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Rebellische Söhne: Die Lebensgeschichten von Hermann Hesse, Bernward Vesper, Franz von Assisi, Martin Luther, Franz Kafka, Klaus Mann, Michael Ende ... Thomas Mann, Michael Ende und ihren Vätern
 
 
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Rebellische Söhne: Die Lebensgeschichten von Hermann Hesse, Bernward Vesper, Franz von Assisi, Martin Luther, Franz Kafka, Klaus Mann, Michael Ende ... Thomas Mann, Michael Ende und ihren Vätern [Gebundene Ausgabe]

Alois Prinz , Rothfos & Gabler
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: Originalausgabe (23. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3407810768
  • ISBN-13: 978-3407810762
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 178.990 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Alois Prinz ist kein Unbekannter, wenn es um gut recherchierte und geschriebene Biografie geht." Buchhändler heute

"Ein Buch für Söhne und Väter, das bei aller Tragik doch Möglichkeiten spürbar macht, die Vergeblichkeit mit Verstehen und Vergeben zu überwinden." NZZ

"Väter und Söhne ein großes und bis heute aktuelles Thema. Dem Schriftsteller Alois Prinz ist es gelungen, aus diesem Motiv noch einmal Funken schlagen zu lassen. Die sieben, jeweils nur 30 bis 40 Seiten langen Lebensgeschichten erzählt Prinz spannend und unterhaltsam." Süddeutsche Zeitung

"Ein spannendes Jugendsachbuch, das wie viele andere Bücher von Alois Prinz auch Erwachsene ansprechen dürfte." Bulletin Jugend & Literatur

"Ergreifende Lebensgeschichten, die von der Sehnsucht der Söhne nach Anerkennung und Liebe handeln." Deutschlandfunk

"Das fesselt Väter, Söhne, Mütter, Töchter, zu jeder Zeit, in jedem Alter." ELTERN family

" Rebellische Söhne ist ein geistreiches, wenngleich von der Thematik her kein neuartiges Buch für erwachsene Söhne und deren Väter, die sich, wie offenbar der Autor selbst, mit dem eigenen Vater- und Sohn-Sein auseinandersetzen wollen." 1000 und 1 Buch

Kurzbeschreibung

Alois Prinz, für seine einfühlsamen Biografien vielfach ausgezeichnet, erzählt von sieben berühmten Söhnen. Schillernde Vater-Sohn-Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch viel gemeinsam haben.
Die Beziehungen von Söhnen und ihren Vätern sind niemals reibungslos, es sind Geschichten von Abgrenzung oder Hass, von der Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung. Von Söhnen und ihrer Suche nach dem nötigen "Eigensinn", der meistens verbunden ist mit dem Kampf gegen den übermächtigen Schatten des Vaters, der jedoch große schöpferische Kräfte freisetzen kann.
Portraits von Bernward Vesper und Will Vesper, Hermann Hesse und Johannes Hesse, Klaus Mann und Thomas Mann, Franz Kafka und Hermann Kafka, Martin Luther und Hans Luther, Franz von Asssi und Piedro Bernadone, Michael Ende und Edgar Ende.


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bernward Vesper, Herrmann Hesse, Klaus Mann, Franz Kafka, Martin Luther, Franziskus, Michael Ende sind jene begabten, begnadeten, teils im Genie verhafteten Männer, deren Lebensgeschichte Alois Prinz in seinem Buch nachvollzieht, beschreibt, mitgeht.

Eine Lebensgeschichte jeweils, die unter besonderem Augenmerk auf die schwierigen Beziehungen der genannten Männer zu ihren Vätern stehen. Nicht um pubertäre Abgrenzungen geht es, nicht um die ein oder andere Streitigkeit, sondern Alois Prinz versteht es, die Tiefe der grundsätzlichen Reibung zwischen den Söhnen und ihren Vätern auszuloten.

Eine solch grundsätzliche Verschiedenheit, die den gesamten Lebensweg, die Haltungen und Einstellungen, aber auch das künstlerische Werk dieser Söhne im Geflecht der Vaterbeziehungen geprägt hat.

So, wie Franziskus von Assisi in der berühmten Szene seinem Vater selbst noch die Kleidung vom Leib zurückgab, damit ihn nichts mehr mit seinem Vater und der Haltung und Welt, für die dieser stand, verbinden sollte, so ringen alle genannten mit der grundlegenden Divergenz zu ihren Vätern.
Ein Ringen, welches das gesamte Leben und Schaffen begleitet, welches die dann, so vorhanden, je eigenen Beziehungen zu den eigenen Nachkommen nachhaltig mit geprägt hat. Dass Hermann Hesse Zeit seines Lebens, obwohl er seinen Kindern durchaus innerlich zugetan war, diese Zuneigung nur in eine kräftige, äußere Distanz fassen konnte erschüttert fast beim Lesen, in solch emotionalen Nähe versteht es, Alois Prinz gerade aufgrund seines nie wertenden, eher nüchternen und beschreibendem Stil, den Leser mit hinein zu nehmen in die inneren Verletzungen. Durchaus bis zum Suizid reichen die niederdrückenden Kräfte der geschilderten Beziehungen.

Sei es ein Sohn von Hermann Hesse, sei es Klaus Mann.
Die immer wieder gehemmte Entfaltung durchaus vorhandener, kreativer und künstlerischer Kräfte durch den strengen Blick, die stete Abwertung des Vaters ist in diesem Kapitel über Klaus Mann schmerzlich fühlbar mit im Raum. Ein Schmerz, an dem Klaus Mann letztlich zerbrach.
Dass auch ein anderer, konstruktiverer Umgang mit einem Verneinenden Vater möglich wäre, zeigt demgegenüber die Lebensgeschichte des Franziskus und seine Haltung dem Vater gegenüber nach dem Bruch. Ein ermutigendes Moment im Buch.

Eindrucksvoll, dass Alois Prinz auf jede Form äußerer oder innerer Schuldzuweisung verzichtet, sondern die beteiligten Menschen in ihrer geprägten Persönlichkeit und den Folgen dieser Prägungen für die Vater-Sohn Beziehungen präzise darzustellen vermag. Eine letztlich unlösbare Beziehung, zu sehen an Hermann Hesses Reaktion auf die Nachricht vom Tod des Vaters, dem daraufhin sein eigenes Leben vorkam wie ein Weg, der stetig vom Vater hinfort und nun doch wieder auch innerlich zum Vater hin führt.

Lebenslänge Kämpfe von Nähe und Distanz, von Prägung und Verbindung, Lösung und Gefühlen bis zum Hass treten durch Alois Prinz lebendig in den Raum und eröffnen auf alle genannten Männer einen noch einmal neuen, menschlich verständnisvolleren Blick. Allein schon die andere Sichtweise, zu der eine ganze Reihe nicht allgemein bekannter Erlebnisse und Fakten gehört, macht das Buch zu einem Gewinn.
Die auf den Punkt gebrachten und geschilderten inneren Bindungen und Kämpfe aber lassen den Eindruck der Lebensgeschichten noch lange nachhallen und gehen durchaus über die konkret geschilderten Personen hinaus auf das Allgemeingültige der Eltern Kind Beziehung und der lebenslangen Prägungen hin, die durch diese Entstehen.

Franz Kafka schreit es fast heraus: "Aus Liebe wollen sie es, aber das ist das Entsetzliche". Weil all die genannten Söhne anders waren, als die Väter, waren sie den Vätern fremd und wurden abgelehnt. Aber nur weil ein anderer uns fremd ist, muss die Reaktion nicht Ablehnung sein, das erfahren wir zu guter Letzt im Epilog des Buches und das verbleibt für den eigenen, weiteren Weg.

Ein herausragendes Buch zu einem wesentlichen Thema des Lebens, ruhig und mit nötiger Distanz geschrieben und dennoch nahe gehend im Geschilderten.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Vater als Feind 9. September 2010
Sie waren rebellisch, unangepasst und so gar nicht das, was sich ihre Väter wünschten. Vielleicht gerade deshalb, weil die Vaterfigur alles andere überragte, weil der Familienpatriarch dem Sohn keine Luft mehr ließ, keine Freiräume, sich zu entwickeln. So unterschiedlich wie die Väter waren, so unterschiedlich fiel auch die Rebellion der Söhne aus. Und doch waren sie zeitlebens den Vätern in herzlicher Hassliebe verbunden.
Der berühmteste dieser Söhne ist wohl Franz Kafka, der in seinem Brief an den Vater mit dem Familienoberhaupt abgerechnet hat, der ihm immer wieder ein Gefühl der Erniedrigung gegeben hat. Auch Klaus Mann hatte große Probleme mit der übermächtigen Vaterfigur des weltberühmten Nobelpreisträgers. Thomas Mann duldete keinen neben sich, auch nicht den Sohn. Es war auch diese väterliche Missachtung, die Klaus Mann in die Drogensucht und am Ende in den Selbstmord trieb. Ein ähnliches Ende nahm Bernward Vesper, obwohl er ganz andere Schwierigkeiten mit seinem Vater, dem bekannten Nazi-Schriftsteller, hatte. Bewunderte er zunächst den erfolgreichen Vater, hatte er später nur mehr Verachtung übrig für einen Mann, der zum Feind seiner Zeit geworden war. Ohne die bestimmende Vaterfigur aber war Vesper verloren, ein ewig Suchender, der letztlich scheitern musste. Ganz so hart traf es Hermann Hesse nicht, obwohl auch er seine Kämpfe mit dem bürgerlich-biederen Vater auszufechten hatte. Bis er erkennt, dass Vater und Sohn keine feindlichen Gegensätze sind, sondern einander brauchen und ergänzen. Noch deutlicher wird diese gegenseitige Abhängigkeit bei Michael und Edgar Ende. Michael, der Schriftsteller, wäre ohne den Edgar, den Maler, nicht möglich gewesen, auch wenn er sich zeitweise gegen den lebensfremden Vater gestemmt hat.
Dass die Rebellion der Söhne nichts Neues ist, zeigen zwei Beispiele aus alter Zeit: Martin Luther musste sich erst gegen seinen herrischen Vater durchsetzen, ehe er sich gegen die Kirche auflehnte. Und Franz von Assisi musste sich erst selber finden, ehe er sich dem Einfluss des Vaters entziehen konnte. War er als der 'Playboy' der ganze Stolz des reichen Händlers, so verfolgte der Vater den Sohn, der für die Armut und die Selbstlosigkeit entschieden hatte, mit grenzenlosem Hass. In seinem Weltbild hat dieser Sohn keinen Platz.
Alois Prinz zeigt mit seinen kurzen Lebensgeschichten berühmter Söhne und ihrer Väter, wie kompliziert diese Beziehung ist ' und wie wichtig. Nicht umsonst hat Alexander Mitscherlich vor der vaterlosen Gesellschaft gewarnt. Die Söhne, schreibt Prinz im Epilog müssen gegen die Väter aufbegehren, das gehöre zu jener 'same old story', die Cat Stevens besungen hat. Die Väter aber müssen den Söhnen den Weg zeigen und dies auch mit liebevoller Autorität vertreten. Nur dann kann die Rebellion der Söhne gelingen.
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