Mit Real Steel versucht Regisseur Shawn Levy mal einen etwas anderen Boxfilm. In den Hauptrollen sehen wir Hugh Jackman und Dakota Goyo.
In nicht alzu ferner Zukunft gibt es nur noch Boxkämpfe mit Robotern. Charlie, früherer Boxer, hat bei diesen Kämpfen immer Pech, verliert einen nach den anderen und macht Schulden. Eines Tages "verkauft" er das Sorgerecht für seinen Sohn, muss aber trotzdem einige Wochen auf ihn aufpassen. Der kleine Max findet einen Roboter, den er pflegt und mit dem er sogar Kämpfe gewinnt. Charlie und Max wachsen in dieser Zeit natürlich zusammen und kämpfen dann sogar um den Weltmeistertitel im Roboboxen: Real Steel.
Shawn Levy versucht sich mit diesem Film an einem interessanten Konzept, das im Großen und Ganzen aufgegangen ist.
Der Film ist natürlich für ein relativ junges Publikum gemacht und erfüllt daher viele bekannte Klischees so einer Story. Vater und Sohn haben Probleme, kommen sich durch einen Roboter näher, Vater kämpft plötzlich um Sohn und am Ende sind alle glücklich. Generell habe ich nichts gegen so eine Story und sie wird hier ja auch gut erzählt. Die Darsteller sind mit Hugh Jackman (
X-Men) und Evangeline Lilly (
Tödliches Kommando - The Hurt Locker) gut gewählt, die haben zwar wenig zu tun, sind aber mit Hingabe dabei. Der kleine Dakota Goyo als tougher Zehnjähriger, der jeden widerspricht, sich immer durchsetzt und vieles besser weis hat mich genervt. Er kann natürlich nichts für die Art wie sein Charakter geschrieben wurde, dennoch hätte er nicht versuchen brauchen, einen High Jackman in den Schatten stellen zu wollen.
Real Steel besticht in erster Hinsicht durch seine Roboter und die Kämpfen mit selbigen. Die Roboter sind gut animiert bzw. nachgebaut. Die Bewegungen der Darsteller wurden dabei einfach gespiegelt, was ein simpler, aber doch beeindruckender Effekt ist. Die Kämpfen sind ebenfalls gut und machen einen angenehmen Teil des Films aus.
Features der DVD:
Die DVD enthält Pannen vom Dreh und 2 kleine Making-Ofs. Eines beschäftigt sich mit der Entstehung der Szenen im Metal Valley und eines mit der Entstehung der Roboter. Die Making-Ofs sind gut gemacht und interessant. Vor allem die Roboterentstehung verschafft einige interessante, kleine Einblicke.
Fazit:
Real Steel ist ein Film für die ganze Familie und erfüllt viele Klischees. Dennoch sind die Roboterkämpfe und die Animationen gut gemacht, wodurch die, nur gute, Leistung der Darsteller und die schwache Geschichte gut kompensiert werden. Alles in allem ein unterhaltsamer Film, der von seinen starken Effekten lebt.