.
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am 25. Oktober 2010
Die Idee für dieses Buch hat Potential und hätte - wenn denn richtig ausgeführt - eine so wunderbare Hommage an das deutsche Literaturgut werden können wie Walter Moers' "Die Stadt der träumenden Bücher". Das Material ist da: Die Brüder Jacob und Will Grimm/Reckless, eine düstere Märchenwelt fern der Kinderversionen der Grimmschen Märchen, liebevolle Illustrationen, zahlreiche (versteckte) Anspielungen auf reale und fiktive Figuren und Geschichten, sowie ein roter Faden, der die Handlung auch über mehrere Bände tragen kann.

Aber was ist nur daraus geworden?

- oberflächliche, abgehackte und höchst unsympathische Charaktere (mit wem war Jacob eigentlich NICHT im Bett?)

- sprunghafte Szenenwechsel und kamerataugliche Beschreibungen, die wohl eher in das schon im Voraus geplante Drehbuch gehören

- Deus ex machina am laufenden Band

- unnötige und unglaubwürdige Brutalität, dafür an anderer Stelle geschönte und oberflächliche Beschreibungen (bitte entweder oder!)

- auffällige Anglizismen, die wohl Funkes Wohnsitz zu schulden sind

- große Schrift, wenig Text, teils ganze Seiten leer, nur damit das neue Kapitel immer rechts (recto) beginnen kann

***************************************

Fazit:

"Reckless" konnte meinen Erwartungen nicht gerecht werden. Für die Grundidee, die Illustrationen, sowie die sehr amüsanten Anspielungen vergebe ich drei Sterne. Für mehr hat es leider nicht gereicht. Wo ist die Cornelia Funke von "Tintenherz" oder "Herr der Diebe" geblieben?
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am 26. September 2010
Was habe ich mich auf das neue Buch von Cornelia Funke gefreut.
Aber auch bei mir sprang der "Funke" absolut nicht über, der mich bei der Tintenherztrilogie sofort erfasst hatte. Ich habe damals den zweiten und dritten Band schon nach der Hälfte des ersten Bandes bestellt, nur damit ich gleich weiterlesen konnte. Auf einen ähnlichen Effekt hatte ich bei dem neuen Buch gehofft. Weit gefehlt.
Zunächst dachte ich, dieses zähe Lesegefühl sei dem zuweilen üblichen Anfangsproblem geschuldet. Aber es wurde und wurde nicht besser.
Hämmernde Sätze mit immer dem gleichen überaus einfachen Satzbau und nach immer dem gleichen Muster. Nach kurzer Zeit war ich allein schon davon genervt.
Meine Hoffnung, dass sich die Charaktere entwickeln würden, erfüllte sich auch nicht. Keiner bekam irgendwie Farbe und mit keinem konnte ich mitfiebern. Das ist nicht die Cornelia Funke, die ich lieben gelernt habe. Ich würde sie auch bei einem Blindtest nicht als Autorin wiedererkennen. Was ist da nur passiert?
Nein, empfehlen kann ich dieses Buch leider nicht, jedenfalls nicht den Lesern, die Tintenherz verschlungen haben.
Für Neueinsteiger mag es anders sein. Ich jedenfalls schlage das Buch - nicht ganz ausgelesen - ziemlich frustriert zu. Es hat einfach keinen Lese-Spaß mehr gemacht.
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am 20. Januar 2013
Ich bin ein sehr großer Cornelia Funke Fan, die Tintenwelt Bücher habe ich verschlungen und schon öfter als einmal gelesen.
Als ich dann gehört habe, dass sie eine neue Fantasie Geschichte schreibt, war ich sofort Feuer und Flamme. Habe mich auf eine neue aufregende Welt und viele verschiedene Figuren, Helden und Bösewichte gefreut. Doch nun ja, ich wurde sehr enttäuscht. Ich habe das Buch jetzt schon ewig rumliegen und komme beim lesen absolut nicht weiter.
Erstens finde ich hat das Buch keinen richtigen Anfang, man wird mitten in die Story hineingeworfen. Zweitens fehlen mir Hintergründe, die einzelnen Figuren haben irgendwie keine Geschichte, nichts worauf man aufbauen kann. Bis auf Will und Fuchs kann ich mir zu keinem ein Gesicht vorstellen. Bei Will liegt es aber auch nur daran, dass er für mich halt wie ein Jadegoyl aussieht und Fuchs ist ein Fuchs (zum Mädchen Fuchs habe ich auch kein Menschliches Gesicht).
Die Figueren wirken alle sehr lieblos, haben irgendwie keinen Charakter. Ich finde es sehr Schade, weil wenn ich an die Tintenwelt zurück denke und wie ich dort in der Geschichte versunken bin... Ich hab mit den Figuren gelitten, gelacht und geweint und das fehlt mir in diesem Buch total. Irgendwie kann ich mich nicht in die Figuren hineinversetzen, ein bisschen kommt es einem manchmal vor als würde man einen Stummfilm sehen, man verfolgt etwas aber es fehlt der Klang, der Rhythmus, die Musik um das ganze abzurunden.
Es liegen WELTEN zwischen diesem Buch und der Tintenwelt.
Ich hatte nicht erhofft, dass es genauso wird. Das geht ja auch nicht, die Tintenwelt war/ist eine Geschichte für sich aber aus Reckless hätte man dies auch machen können. Die Grundidee der Story ist toll und ich bin z.B. auch eine großer MärchenFan, man hätte da soviel raus holen können, Märchen und ihre Gestalten sind so vielfälltig. Aber leider ist dies nicht geschehen.
Ich gebe dem Buch 3 Sterne, da ich das Cover sehr ansprechend finde (etwas düster aber es trifft meinen Geschmack), ich die recht kurzen Kapitel mag und mir die Grundidee der Story halt echt gut gefällt.
Ich habe mir Band 2 (direkt mit Band 1 zusammen) gekauft und hoffe nun sehr, dass die Geschichte in Band 1 noch spannender wird...dass ich mir Band 2 nicht umsonst gekauft habe...
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