Ana ist die füllige, 18 jährige Tochter einer in Los Angeles lebenden Latinofamilie. Sie hat es geschafft die High School abzuschließen - nicht etwa die High School im Arbeiterbezirk, sondern die in Beverly Hills. Ihr Lehrer ermutigt sie dazu sich für das College zu bewerben, doch ihre Mutter hat andere Pläne für sie. Ana soll in der Kleiderfabrik ihrer älteren Schwester zu arbeiten beginnen und sich nach einem geeigneten Ehemann umsehen.
Ana weiß, dass sie nicht für den Rest ihres Leben eine billige Arbeitskraft sein will, um Kleider zu produzieren, die sie selbst nie tragen kann, sondern für dünne, reiche Frauen bestimmt sind.
Anas Mutter, die selbst seit über 30 Jahre als Schneiderin tätig ist, will nicht, dass ihre Tochter Chancen bekommt, die sie selbst nicht hatte. Sie hat das Gefühl, dass es von ihrer Familie nicht gewürdigt wird, dass sie seit ihrem 13. Lebensjahr arbeitet. "Ihr seht mich als einen Hund, der nur zum Arbeiten gut ist", sagt sie zu Ana.
"Real women have curves" schildert die Rebellion eines Teenagers gegen die Tradition. Ana findet in einem weißen Schulkollegen ihren ersten Freund, der sie so mag wie sie ist. Trotz ihrer Erziehung ist es Ana wichtig ihre Jungfräulichkeit zu verlieren.
Ana steht zu ihrem dicken Körper, denn sie weiß, dass nicht das Aussehen zählt, sondern die geisitge Haltung. Mit ihrer weltoffenen Art, bringt sie sogar die Arbeiterinnen in der Fabrik dazu ihre ebenfalls dicken Körper zu zeigen und zu akzeptieren.
Der Film, der aus Kolumbien stammenden Regiesseurin Patricia Cardoso, zeigt den Konflikt von Tradition und Selbstverwirklichung.
Es ist der Versuch das Leben und die Probleme von Latinos zu zeigen, die sonst meist nur in unterstützenen Nebenrollen in Filmen zu sehen sind. Es ist ein gewaltfreier, ruhiger Film, der auf den Fall zum Nachdenken anregt.