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Brillant!, 14. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Recht und sein Preis - Der Fall Foris: Ein Tatsachenbericht über Anwälte, Aktionäre und den Moloch Neuer Markt, über Prozesse und Prozessfinanzierung, über Gerechtigkeit, Gerichte und Geld (Broschiert)
Müller-Güldemeister schreibt wie er spricht: schnell, intelligent und scharfsinnig auf den Punkt gebracht. Trotzdem verströmt er menschliche Wärme zwischen den Zeilen. Es sollte mehr geben von seiner Sorte!
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Eine Pflichtlektüre für FORIS-Aktionäre, 21. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Das Recht und sein Preis - Der Fall Foris: Ein Tatsachenbericht über Anwälte, Aktionäre und den Moloch Neuer Markt, über Prozesse und Prozessfinanzierung, über Gerechtigkeit, Gerichte und Geld (Broschiert)
Vor Jahren kaufte ich mir Aktien der FORIS AG. Die Firma finanziert Prozesse gegen Erfolgsbeteiligung - in Deutschland damals eine Neuheit. Zum Glück hatte ich die Aktien lange nach dem "Hype" gekauft, als ich dachte, der Kurse hätten einen "Boden" gefunden. Leider kam es doch schlimmer. Jahre danach, nämlich vor einigen Wochen, machte ich eine Google Suche nach der Firma und wurde im Handelsblatt auf das Buch "Das Recht und sein Preis" von Lothar Müller-Güldemeister aufmerksam. Der Autor war Mitgründer und bis 2002 Vorstand der FORIS AG, und wurde danach vor die Tür gesetzt.
Das Buch ist sehr unterhaltsam und auch für Nichtjuristen leicht zu verstehen. "Besonders wertvoll" ist das Buch für Aktionäre der FORIS AG, die endlich wissen wollen, was in all den Jahren mit ihrem Geld tatsächlich geschah.
Der Autor erzählt nicht nur über die FORIS AG, sondern auch über eine Prozessfinanzierung in 1977, als er bei einer Bank arbeitete. Die turbulente Geschichte um das damalige Verfahren war dann viele Jahre später der Anstoss für die Gründung der FORIS AG.
Der Hauptteil des Buches besteht dann auch aus der Gründung und dem Management des Unternehmens, in den Aufbruchsjahren am Neuen Markt bis zu den Schreckensjahren später, in denen das Unternehmen dem Ruin nahe kam.
Weniger gefallen dürfte das Buch dem heutigen Foris-Vorstand (als Schwätzer und Selbstdarsteller hingestellt) und dem Aufsichtsratsvorsitzenden (als Schwächling hingestellt). Zugute halten muß man dem Autor, dass er auch seine eigene Rolle im Nachhinein selbstkritisch durchleuchtet.
Warum nun wurde die FORIS AG nicht die grosse Geldmaschine? Die wichtigsten Erklärungen wären der Doppelstandort Berlin-Bonn, und dass man sich zu spät auf "teure" Prozesse konzentriert hatte. So heisst es auf Seite 293 (Zeit ist April 2002): wären nur Prozesse ab 200.000 Euro Streitwert finanziert, hätte es die gleichen Einkünfte gebracht, aber nur 1/4 der Arbeit. Tja, im Nachhinein ist man immer klüger.
Sollte man nun seine Aktien verkaufen? Für mich schwer zu sagen. Sie sind bereits so sehr gefallen, dass es keine Bedeutung hat, ob sie weiter fallen. Der Autor selbst sinniert über Aktionäre, die ihre Aktien in ihren Depots "gammeln" lassen, anstelle auf der Hauptversammlung ihre Rechte einzufordern.
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Spannender Einblick ins deutsche Rechtssystem, 12. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Das Recht und sein Preis - Der Fall Foris: Ein Tatsachenbericht über Anwälte, Aktionäre und den Moloch Neuer Markt, über Prozesse und Prozessfinanzierung, über Gerechtigkeit, Gerichte und Geld (Broschiert)
Das Leben schreibt die besten Geschichten. Das zeigt das Buch 'Das Recht und sein Preis' wieder einmal deutlich. Die Geschichte, wie aus einer zündenden Geschäftsidee der kometenhafte Aufstieg der Firma 'Foris'am Himmel des neuen Marktes folgte, bis es zu einem gewaltigen Knall kam, der den Autor und Entwickler der Geschäftsidee aus der Firma heraus katapultierte, liest sich wie ein spannender Krimi. Dabei hat mir besonders gefallen, dass neben dem 'Fall Foris' mehrere interessante Fälle von Wirtschaftskriminalität vorgestellt werden. Ich, als Leserin, stelle verwundert fest, wie leicht es in Deutschland ist- mit fast weiß bleibender Weste- Millionen zu ergaunern. Ein absolut lesenswertes Buch! Ich würde gerne mehr lesen.
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