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Rechte Netzwerke - eine Gefahr
 
 
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Rechte Netzwerke - eine Gefahr [Taschenbuch]

Stephan Braun , Daniel Hörsch
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 281 Seiten
  • Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften; Auflage: 2004 (30. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 381004153X
  • ISBN-13: 978-3810041531
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 988.056 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Das Buch will nicht nur zu einer offenen Auseinandersetzung mt dem Gedankengut der Rechten beitragen, sondern auch Mut machen, für eine freiheitliche, gerechte und demokratische Gesellschaft zu streiten, in der die Würde des Menschen im Mittelpunkt steht." Staatsanzeiger Baden-Württemberg, 21/2004

Werbetext

Die Rechte in Deutschland - Bestandsaufnahme und Gegenstrategien

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von le zoïle
Format:Taschenbuch
Der extrem linke Autor hat im Prinzip nur ein einziges Thema, das seine politische Existenz zu rechtfertigen vermag: "Rechtsextremismus". Vor diesem Hintergrund muss auch das vorliegende Buch gesehen werden.

Der "Rechtsextremismus" in der Bundesrepublik Deutschland ist im Vergleich zu anderen westlichen Staaten eher unterentwickelt und der Einfluss tatsächlich rechtsextremer Kreise und Personen auf den öffentlichen/gesellschaflichen Diskurs nimmt sich eher extrem dürftig, als extrem gefährlich aus. Das weiss natürlich auch Braun und deshalb tut er das, was er in seiner Angst vor der politischen Bedeutungslosigkeit einzig tun kann: er konstruiert eine angeblich vorhandene rechtsextreme Gefahr.

Dabei überraschen die non-objektiven, hysterisierenden Einschätzungen des "Rechtsextremismus" durch Braun nicht, ist dieser doch fest in linksextremen Milieus verankert und kennt dabei auch keinerlei Berührungsängste zu gewalttätigen Linksextremisten.
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10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieses Buch - ein Abgrund 24. April 2007
Format:Taschenbuch
Das Werk tritt den stichhaltigen Beweis an, dass es nicht nur rechte Verschwörungstheorien ("Weltfinzanzjudentum", "Re-Education", "Ostküste", ...) gibt, sondern auch linke.

Nach der Konzeption ist das Buch die Fortsetzung des Buches "Die Neue Rechte - eine Gefahr für die Demokratie?" von Gessenharter/Pfeiffer. Aber während sich in dem Werk sorgfältige Analyse und Spinnertum noch so in etwa die Waage halten, kippt es hier eindeutig auf die letztere Seite. Nun wird man mir hier entgegnen können: Aber Hans-Jochen Vogel hat doch auch mitgewirkt! - Ja, das stimmt. Und Vogel ist auch ein honoriger Mann und kein Spinner. Aber sein Beitrag beschränkt sich auf vier Seiten staatsbürgerlicher Allgemeinheiten. Das rettet den Rest eben nicht.

Das Buch besteht aus zwei Teilen. Einmal einer Beschreibung der "Gefahren" die unseren Staat bedrohen und der Gegenstrategien.

Der erste Teil ist nur schwer erträglich. Hier werden das Studienzentrum Weikersheim, Lothar Späth, die Bundesvereinigung mittelständischer Unternehmer und weite Teile der CDU (unter Ausnahme von Friedbert Pflüger, dem strahlenden Held des Konservativismus, natürlich) mit einem ideologischen Schaufelbagger in die rechte Ecke gedrängt. Man konstruiert einen brauen Sumpf, denn niemand richtig definieren kann. Da wird dann jeder drin versenkt, der noch kein SPD-Parteibuch hat. Wer von den ersten 150 Seiten auch nur die Hälfte glaubt ist entweder hochgradig paranoid oder linksradikal.

Über die echten rechtsradikalen Netzwerke wird mit vielen Worten geschwiegen. So kommen, die NPD, die Deutsche Stimme und vor allem das Deutsche Kolleg auf 270 Seiten nur je einmal vor! Deren ideologischer Chef-Chaot Horst Mahler wird immerhin sechsmal erwähnt.

Der zweite Teil beschäftigt sich dann mit den Gegenstrategien. Hier wird vor allem auf Aufklärungsarbeit und Information in den Schulen gesetzt. Auf S. 177 wird z.B. ein Klassenrat als Baustein vorgeschlagen. Ich dachte immer, in der Schule gäbe es schon genug Räte: Studienräte, Oberstudienräte. - Aber Spaß beiseite. Dies soll ja eine ernste Rezension und keine bloße Polemik sein.
Das Problem mit den Gegenstrategien ist, dass sie inhaltlich gar nicht zum ersten Teil des Buches passen. Im ersten Teil werden vor allem Nationalliberale und Jungkonservative als Feindbild aufgebaut. Der zweite Teil beschäftigt sich dann aber mit Stragien gegen Neo-Nazis, Skinheads und Ähnlichen. Stellt man in der ersten Hälfte des Buches hoch gebildete Akademiker als Hauptgefahr dar, kann man dem doch nicht mit mehr Sozialpädagogik begegnen! Hier hat das Gesamtwerk einen evidenten logischen Bruch. Das ist einfach schlecht gemacht.

Der zweite Widerspruch ist dagegen moralisch verwerflich: Im ganzen Buch werden mehr Toleranz und Pluralismus gefordert. Aber für (Wert-)Konservative soll das nicht gelten???

Wer glaubt, Rechtsextremismus komme aus der Mitte der Gesellschaft wendet sich dann zwangsläufig gegen diese - oder zumindest Teile davon!
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7 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zivilcourage gefordert 11. Oktober 2004
Format:Taschenbuch
Wie wenn die Herausgeber die Wahlergebnisse der Landtagswahlen in Sachen und Brandenburg geahnt hätten: Mit ihrem Buch legen sie einen profunden Bericht über sogenannte Neue Rechte vor. Sie machen deutlich, wie rechtsextremistisches Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft entsteht und welche Wirkungen z.B. allein die Sprache entwickelt wenn vom „vollen Boot", von „Ausländerkriminalität" oder von der „deutschen Leitkultur" gesprochen wird. Im ersten Kapitel des Buches wird damit deutlich, worauf sich die deutsche Rechte bezieht, wie sie arbeit und wie sie Unterstützung findet. Ihr Aktionsfeld ist weder die Straße noch sind es die Parlamente, sondern die Diskurse, in die die Neue Rechte eingreifen möchte, um einen politischen Klimawandel vorzubereiten.

Das zweite Kapitel beschreibt Beispiele rechter Netzwerke. Von der „Jungen Freiheit" über das „Studienzentrum Weikersheim" oder die „RechtsRock-Szene" wird deutlich, dass diese schnell, flexibel und anpassungsfähig sind. Es sind nicht (mehr) die pöbelnden Glatzen und auch nicht protestierende Jungwähler die die wesentliche Gefahr für die freiheitlich demokratische Grundordnung von rechts darstellen. Es sind angepasste, durchaus kluge und eloquente Bürger, die geschickt schnelle Antworten auf die Ängste der Menschen geben.

Es spricht für die Bedeutung dieses Buches für alle pädagogisch Tätigen, dass der Praxisteil des Buches den größten Raum einnimmt. In diesem dritten Teil werden wirkungsvolle Ansätze erfolgreicher Gegenstrategien diskutiert. Darin weist Albert Scherr auf die Perspektiven der außerschulischen Bildungsarbeit als Rechtsextremismusprävention hin. Allein vier der zwölf Praxisartikel befassen sich mit Internetprojekten. Die Seiten des Informationsdienst gegen Rechtsextremismus bieten viele Hintergrundinformationen und Einblick in aktuellen Vorgänge. In einem anderen Artikel wird die Frage aufgeworfen, welche Wirkung rechtsextreme Internetseiten auf Jugendliche haben und was eine medienpädagogische Projektarbeit leisten kann. Mit dem Modellprojekt „Team Z" ist auch ein von der Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg durchgeführtes Projekt beschrieben.

Aus meiner Sicht ist das Buch eine gute Grundlage zur differenzierten Einarbeitung in die gesellschaftlichen und institutionellen Hintergründe rechtsextremer Gedanken und Erscheinungsformen. Darüber hinaus bietet es für Praktiker viele konzeptionelle Anregungen.

Wer das Buch gelesen hat wird gemerkt haben, dass eine Auseinandersetzung mit den Rechten nicht nur nach fatalen Wahlabenden notwendig ist. Noch viel mehr wird er oder sie skeptisch sein, dass alles rechte Übel von jungen Menschen ausgehen soll. Es sind vielmehr die Alltagssituationen im Freundeskreis, unter Kolleginnen und Kollegen, aber auch in der Jugendarbeit die unsere Zivilcourage und unser pädagogisches Geschick herausfordern.

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