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Reality-Show
 
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Reality-Show [Gebundene Ausgabe]

Amélie Nothomb , Brigitte Große
2.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 169 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1., Aufl. (März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257065779
  • ISBN-13: 978-3257065770
  • Originaltitel: Acide sulfurique
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 175.665 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Amélie Nothomb
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Reality-TV, auf die Spitze getrieben: Ein Sender inszeniert ein Konzentrationslager. Das Publikum darf mitspielen und jeden Tag zwei Gefangene per Fernbedienung zum Tod verurteilen.

Über den Autor

Amélie Nothomb, 1967 in Kobe geboren, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten in Japan und China verbracht. Nach Abschluß ihres Philologiestudiums hat sie beschlossen, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie lebt in Brüssel. Die Autorin schreibt, seit sie siebzehn ist.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Spannendes Gedankenexperiment, mäßig gelungene Umsetzung, 24. Februar 2007
Von 
RockBrasiliano (Costa Banana) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Reality-Show (Gebundene Ausgabe)
Wie weit könnnen die Medien gehen? Wie weit reicht der öffentliche Voyeurismus a la BigBrother und ähnlicher Reality-Shows? - Wichtige Fragen, die in diesem Buch von Amelie Nothomb aufgeworfen werden. In Reality-Show sind die schlimmsten Szenarien Wirklichkeit geworden. Die Sendung "Konzentration" zeigt den Alltag in einem Konzentrationslager. Die Insassen sind willkürlich Verhaftete, die Wärter, Kapos genannt, konnten sich für die Sendung bewerben. Die eigentliche Story spielt sich zwischen zwei Frauen ab, Kapo Zdena und der Gefangenen Pannonica. Machtausübung verwandelt sich schnell (und ich verrate damit nicht zu viel) in eine sehr einseitige Art von Liebe.

Der Roman beschreibt sehr wenig, Inhalte beschränken sich vorwiegend auf Gedanken und Gespräche, was eine etwas theaterhafte, leider auch unrealistische Atmosphäre entstehen lässt. Andererseits wäre es schwierig in einer, ja recht kurzen Geschichte, viel an Beschreibung unterzubringen. Die Hauptakteure sind sehr klischeehaft dargestellt, absolute Bösartigkeit und Ignoranz gegen absolute Heldenhaftigkeit. Tatsächlich ist die Figur der Pannonica fast als die einer Heiligen gezeichnet. Die anderen Gestalten auf dem Nebengleis, völlig farblos, kulissenhaft. Die Darstellung grenzt ans Allegorische und damit kann ich leider recht wenig anfangen. Der oft eingebrachte Vergleich mit den Konzentrationslagern der Nazis drängt sich natürlich auf, aber auch hier muss man sich die Frage stellen, ob dieser Vergleich im Rahmen einer solchen Geschichte überhaupt gestattet ist. Es kommen darin auch Menschen zu Wort, die in diesem TV-Lager eingesperrt sind und den Holocaust überlebt haben. Naja, zumindest diskussionswürdig.

Wenn man kleinlich sein will, stören auch noch Details, z.B. die Geschichte mit der zugesteckten Schokolade, die über Monate hilft, eine ganze Einheit aus dem Lager auf den Beinen zu halten, oder, dass es zwar täglich Hinrichtungen gibt, aber man nichts über neue Gefangene erfährt, die in das Lager gesteckt werden, da ja sonst irgendwann nur noch wenige Insassen vorhanden wären. Oder auch, dass die Macher der Sendung ihre Möglichkeit nicht nutzen unerwünschte Aussagen der Gefangenen herauszuschneiden.

Fazit: Als Gedankenexperiment zwar spannend, aber als Geschichte zu dünn und klischeehaft und deshalb auch nicht unbedingt geeignet, tiefgründigere Diskussionen über das Thema "Medien, Macht und Moral" in Gang zu bringen.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen eiskalt und doch voller Herzenswärme, 16. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Reality-Show (Gebundene Ausgabe)
Reality Show ist ein Roman mit erschreckendem Realitätsbezug.

Gerade lief die siebte Staffel von Big Brother an. Auf RTL2 läuft eine Reality-Sendung nach der anderen. Die Einschaltquoten sind ganz oben.

Und genau mit diesem Voyeur in uns spielt Amélie Nothomb's Roman Reality-Show.

Ein Fernsehrsender plant die ultimative Show. Bürger von der Straße werden entführt und in zwei Lager eingeteilt. In Gefangene und Wärter. Ein Konzentrationslager wird erschaffen. Die Gefangenen bekommen eine Nummer und müssen wie zu NS-Zeiten arbeiten. Die Wärter haben alle Rechte und Freiheiten. Die Bedingungen: Unmenschlich. Die Einschaltquoten, fast 90 %. Alle regen sich auf, verdammen diese Show, doch alle schauen sie sich an. Jede Woche werden Gefangene live hingerichtet. Vor laufender Kamera. Erst als die Quoten sinken, wird es interaktiv. Von nun an können die Zuschauer per Fernbedienung entscheiden, wer hingerichtet wird. Zuschauerquote: 100 %.

In diesem menschenfeindlichen Umfeld werden zwei Menschen genauer unter die Lupe genommen. Eine Gefangene mit wunderschönem Gesicht und ungebrochenem Lebenswillen und eine Wärterin.

Dieser Roman erschreckt. Er ist eiskalt und doch voller Herzenswärme. In Frankreich hat er für Furore gesorgt und auch in Deutschland wird er in Zeiten von Big Brother und Frauentausch für Aufsehen sorgen.

Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem Empfehlen. Wenn sie allerdings einen Roman suchen, bei dem sie das Gehirn abschalten" können und sich einfach nur berieseln lassen möchten, sollten sie die Finger von diesem Roman lassen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen erheblich zu leicht, 2. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Reality-Show (Gebundene Ausgabe)
Ich war sehr gespannt auf das Buch. Habe von Nothomb glaube ich alles gelesen, (u.a. das geniale Buch "Der Professor" Kurz und knapp und klasse). Der Klappentext von Reality-Show: riskant, aktuell, evtl. eine geniale Idee??... Die Umsetzung: eben erheblich zu leicht. Das Nothomb aus der starken Idee des KZ-BigBrother kein 800 Seiten Buch gemacht hat, sich um rechtliches und die ganzen Rahmenbedingungen nicht "gekümmert" hat, finde ich eher noch zusätzlich genial, aber wenn so eine Idee in so ein kurzes, knappes Buch gepackt wird, müssen die Sätze um so mehr stimmen. Das tun sie nicht, die Charaktere bleiben blass, fast kitschig, je länger ich las umso enttäuschter war ich. Eine gute Idee reicht nicht, die hatte auch schon Saramago in "Stadt der Blinden", mit dem Unterschied das Saramago im Gegensatz zu Nothomb es schafft, eine geniale Parabel über das Zusammenleben von Menschen zu schreiben, ohne das von Nothomb benutzte Setting eines KZs zu bemühen, an welchem Nothomb ganz eindeutig scheitert.
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