Der Autor ist Professor für Rechtstheorie, Rechtssoziologie und Internationales Öffentliches Recht an der Universität Zürich.
Für sein Lehrbuch Rechtsphilosophie und Rechtstheorie hat Mahlmann einen unüblichen Aufbau gewählt, indem er eine ideengeschichtliche chronologisch geordnete Abhandlung der Rechtsphilosophie in Teil 1 Der Weg zu Demokratie und Menschenrechten" mit einer systematischen Darstellung aktueller und klassischer Themenfelder der Rechtsphilosophie in Teil 2 Recht und Ethische Orientierung" kombiniert. Dieser sonst nicht anzutreffende Ansatz ist Mahlmann gelungen. Beide Teile sind dabei aufeinander abgestimmt und ergänzen sich. Die Darstellung einzelner Themenbereiche ist stets ausgewogen
Besonders wertvoll sind die jeweils letzten Unterabschnitte "Kritische Einschätzung" nach der Darstellung ideengeschichtlicher Standpunkte im ersten Teil. Aufgrund der klaren Aufteilung in Darstellung und Kritik sind beide lesbar und nachvollziehbar.
"Rechtsphilosophie und Rechtstheorie" besticht durch seine Stringenz und klare Sprache. Der sonst in rechtsphilosophischer Sekundärliteratur nicht selten zu findende verdrehte Schreibstil wird nicht nur konsequent vermieden. Vielmehr schafft es der Autor sogar eine gewisse Spannung aufzubauen.
Inhaltlich ist das Werk Mahlmanns eine umfassende Einführung in die Rechtsphilosophie, die keine ebenbürtiges Werk in der deutschsprachigen Literatur findet. Auf fast 350 Seiten werden die wichtigsten Grundlinien der Rechtsphilosophie dargestellt und die Hauptproblemfelder der aktuellen Diskussionen behandelt.
Letztlich ist es daher nicht nur für Studenten der Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Grundlagen des Rechts und der Philosophie geeignet, sondern auch für alle, die sich mit der Rechtsphilosophie als Teil unserer Kultur beschäftigen möchten.