Diversen Unkenrufen (Herr Hoffman) kann ich sowas von NICHT zustimmen. Es fängt schon allein damit an das sich viele gleich was wie "The Ring" oder "Ju-On" erhoffen, aber japanische "Horrorfilme" müssen nicht immer die obligatorische, durchnässte Funzel mit dem langen schwarzen Haar haben.
Klar kommt diese auch hier vor, aber es ist nunmal ein Teil der Geistervorstellung im Asiatischen. Überhaupt kommt viel dieser asiatischen Geisterwelt in Re-Cycle vor, ähnlich wie in "Chihiros Reise...".
Das es für den obligatorischen europäischen Zuschauer somit in einem "WAS IST DAS" endet ist fast schon klar, dennoch soll es nicht heißen dass der Film ohne ein solches Wissen nicht zumutbar wäre.
Im Gegenteil, denn Re-Cycle bietet einen ausergewöhnlichen Trip in eine wunderschön gestaltete Geisterwelt die die Anmutung der Bilder von Dalí hat.
Und was soll denn nun am Ende so unklar oder verwirrend sein? Wer genau zuhört versteht das Ende auch und ist dann nicht großartig überascht davon. Es geht also nicht nur darum die Bilder, sondern auch das gesprochene auf sich wirken zu lassen. Nichts für Menschen die bei einem FIlm meinen das Hirn abschalten zu können!
*
(SPOILER: Wer dem Zuhören nicht fähig ist: "Meine Heldin hatte zu viel Ähnlichkeit mit mir, darum habe ich die überarbeitet")
*
Unterm Strich ist Re-Cycle schlicht ein wahres Meisterwerk und wird so schnell nicht von einem FIlm des Asia-Cinema übertroffen werden. Wer allerdings einen Horrorfilm mit Eiter und Gedärm erwartet wird hier enttäuscht. Der Film zeigt aber das sowas nicht notwenig ist und man allein mit Bildern eine FSK16 bekommen kann.
Ganz großes Asia-Cinema!