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Provozierend sind nicht nur die Gedanken in diesem Buch. Provokant ist auch sein Layout: Es gibt unterschiedliche Schriftgrößen, Kästen, Einschübe, Hervorhebungen, Ausrufezeichen, Zitate, auffällige Farbfonds und (sehr gut ausgewählte!) Fotos. Was wollen Autor und Verlag dem Leser damit sagen?
Die Zeiten sind chaotisch, Neuerfindung ist das Gebot der Stunde. Das gilt für die Berufswelt ebenso wie für das persönliche Leben. Autor Tom Peters, den die Los Angeles Times den "Vater des postmodernen Unternehmens" nennt, fordert: Zerstörung muss sein, bevor Neues entstehen kann. Gefordert ist ein neues Geschäftsmodell, eine radikal neue Vorstellung von Wertschöpfung in einer virtuellen, rotierenden und technologisch entfesselten Wirtschaft, die zugleich von intellektuellem Kapital und Kreativität bestimmt wird.
Diese Erkenntnis und die daraus resultierenden Forderungen sind nicht neu, Tom Peters formuliert sie nur direkter, frecher und zugespitzter als andere Ratgeber für Führungskräfte. An erster Stelle stehen für ihn Wille und die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Seine Generalvision lautet: Business ist cool. "Business riecht nach Kreativität, Erfindungsgeist, Wachstumsstreben und Bereitschaft, anderen zu dienen." Ein Vorbild dafür sei Jack Welch, der 20 Jahre an der Spitze von General Electric stand und nach der Zerstörung der Bürokratie eine beispielhafte Qualitätsoffensive durchsetzte. Und nicht zu vergessen: Eindringlich plädiert der Autor auch für die Frauen, die zum einen ein "sträflich vernachlässigtes Reservoire an Führungskräften" seien und zum anderen ein Kundensegment mit ungeahntem Marketing-Potenzial ansprechen könnten. -- Mathias Voigt