Eine Platte, die die Pantera-Jungs mit einem Countrysänger namens David Allen Coe eingespielt haben, mit dem Ziel, Pantera-Metal und Country zu partytauglicher Mucke zusammenzuschmieden. Ob das funktioniert? Mag sich so manch einer fragen, hier ist die Antwort: Die Musik ist über jeden Zweifel erhaben, Pantera haben ohnehin den Fehler begangen, irgendwann nur noch immer aggressiver werden zu wollen, und sind dabei stets an ihrer "Vulgar Display of Power"-Messlatte gescheitert. Der Schritt hin zum geilen Groove, zum rockigen Song, zum eingängigen Chorus und zum Gute-Laune-Faktor ist der, der Pantera am Schluss gefehlt hat. Bei den Südstaatlern gab's Party nur noch Backstage, dabei war das das Geheimnis hinter "Cowboys From Hell", Spaß und Adrenalin. Nun also, leider posthum für Dimebag, die Korrektur, wie man alles hätte richtig machen können. Zugegeben, Coes Gesang ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber die Songs rocken wie die Hölle an Karfreitag und die Texte sind mitunter zum Wegschmeissen cool.
Im Großen und Ganzen erinnert mich die Chose etwas an die Blues Brothers in Bob's Country Bunker ("Was für eine Musik wird hier normalerweise gespielt?" - "Oh, wir spielen jede Musik - Country UND Western!"), wenn sie "Raw Hide" intonieren. Lässig, spaßig, und sicher ist nicht alles hundertprozentig super auf dieser Scheibe, aber gute Laune macht sie allemal. Musik fürs Rocker-Barbecue!