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Rebellion in Peking: Die Geschichte des Boxeraufstands
 
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Rebellion in Peking: Die Geschichte des Boxeraufstands [Gebundene Ausgabe]

Diana H. Preston , Sylvia Höfer
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (20. August 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342105407X
  • ISBN-13: 978-3421054074
  • Größe und/oder Gewicht: 22,1 x 15,7 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 855.886 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Im Frühsommer des Jahres 1900 gipfelten fremdenfeindliche und antichristliche Strömungen unter der vorwiegend ländlichen Bevölkerung Chinas im sogenannten Boxeraufstand. Die Antriebskräfte der sich hauptsächlich aus verarmten Bauern und Tagelöhnern zusammensetzenden Aufständischen waren dabei materieller wie geistiger Natur. Geplagt von Dürren und Hungersnöten ging es ihnen zunächst um die Sicherung der eigenen Existenz. Den unter dem Dynastienamen "Qing" , was soviel wie "Reinheit" oder "Klarheit" bedeutet, regierenden Mandschus gelang es jedoch, die mögliche Bedrohung der eigenen Herrschaft abzuwenden, indem man den Volkszorn auf die christliche Minderheit und die Ausländer generell abwälzte.

In ihrem Buch "Rebellion in Peking" schildert Diana Preston die Geschehnisse in und um das Pekinger Gesandschaftsviertel, das in der Zeit zwischen Juni und August 1900 zum Brennpunkt der Auseinandersetzungen wurde. 55 Tage lang mussten sich das Botschaftspersonal und jene chinesischen Konvertiten, die sich bis dorthin hatten retten können, gegen den Ansturm der erzürnten Volksmassen wehren, bevor Hilfe in Gestalt eines internationalen Truppenverbandes erschien, dessen Mitglieder in den folgenden Monaten ein Blutbad unter allen als Boxer verdächtigten Chinesen verrichteten.

Anhand von Tagebuchaufzeichnungen und Briefen lässt die Autorin ein lebendiges Bild der inneren wie äußeren Kämpfe und Rivalitäten entstehen. Mit Feingefühl werden die einzelnen Charaktere herausgearbeitet und ihr Handeln mit einer Vielzahl treffender und oftmals auch skurriler Zitate belegt. Das Interesse der Autorin liegt dabei besonders auf der zeitgenössischen Wahrnehmung der als fremd empfundenen chinesischen Zivilisation und den zahlreichen interkulturellen Missverständnissen, die zur Zuspitzung des Konflikts beitrugen.

Preston liefert eine spannend zu lesende Studie zur Wahrnehmungsgeschichte des Boxeraufstandes aus westlicher Perspektive. Aufgrund der schwierig zu bearbeitenden Primärquellen bleibt die chinesische Sicht der Dinge allerdings etwas unterbelichtet.--Daniel Leese

Kurzbeschreibung

Peking 1900: Ein Aufstand erschüttert die Welt

Explosionsartig entladen sich 1900 durch den Aufstand der fremdenfeindlich gesinnten Boxer die Konflikte zwischen dem chinesischen Kaiserreich und den Großmächten, die China unter sich aufteilen wollen. Diana Preston gelingt eine packende Darstellung der dramatischen Ereignisse in Peking.
Im Sommer 1900 erhebt sich der Geheimbund der Boxer gegen den wachsenden Einfluß der Ausländer in China. Europäer, Amerikaner, Japaner und chinesische Christen werden im ganzen Land angegriffen, das Pekinger Diplomatenviertel wird belagert. In einer gemeinsamen Rettungsaktion schlagen die Großmächte nach 55 Tagen den Aufstand nieder. Gestützt auf Augenzeugenberichte und mit sicherem Blick für anschauliche Details erzählt Diana Preston die dramatische Geschichte dieser Rebellion, die das schwierige Verhältnis Chinas zum Westen und das arrogante Verhalten der ausländischen Mächte bezeugt.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Die Autorin wird der Komplexität der Ereignisse während des "Boxeraufstandes" in China mit diesem Buch leider kaum gerecht. Dies liegt vor allem daran, dass sie sich bei ihren Recherchen offenbar fast ausschließlich auf europäische und nordamerikanische Quellen gestützt hat, während chinesische Quellen kaum genannt werden. Daher erfahren wir zwar eine Fülle von Details über das Leben der Europäer und Amerikaner, die Chinesen hingegen bleiben weitgehend unerforscht und erscheinen eher als wilde, unzivilisierte und dementsprechend bedrohliche Masse. Die Beweggründe der Boxerbewegung bleiben fast völlig im Dunkeln. Dafür wird der Leser aufs Genaueste mit Einzelheiten der strategischen Verteidung der Gesandtschaften versorgt. Auf diese Weise bringt die Autorin das Dilemma ungewollt auf den Punkt: Unverständnis, Vorurteile und koloniale Arroganz haben den Hass der "Boxer" geschürt. Indem die Autorin sich den Blickwinkel der Weißen zu eigen macht, führt sie genau diese Eigenschaften vor, ohne sie jedoch durch die Perspektive der Gegenseite zu relativieren. Wer einfach eine spannende Story lesen möchte und sich vielleicht auch dafür interessiert, wann und wo welche Kanone geschossen hat, ist mit diesem Buch sicherlich gut bedient. Wer sich allerdings für die historischen Hintergründe interessiert, wird eher enttäuscht sein und sich allenfalls fragen, ob wir es 100 Jahre nach dem Boxeraufstand nicht doch zu einem differenzierteren Weltbild gebracht haben.
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Von Amazon bestätigter Kauf
Die Autorin behauptet nicht Historikerin zu sein. Ihr vorzuwerfen nicht wissenschaftlich genug zu arbeiten, weil wenig chinesische Quellen inkludiert sind, finde ich daher übertrieben. Ich lese sehr viel und nur wenige können ihre Leser so fesseln wie sie und bei geschichtlichen Themen ist es beonders schlimm. Umso mehr erfreute mich ihr Buch. Die Beschreibungen der Ereignisse aus europäischer Sicht ist extrem detailliert und gerade das hat mir so gefallen, dabei immer menschlich, nie eine einfache Auflistung.

Es tut mir leid, wenn ich nicht political ganz correct bin aber ich muss die militärische Leistungen der eingeschlossenen Verteidiger einfach bewundern. Was diese Menschen geleistet haben geht weit über die wesentlich bekannteren Taten anderer Schlachten hinaus. Die Autorin versäumt es dabei nicht zu schildern, wie die ach so christilichen Europäer ihre konvertierten Chinesen einfach verhungern liesen, oder die Plünderungen danach. Nicht alle, die Eingeschlossenen in der Kathedrale, die wohl militärisch die größte Heldentat vollbrachten, haben ihre chinesichen Christen nicht als Sklaven verhungern lassen, auch das schildert die Autorin.

Was mir an Diana Prestons Erzählweise stört, ist dass sie schon sehr von ihrer eigenen Meinung eingefärbt schreibt. Man merkt immer wieder wie sehr sie für die Engländer und besonders Amerikaner schreibt (sie ist ja im angloamerikanischem Umfeld zu Hause) und dort die Leistungen hervorhebt, die Verbrechen verniedlicht, während sie bei anderen, wie den Deutschen und Japanern die Leistungen kaum würdigt aber über deren Babarentum herzieht. Sie identifiziert sich mit Briefen bestimmter Personen und das färbt ihren Stil sehr stark. Aber es macht das Buch auch lebendig, spannend und so faszinierend.

Ich vermute eine fesselndere Beschreibung der Ereignisse wird man in keinem anderen Buch finden.

Zur fehlenden Wissenschaftlichkeit: "Götter, Gräber und Gelehrte" ist falsch von hint bis vorn, trotzdem einmalig zu lesen und JEDER Geschichtsinteressierte, der es je glesen hat, wird es empfehlen. Ein Teil der jetzigen Generation von Historikern ist nur wegen dem Buch Historiker geworden. Dieses Buch hier ist großartig geschrieben, kurzweilig und voll von wesentlich exakteren Beschreibungen.

Ich wünschte mehr historische Werke könnten so sein.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. Fink
Wer auf der Suche nach detaillierten Informationen über die Entstehung der Yihetuan-Bewegung ist, wird sie in diesem Buch nicht finden. Stattdessen wird minutiös dargestellt, wer was wann wo und warum im Beijinger Gesandtschaftsviertel getan hat, wie exotisch die "Boxer" auf die Europäer und US-Amerikaner wirkten und welche Angst letztere ausgestanden haben. Chinesische Quellen werden kaum zitiert, und wenn handelt es sich um Schreiben des Tsungli Yamen an die Gesandtschaften. Es wird weder darauf eingangen, welche Auswirkungen unter anderem die aggressive Vorgehensweise der Mission auf die Entstehung der Boxerbewegung hatte, noch darauf warum sich die Bewegung wie ein Flächenbrand über ganz China verbreitete.

Aber das war vielleicht auch gar nicht die Absicht der Autorin. Vielleicht ging es ihr mehr darum, das Martyrium der in Beijing eingeschlossenen Europäer hautnah zu beschreiben. Dabei schließe ich meinem Vorschreiber an, dass sie dabei nicht über den westlichen Tellerrand blickt.

Das Buch ging völlig an dem Stoff vorbei, den ich für die Vorbereitung für meine Zwischenprüfung eigentlich benötigt hätte. Trotzdem war es eine überaus interessante Lektüre. Dass es nicht meinen Erwartungen entsprach, ist nicht die Schuld der Autorin, und deswegen gebe ich ihr aufgrund der anschaulichen Darstellung der europäischen Zustände in Beijing des Jahres 1900 4 Sterne.

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