Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Viel Text - wenig Effizienz, 3. Juli 2009
Gregg Braden ist ein sympathischer Typ, wie man auf Videos der Koha-Verlags-Homepage sehen kann. Er kann auch gut und viel schreiben. Hier breitet er sein Wissen angereichert mit vielen Anekdoten auf über 300 Seiten aus und verwendet nochmal 14 Seiten für die Quellenangaben. Leider ist der Nährwert dieses Buches dennoch dürftig.
Er versucht, Ergebnisse der Quantenphysik mit spirituellen Lehren in Einklang zu bringen, und das führt ihn zu gewagten Spekulationen und Schlußfolgerungen (die noch nicht einmal von ihm stammen). Könnte es sein (Lieblingsfloskel!), dass unsere Realität eine Computersimulation ist (ähnlich wie im Matrix-Film)? Das irdische Leid wäre eine unbeabsichtigte Fehlprogrammierung des kosmischen Programmierers - das sehe ich anders.
Das zu Grunde liegende Programm würde dann von unseren Gefühlen und Überzeugungen gesteuert. Um die Realität zu ändern müßte man nur seine einschränkenden Überzeugungen ändern. Gerade dieser interessante Ansatz kommt viel zu kurz. Wie finde ich meine einschränkenden Muster und Glaubensätze, wie ändere ich diese effektiv? Braden gibt auf den letzten Seiten nur 2 magere Ratschläge: 1. Was ein anderer vollbracht hat (und sei es Jesus), das kannst du auch! 2. Gebete können Wunder ermöglichen, wenn du Wunder zuläßt und das Gebet deine Gefühle zu ändern vermag.
Schade. Da gefällt mir sein Buch "Verlorene Geheimnisse des Betens" viel besser: kurz, prägnant und hilfreich, schön illustriert und wirklich was eigenes.
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165 von 223 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Oh Gott, wir leben doch nicht wirklich in einer Simulation? , 24. November 2008
Wir verändern alle ständig unsere Wirklichkeit. Dazu brauchen wir Gregg Braden nicht. Gregg geht es allerdings nicht um banale Sachen wie eine neue Wohnungseinrichtung oder einen neuen Partner, eine neue Tätigkeit oder andere Bewegungen in unserem Leben. Hier geht es um die ganz gravierenden Veränderungen wie Wunderheilungen oder eine völlige Umgestaltung unseres Daseins. Dies soll durch essentielle Veränderungen unserer Überzeugungen geschehen.
Es ist doch eine allgemein anerkannte Tatsache, dass unsere generellen Überzeugungen unser Leben ganz entscheidend bestimmen. Wer überzeugt ist, dass er ein bestimmtes Ziel erreichen kann, der hat eine Chance, dass er es wirklich schafft. Wer ein solches Ziel von vorneherein als unerreichbar erklärt, wird auch niemals dorthin gelangen.
Was ist also neu an diesem Werk? Im Grunde nichts, außer man hält eine pseudowissenschaftliche Erklärung dieser Tatsache für wichtig. Gregg ist Ingenieur und hat als solcher jahrelang in der Industrie gearbeitet. Er liebt es wohl deshalb Analogien zur Technik zu erfinden.
Seine Argumentationskette verläuft so: Alles besteht aus Atomen. Atome gehorchen den Gesetzen der Quantenphysik. Gedanken und Emotionen erzeugen nachweisbar Felder. Felder beeinflussen die Atome. Also haben wir Macht über die Realität und können sie deshalb verändern. Ob das nun tatsächlich so einfach ist und wie es genau funktioniert, weiß Gregg natürlich nicht. Aber er vermittelt den Eindruck, als würde das alles schon so feststehen. Ehrlich gesagt, mir gehen diese esoterischen Überinterpretationen der Quantenphysik mittlerweile ziemlich auf die Nerven. Was natürlich nicht heißt, dass ich bestreiten will, dass wir unsere Realität verändern können.
Eine solche Überinterpretation ist die Behauptung, dass bereits ein Beobachten der Realität eine Veränderung hervorruft. Auf der Quantenebene verändert eine Messung das gemessene System. Warum ist das so? Die Messung geschieht mit physikalischen Geräten, die auf eine gewisse Weise die Messung durchführen. Dabei können zum Beispiel magnetische oder elektrische Felder entstehen, die natürlich das zu messende System in der Folge auf der atomaren Ebene verändern. Im Gegensatz dazu wird mein Auto, wenn ich geblitzt werde, nicht von der Straße geschleudert, weil es einfach zu riesig im Verhältnis zur Wirkung der Messung ist. Daran ist nichts mystisch Geheimnisvolles.
Ich kann mich auch in meinen Garten stellen und irgendwas beobachten. Es wird sich nichts verändern, außer dass ich vielleicht in die Klapse komme. So banal hat er das nun auch wieder nicht gemeint, wird mir Gregg antworten. Ja wie denn dann? Mehr steht dazu nämlich nicht in diesem Werk.
Vielleicht möchte Gregg die meisten von uns, die sicherlich keine Ahnung von Quantenphysik haben und gedruckten Sätzen glauben, beeindrucken. Oder aber er wollte eine neue Pseudotheorie zur Erklärung bekannter Tatsachen aufstellen. Menschen, die ihr Leben umkrempeln wollen, brauchen aber praktische Ratschläge, die funktionieren, und keine Spekulationen, die wie hier so verkauft werden, als wären sie die allerreinste Wahrheit.
Nachdem die Theorie in den ersten zwei Kapiteln entwickelt wurde, kommt der Autor dann zu etwas Nützlichem. Er stellt fest, dass unser Unterbewusstsein bis zum 7. Lebensjahr durch fremde Programme wesentlich beeinflusst wurde und gibt uns Methoden in die Hand, mit deren Hilfe wir solche Programme aufspüren können.
Wer nun gedacht hat, jetzt kommt der praktische Teil, der wird enttäuscht. Erst im 6. Kapitel verrät uns Gregg, wie wir denn nun unsere Realität verändern können. Es ist ganz einfach: durch Logik und durch Wunder. Das mit den Wundern können wir leider nicht ganz beeinflussen. Wunder bedeuten für Gregg eine Erfahrung, die jenseits unserer Logik ist, und die uns deshalb zwingt, eine neue Überzeugung zu verinnerlichen. Um es an einem praktischen Beispiel zu verdeutlichen: Wenn wir sehen, dass etwas möglich ist, was wir für unmöglich gehalten haben, dann setzt das in uns möglicherweise einen Überzeugungswandel in Gang.
Das kann man ja noch irgendwie einsehen. Mit einer wie auch immer gearteten Logik an grundlegende innere Überzeugungen heranzukommen und sie zu verändern, halte ich für eine ziemlich hoffnungslose Methodik. Seit wann handeln und denken denn Menschen logisch? Und seit wann liegt das Unterbewusstsein, in dem diese Überzeugungen implementiert sind, offen? Wenn das so einfach wäre, bräuchten wir keine Psychologen mehr.
Schließlich diskutiert der Autor in diesem Werk beständig die wichtige Frage, ob unsere Realität eine Computersimulation ist, die sich irgendeine höhere Intelligenz ausgedacht hat. Er führt sogar "Beweise" dafür an. An dieser Stelle spätestens wird klar, dass es hier um nichts Praktisches geht.
Fazit.
Das ist ein Buch voller Spekulationen, die, wie auch immer sie ausfallen mögen, keinerlei praktischen Nutzen haben. Die vom Autor vorgestellten Methoden zur Veränderung der eigenen Realität sind vom gleichen Kaliber. Sie funktionieren nicht. Was bleibt, ist die Feststellung, dass wir unsere Realität in gewissen Grenzen dadurch verändern können, in dem wir so denken und fühlen als ob das, was wir uns erwünschen, bereits real wäre. Das funktioniert, wenn man es kann. Nur ist diese Erkenntnis weder neu, noch werden solche Fähigkeiten hier gelehrt. Nicht nur aus praktischen Gesichtspunkten ist dies leider ein ziemlich nutzloses Buch.
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20 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch für den Verstand, 9. Februar 2009
Dieses Buch, wie auch Gregg Bradens Im Einklang mit der göttlichen Matrix: Wie wir mit Allem verbunden sind, kann wirklich einschneidende Erkenntnisse bewirken und so die Welt verändern. Und zwar deshalb, weil der Autor alles im weitestmöglichen Maß wissenschaftlich erklärt und so auch einem verstandesbewußten Menschen Antworten auf alle Gegenargumente gibt.
Für mich war der Stoff an sich eigentlich nichts Neues, aber die Art wie Gregg Braden die Dinge erklärt, fördert eine noch tiefere Einsicht, sodaß man zu noch weitgehenderen Erkenntnissen gelangt und schließlich wirklich begreifen kann, wie dieses Universum und schlußendlich auch sein eigenes Leben "funktioniert".
Als Mutter eines erwachsenen Sohnes, der nie um Gegenfragen und Argumente verlegen ist, kann ich berichten, daß diese Bücher die ersten sind, die ihn wirklich begeistert haben und ihn gerade die Tatsache angesprochen hat, daß der Autor als ehemaliger NASA-Wissenschaftler und Computer-Netzwerktechniker seine Erkenntnisse auch selbst "über den Verstand" gewonnen hat.
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