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Readymades
 
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Readymades

Chumbawamba Audio CD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Musik

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Produktinformation

  • Audio CD (19. August 2002)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Mutt Records (rough trade)
  • ASIN: B00006BCFK
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 192.347 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Salt Fare, North Sea
2. Jacob's Ladder
3. All In Vain
4. Home With Me
5. If It Is To Be, It Is Up To Me
6. Don't Try This At Home
7. Song For Len Shakleton
8. Without Reason Or Rhyme
9. Don't Pass Go
10. One Way Or The Other
11. When I'm Bad
12. Shwing Up Grap
13. After Shelley

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Chumbawamba sind mit Readymades wieder im Independent-Lager angekommen. Ihrer alten Firma EMI waren die politischen Aktionen -- wie den Aufruf, Platten in den Läden großer Ketten zu klauen -- einfach zu viel. EMI kündigte den Vertrag, aber Chumbawamba dürfte das völlig egal sein, sie haben das kapitalistische System wenig geliebt, sondern immer benutzt, um mit dem verdienten Geld politische Aktionen zu finanzieren. Liegen zum Beispiel Anfragen aus der Werbung wie zum Beispiel von Pontiac nach einem Song vor, gehen die Einnahmen an antikapitalistische Gruppen. Die 750.000 Dollar von General Electric für die Verwendung des Stücks "Tubthumping" wollten sie dann aber doch nicht, denn "es gab nichts, was die Tatsache entschuldigt hätte, dass GE-Motoren benutzt wurden, um über Afghanistan Bomben abzuwerfen und Zivilisten einzuäschern".

Kontrovers waren die vom englischen Hetzblatt The Sun einmal als "Herzlose Bastarde" beschimpften Musiker schon immer diskutiert worden, und Readymades wird diese Diskussion eher weiter anregen als verebben lassen. Es ist ein Pop-Album, was überhaupt nicht im Gegensatz zur Attitüde dieser ungemein sympathischen Band steht. Punk war für Chumbawamba immer mehr eine Einstellung denn Musikstil. Wenn hier von Pop gesprochen wird, dann ist nicht der banale Retorten-Pop gemeint. Das Musik-Kollektiv legt atmosphärische Klangteppiche mit feinen Beatmustern aus, über die die sehr bandtypischen Gesangsharmonien, Bläsersätze und überraschend klagende Melodien gelegt werden. Von Resignation kann aber nicht die Rede sein, Chumbawamba kämpfen weiterhin leidenschaftlich gegen das Unrecht und bringen Fußnoten der Geschichte zurück ans Tageslicht. In "Jacob's Ladder" erzählen sie, wie Churchill im Zweiten Weltkrieg verhinderte, dass 1591 britische Seeleute vor dem Ertrinken gerettet werden. Oder sie schlagen den Bogen zu aktuellen Ereignissen. Dazwischen sind Chumbawamba wieder einmal 100 Prozent politisch korrekt. Pop kann doch klug sein. --Sven Niechziol

INTRO

Wenn Linke mal so richtig die Sau aus dem Versuchslabor und die Fünfprozenthürde gerade sein lassen wollen, um ganz spontan reichlich easy draufzukommen und vielleicht sogar heimlich eine Brause aus dem verfeindeten Atlanta zu schütten, möchte man aus vollem Herzen zuraten. Tut man aber nicht. Zu groß ist die Gefahr, dass irgendwer Chumbawamba auflegt. Zugegeben: Es gibt Schlimmeres. Wenn nur im folgenden nicht der Rooibusch seine Runden zöge und die Gespräche darum kreisten, dass es total verrückt und auch crazy irgendwie sei, dass Chumbawambas Neueste "Readymades' heiße. Aber auch voll wichtig: wegen Duchamp und so. Checkste? Dabei gibt es da nicht viel zu checken, auch wenn die Linernotes einmal mehr einiges an Wissenswertem über vergangenes Unrecht (Was war 1797 mit den Seemännern? Wie war das mit den irischen Kartoffeln 1845?) oder aktuelle Missetaten (Armer Harry Stanley! Geschundener Satpal Ram!) enthalten. Die Divergenz zwischen vorgeblich revolutionärem Inhalt und der erwiesenermaßen erzreaktionären musikalischen Gestalt ist unauflösbar. Da hilft es auch nicht, dass Chumbawamba neuerdings zu den bekannt grausig programmierten "Magix-Musicmaker'-Beats im Ruralen rummachen und sich angelsächsischer Folklore bemächtigen. Die Cui-bono-Frage muss wohl offen bleiben - ewiglich.

Boris Fust / Intro - Musik & so
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schöne Musik 21. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Musikalisch hat Chumbawamba mit dieser CD sehr schöne, moderne, gut geschliffene Popmusik produziert. Textmäßig ist die CD sehr historisch orientiert, nicht so aktuell kämpferisch wie sonst meistens.
Nach "Wysiwyg" könnte man enttäuscht sein, daß nicht erneut ein durchlaufendes, hörspielartiges Album entstanden ist (wie auch "Anarchy" eines war); doch die mindere Dynamik gleicht "Readymades" durch eine ganz eigene Atmosphäre und inhaltliche Geschlossenheit aus, die die zwölf 4-Minuten-Tracks seltsamerweise zu einer relativ gelungenen Einheit verbinden.
Leicht schnulziger Höhepunkt ist für mich Titel Nr.10: when I'm bad - echt nett, wie die ganze CD, und bestens geeignet, um an späten Sommerabenden bei einem Glas Alkohol auf dem Balkon zu stehen und an die schöne Welt zu denken, die Chumbawamba gerne hätte ....
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin Oehri, unterhaltung-themenguide.de HALL OF FAME REZENSENT
Format:Audio CD
Sie singen über den Mann, der erschossen wurde, weil er ein Tischbein nach Hause trug, das die Polizei für eine Schusswaffe hielt. Und sie singen über den Einwanderer, der sich gegen einen rassistischen Angriff wehrte und nun selbst im Gefängnis sitzt. Die britische Band Chumbawamba sieht sich - wie es sich für gute Anarchisten gehört - auf der Seite der einfachen Leute, die von Staat und Großkapital drangsaliert werden. Und dennoch könnte man ihr neues Album in jeder Boutique laufen lassen, so einschmeichelnd poppig ist "Readymade" geworden - mit tollen Melodien in melancholischer Grundstimmung ("I wish, I wish, but it`s all in vain").
Man kann sie zigmal seinen Freunden vorspielen, weil auf dieser CD viel zu entdecken ist wie z.B. eine stattliche Anzahl unaufdringlicher Folksamples etwa. Rätselhaft bleibt jedoch der Bezug zu Marcel Duchamp, der normale Gegenstände ("Readymades") als Kunst ausstellte. Dieses Album ist kein Readymade, sondern eher anarchistisches Kunsthandwerk.
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2 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
One-Hit-Wonder mit 11 Alben 8. Oktober 2002
Von Verena
Format:Audio CD
Eine One-Hit-Wonder-Band bringt ihr elftes Album auf den Markt - was ist also zu erwarten? Nach dem Chumbawamba 1997 mit „Tubthumper“ zum ersten und bisher auch letzten Mal einen Hit landeten, soll ihre aktuelle CD „von süßem, widerhakigem Pop über Acapella Harmonien bis hin zu Break Beats und großem Chorus“ alles enthalten. Nach dem sie im Laufe ihrer Karriere von Label zu Label wanderten, haben sie sich nun bei Mutt Records niedergelassen. Ein kleines Label, dass nicht auf hohe Verkaufszahlen aus ist. Und das ist auch gut so, denn mit diesem Album wird weder die Charts-Fraktion, noch die Undergroundszene angesprochen. Nur wenigen wird dieses Album wirklich zusagen können. Viel Elektro, sanfte Stimmen, einfache Melodien, die sich jedoch nicht im Kopf festsetzten können, zwar schlägt die Band eine andere Richtung ein, als man es nach „Tubthumper“ erwartet hätte, doch experimentiert wurde doch nicht viel. Viele der Lieder ähneln sich und gehören immer noch eindeutig dem Genre Pop an. Zwar ist die Band davon überzeugt, das „Punkrock vielmehr eine Einstellung ist, als ein Musikstil“ doch scheinen sie auch keinen anderen Teil des Punkrocks zu kennen: Rebellion? - Keine Spur von!
Die Aufnahmen zu „Readymades“ müssen hingegen ja ein ganz schönes Chaos gewesen sein, was ja dann schon eher zu dem eben erwähnten Punkrock passt. Zu den 8 Chumbawamba-Mitgliedern, mischten sich noch 10 weitere Musiker. - Alles nachzulesen im Booklet, aber was ändert das?! Anscheinend nicht viel. Das Album ist weder die Neuerfindung des Pops, noch wird sich eine neue Zielgruppe mit diesem Werk anfreunden können. Lediglich das erste und das letzte Lied sind mir nach mehrmaligem hören in Erinnerung geblieben. ‚Salt Fare, North Sea’ weil es mich ein klein wenig, aber auch wirklich nur ganz klein wenig an Moby erinnert, ansonsten nichts Besonderes. Und ‚After Shelley’ weil es doch tatsächlich ein paar Gitarren enthält, zwar erst nach über 3 Minuten, aber nach dem ich vorher ja schon ’ne  Stunde gewartet habe, macht das nun auch nichts mehr! (verena)
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