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Produktinformation
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Jetzt aber ist Jacobs jüngerer Bruder Will dem Schatzjäger ins geheimnisvolle Reich hinter dem Spiegel gefolgt – und gerät dadurch in tödliche Gefahr. Plötzlich droht er selbst zu einem Goyl zu werden: mit einer Haut aus Jade. Der Jade-Menschengoyl aber soll mit einer ungeheueren Macht ausgestattet sein, die sich der Goyl-Herrscher Kami’en zunutze machen könnte, um endgültig über die Menschen zu siegen. So jedenfalls hat es die Dunkle Fee erträumt, die an der Seite Kami’ens herrscht. Und während Jacob mit Wills Freundin Clara und der Gestaltenwandlerin Fuchs verzweifelt versucht, den Verfall von Wills fleischlicher Haut in Jade aufzuhalten, ist Will längst als Leibwächter des Goyl-Königs eingeplant. Eine unerbittliche Jagd gegen die Zeit beginnt, die Jacob kaum gewinnen kann...
Cornelia Funkes Roman Reckless. Steinernes Fleisch entführt seine Leser in eine ebenso phantastische wie postmoderne Welt. Hier wimmelt es nur so von zauberhaften und schrecklichen Wesen, die sicher auch auf eine mögliche Verfilmung hin erfunden worden sind – und vor Anspielungen auf die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Die Anspielungen bleiben nur Zitate, für den Verlauf der Handlung haben sie eigentlich keine Bedeutung. Diese Handlung aber ist in Funke’scher Manier routiniert rasant geschrieben und von Seite zu Seite ungemindert spannend.
Reckless. Steinernes Fleisch ist also ein echter Funke-Roman, dessen Lektürer bis zum dramatischen Showdown am Schluss gefangen nimmt. Da wird es Leser freuen, dass das Ende bei einer abgeschlossenen Geschichte dennoch offen gestaltet ist. So steht einem nächsten Reckless-Band eigentlich nichts mehr im Wege. -- Stefan Kellerer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
87 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Märchenstunde,
Rezension bezieht sich auf: Reckless: Steinernes Fleisch (Gebundene Ausgabe)
Die Vorfreude auf 'Reckless' war immens und somit das Risiko, enttäuscht zu werden, groß. Nun, nach Lektüre des Buches, muss gesagt werden: die Vorfreude war nicht gänzlich umsonst, enttäuscht bin ich dennoch.Cornelia Funke wirft den Leser ohne Umschweife ins Geschehen: hinein in die Märchenwelt hinter dem Spiegel, in der es von Fabelwesen, lebenden Märchen und versteckten Schätzen nur so wimmelt. Die Welt ist finster, bevölkert von Krieg und von Goyls, doch Jacob, der Hauptprotagonist, hat sich dennoch in ihr verloren. Sein halbes Leben lang befindet er sich nun schon in der Märchenwelt hinter dem Spiegel, gehört mittlerweile zu den bekanntesten Schatzjägern und ist vor allen Gefahren gewappnet. Bis ihm eines Tages sein kleiner Bruder Will durch den Spiegel folgt. Die einzelnen Figuren sind wie immer liebevoll gezeichnet; sei es Fuchs, die sich heimlich oder weniger heimlich in Jacob verliebt hat oder Will, der sich von einem gutmütigen Jungen in einen kaltherzigen Goyl wandelt. Originell ist ohne Frage auch die Einbindung der einzelnen Märchen ' mal ist es ein Lebkuchenhaus einer kinderfressenden Hexe, mal ein verzaubertes Rapunzelhaar. Doch gemessen an die doch sehr begrenzte Seitenzahl (große Schriftgröße, viele Illustrationen: effektiv also wohl sogar unter 300 Seiten!) war mir das Ganze doch etwas überladen. Die Handlung als solche ist spannend, vor allem das Ende kann überraschen, doch zumindest ich war nie voll und ganz gefesselt. Das mag an den mitunter doch sehr kurzen Kapiteln gelegen haben, vielleicht auch an Funkes Schreibe. Sie hat ganz gewiss einen schönen Schreibstil, aber für meinen Geschmack übertreibt sie dann doch manchmal mit Bildern und Vergleichen. Weniger wäre da -genauso wie bei den Märcheneinflechtungen- mehr gewesen. Aufgrund der kurzen Kapitel und des insgesamt doch sehr schmalen Umfang des Buches kam in mir doch immer wieder die Vermutung auf, dass 'Reckless' eine Filmvorlage sein soll. Nicht an den Haaren herbeigezogen, wenn man beachtet, dass Cornelia Funke das Buch zusammen mit Lionel Wigram (Filmproduzent von u.a. Harry Potter) geschrieben hat. Immerhin verliert sich Funke allzu oft in Beschreibung der Umgebung und Märchenfiguren und seltener im Seelenleben ihrer Figuren. Dadurch -trotz oder vielleicht gerade wegen der vielen Perspektivwechsel- fehlt einiges an Tiefe. So hatte ich doch ab und an das Gefühl, eine schön geschriebene Drehbuchvorlage, als einen richtigen Roman zu lesen. Alles in allem ist 'Reckless' nett, viel mehr leider nicht. Gute Einfälle, schönes Ende, tolle Sprache, all das reicht aber nicht, um die Schwächen auszugleichen. Im Vergleich zu 'Tintenherz' zieht Funkes Neuester ganz klar den Kürzen, fehlt ihm doch einiges an Tiefe. Potential für eine schaurig-schöne Trilogie ist aber definitiv gegeben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
69 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Keine echte Cornelia Funke!!,
Rezension bezieht sich auf: Reckless: Steinernes Fleisch (Gebundene Ausgabe)
Hey!Also ich bin ein ganz großer Cornelia Funke Fan. Ich liebe ihre wunderschöne Sprache und ihre ausführlichen Beschreibungen. In allen ihren Büchern fühlt man sich gleich "zu Hause". Bei ihrem neuen Buch hatte ich das Gefühl ein Drehbuch für einen Film zu lesen. Eine kurze Szene nach der anderen. Keine ausführlichen Beschreibungen und die Personen des Buches bleiben blass und irgendwie fremd. Also ehrlich! Wenn ich einen Film anschauen will gehe ich ins Kino. Wenn ich ein Buch lese, noch dazu ein Buch von Cornelia Funke, erwarte ich eine Geschichte in der man sich verlieren kann. Dieses Buch hat sie, meiner Meinung nach, ausschließlich fürs Kino geschrieben. Sehr schade! Aus der Geschichte hätte Cornelia Funke eigentlich mehr machen müßen. Auf dem Buch steht "Cornelia Funke" aber innen ist leider keine Cornelia Funke zu finden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
271 von 312 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Oberflächliches und gefühlskaltes Märchenepos,
Rezension bezieht sich auf: Reckless: Steinernes Fleisch (Gebundene Ausgabe)
Die Grundidee des neuen Funke-Werkes (das Betreten einer irgendwie gearteten Zauberwelt) ist nicht gerade etwas Neues und bedenkt man, dass genau dies auch Thema der Tintenwelt-Trilogie war, bedauernswert einfallslos.Die Geschichte, die Funke in "Reckless" entspinnt, scheint jene Schwächen, die bereits die Tintenwelt-Bücher zum Ende aufwiesen über 400 Seiten konsequent durchzuziehen. Obwohl sich die Ereignisse von der ersten Seite an überschlagen, gelingt es der Autorin nicht irgendeine Art von Spannung aufzubauen, da für jedes Problem augenblicklich eine Lösung auftaucht. Protagonist im Gefängnis? Kein Problem, der Zwerg eilt zur Rettung! Flucht ohne Perspektive? Schon warten Flugzeuge hinter der nächsten Ecke! Dieser Stil wäre völlig problemlos hinzunehmen, wenn es sich hier um ein Kinderbuch handeln würde oder feinfühlig Charaktere ausgearbeitet würden, die dem Leser nahe gehen und so über die erzählerischen Schwächen hinwegsehen lassen. Doch obwohl viele Charaktere vielversprechend erscheinen, bleiben sie blass und zu großen Teilen sogar unsympathisch. Der Protagonist Jacob ergeht sich dermaßen in seinem Selbstmitleid, dass ich stellenweise schlichtweg genervt war, Fuchs - eigentlich ein Charakter mit viel Potential - und Clara zerfließen ebenso in ihrem Leid, wie der gute Will nur zwei Charakterzüge hat: als Mensch an Dummheit grenzende Güte, als Goyl Zorn. Die "bösen" Goyl mit ihrer Fee sind einfach von grundauf böse, ohne eine unheimliche Faszination zu entwickeln, wie beispielsweise Tolkiens Schwarze Reiter. So gibt es keinen Charme, keinen Witz, keine Identifikation. Mich haben die Charaktere schlichtweg genervt. Die Aufmachung erinnert an Kinder- und Jugendbücher: die Zeichnungen, die Anspielungen auf die Grimmschen Märchen, der Erzählstil, doch hierfür fehlen der Charme und liebenswerte Protagonisten. Die Düsternis und manchmal Blutrünstigkeit der Geschichte und die "Depressionen" der Charaktere böten Stoff für einen Epos für Erwachsene, doch hierfür ist zu viel auf zu wenig Seiten gequetscht worden, so dass man keine Vorstellung von dieser Märchenwelt bekommt, da letztlich alles nur angedeutet wird. Fazit: Das Buch ist nichts Halbes und nichts Ganzes, es fehlt an Fantasie und Tiefgang und ich für meinen Teil würde es niemandem weiterempfehlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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