Bei der Bewertung müsste man sich eigentlich entscheiden, ob man das Konzept von T-Home oder das Gerät selbst beurteilt - dies zu trennen fällt natürlich schwer, andererseits haben alle Receiver für T-Home ja das gleiche (Bedien-)konzept, das nicht sehr gerätespezifisch ist.
Zum Gerät selbst: gute Verarbeitung, optisch ansprechend und neutral, gute Bild- und Tonqualität, Festplatte etwas laut, aber nicht störend. Der Receiver sollte immer stand-by betrieben werden, da er nach jedem Einschalten bootet, was nicht nur lange dauern kann, sondern bei mir auch nicht jedesmal auf Anhieb funktioniert. Da bei mir die Festplatte auch für weitere Receiver genutzt wird (ein neueres, sehr nützliches Feature von T-Home), muss der Receiver hierzu sowieso stand-by bleiben. Wie bekannt kann der USB-Anschluss leider derzeit noch nicht genutzt werden, man hätte gern zumindest mp3-Dateien vom Stick und Bilder darüber abgespielt.
Alles andere wären Kommentare zur T-Home- Philosophie selbst, was ich hier nicht vertiefen will (ich finde sie zukunftweisend). das zeitversetzte Fernsehen gibts natürlich auch woanders, wenn man das passende Gerät mit einer Festplatte hat. Aber genial ist es eben z.B., von jedem Receiver im Haus Aufnahmen programmieren und abspielen oder weitersehen zu können, ebenso ausgeliehene Filme. Und ebenfalls vorteilhaft, dass man Pay-TV-Angebote wie Liga Total ebenfalls an jedem Gerät ansehen kann, ohne eine Karte wechseln zu müssen (sogar 2 verschiedene Fussballspiele an zwei Fernsehern gleichzeitig). Vom TV-Archiv ganz zu schweigen, wo die Spiele neuerdings wirklich zeitnah abzurufen sind. Die Zugriffe auf zusätzliche Internetinhalte und eigene Dateien dauern relativ lange, die Wiedergabe von Musik und Videos vom Mediencenter wurde wohl von der Telekom inzwischen zumindest vorübergehend gesperrt (Lizenz-rechtliche Gründe?), ohne dass wirklich darüber informiert wurde.
Vielleicht wäre es eine gute Option für die Zukunft, auf mehreren (Festpallen-) Receivern unabhängig aufnehmen zu können bzw. dies umschaltbar zu machen, was derzeit leider nicht geht, da jeweils nur ein Festplattenspeicher aktiv geschaltet werden kann. Eine wesentliche Verbesserung wäre allerdings schon, wenn man auf einem zweiten (Festplatten-)Receiver zumindest auch zeitversetzt fernsehen könnte und dies nicht nur auf das Hauptgerät beschränkt wäre, das auch für die Aufnahme freigegeben ist. Wer schon einen T-Home Festplattenreceiver (300 oder 301) hat, kann momentan getrost für weitere Geräte auch den kleineren Bruder (100) verwenden, ohne auf etwas verzichten zu müssen, denn die zusätzliche Festplatte bleibt völlig unbenutzt.