Ich habe die Tastatur heute bekommen und denke auch, dass ich sie jetzt schon etwas getestet habe um ein relativ aussagekräftige Rezension zu erstellen.
Mein OS: Win 7 64bit
Vorneweg: Ich selbst bin eigentlich Logitech Verfechter, aber wollte auch mal Razer testen, nachdem meine G15 an nem Wasserschaden zugrunde ging.
+ Die Verpackung: Die Verpackung ist edel. Es macht schon verdammt viel Spaß, die Tastatur auszupacken. Dadurch, dass die Tastatur komplett(!) mit Klavierlack designt wurde kommt man aus dem Schönstaunen auch erstmal nicht heraus.
+ Installation ist schnell erledigt. Plug&Pray + schnelle Installationsroutine und das Gerät kann verwendet werden. Dabei wird lediglich neben dem Treiber auch eine Config Software installiert, dazu später mehr.
+ Optik, wie schon erwähnt kann man sich in der Tastatur spiegeln. Das sieht richtig genial aus. Wenn man sich von weitem der Tastatur nähert denkt man schnell: "Was fürn hübsches Gerät."
- Der Klavierlack wiederrum ist aber auch ein Minuspunkt. Denn das Fett der Hände wird magisch angezogen.
Wer keine verfettete Tastatur haben möchte, (was ihre Schönheit enorm schmälert) muss sie regelmäßig reinigen.
Nett von Razer ist, dass sie direkt ein feines, schwarzes und edles Tuch mitliefern. Schlecht daran ist, man muss schon etwas druck ausüben und alle Fettflecken los zu werden und Druck kann schnell zu Mikrokratzern führen. (mir passiert) Deswegen für alle Leute, die sich die Tastatur gönnen wollen: Feuchte Tücher, wie TFT Reinigungstücher, sind die bessere Wahl als das Reinigungstuch von Razer. (meine Meinung)
+Die Tasten sind flach(!) designt, was ein sehr schnelles Schreiben ermöglicht. An flache Tasten muss man sich aber gewöhnen, wenn man hohe Tasten gewöhnt ist.
Prinzipiell ist die Tastatur Tastenanordnungstechnisch designed wie eine normale Tastatur. Keine nervigen Tasten, die an der Seite heraus gehen und ein Abrutschen der linken Hand verursacht.
- Das "Klick-Geräusch" der Tasten ist deutlich (!) warnehmbar. Vllt liegt es an dem Lack, aber es hört sich etwas sehr nach Plastik an. Vielleicht nur eine Gewöhnungssache, aber meine letzte Tastatur war da sehr leiser (G15, Logitech). Wer also in einem Gemeinschaftsraum sein Rechner stehen hat wird bei allzu lange Chatsessions, den ein oder anderen Stöhner zu hören bekommen. Allerdings kann das Klickgeräusch auch positiv gewertet werden, damit wird jeder "Klick" definitiv bestätigt.
+- Das Tastenbacklight. Warum +-? Weil, im Grunde genommen ist das Backlight gut gelungen. Doch mir ist schnell aufgefallen, dass die Tasten ungleich ausgeleuchtet werden. Global wie die Tasten auch einzelnd. (Da ist die G15 und auch die G19 mit mehr LED(RGBs) ausgestattet worden) Man erkennt unter den Tasten die, ich nenn sie mal die, "Konatkmatte". Unter jeder Taste ist ein kleines "X". Genau dieses X verhindert vom normalen Blickwinkel aus, dass die Tasten optimal ausleuchtet werden. Ich schätze es liegt daran, dass die Buchstaben "klar" sind, und nicht "matt". (ein Erbe des Klavierlacks). (Bei Logitech tritt das Problem nicht oder weniger zu Tage, da dort die Buchstaben matt und die Kontakmatte nicht zu sehen ist).
Das Backlight hat drei Modi: Alle Tasten beleuchten, nur WASD beleuchten (in anderer Farbe, die restlichen Tasten sind dann aus) und alles aus. Ich schätze die meisten werden den ersten Modus nutzen. Wenn man nicht gerade Probleme damit hat WASD zu finden für z.B. Ego-Shooter oder Rollenspiele, ist es doch völlig wurscht, ob nur die Tasten angezeigt werden. Aber vllt brauchen es die einen oder andern. Der dritte Modus ist unbrauchbar. Wenn das Backlight ausgeschaltet ist, dann erkennt man keine Tastenbeschriftung mehr. (Einziger Sinn wäre vllt für Leute die 10Finger-System lernen wollen.
Nun zum globalen Problem. Von meinem Sitzposition aus, werden die hinteren Reihen (F-Tasten sowie 1-`) etwas dunkel. So z.B: sind das "Fragezeichen" Symbol praktisch fast nicht mehr zur erkennen, oder das Gleichheitszeichen. Was soll das Razer? Ein paar LED's oben an der Tastatur hätten das Problem gelöst.
Das Touchpanel (worauf ich gleich noch etwas genauer eingehe) ist heller ausgeleuchtet als der Rest. (Warum?)
Noch zudem werden die Leuchten für Capslock, Num und "Rollen" schlecht ausgeleuchtet. (Oder zu gut?) Diese werden auch schwach ausgeleuchtet, obwohl der Modus garnicht an ist. Deswegen ist es auf den ersten Blick nicht sofort zu erkennen, der Modus an oder aus ist. Nur ein zweifaches bestätigen lässt einen schlauer werden.
Ganz allgemein hätte ich mir das ganze Backlight etwas heller gewünscht. Vllt in der Helligkeit des Touchpanels. (bzw hat das Touchpanel ein "helleres Blau" abbekommen).
Dann hätte man eh mehr LEDs benötigt und das Problem mit der Teils schlechten Ausleuchtung der oberen Tasten wäre erledigt.
+Touchpanel: Das Touchpanel funktioniert super mit aktuellem Treiber unter Win7 x64. Es lässt sich äußerst intuitiv bedienen. Es macht richtig Spaß, ein Lied weiter zu gehen, oder Lautstärke, leiser und lauter zu machen.
Desweiteren ist am Touchpanel auch die Bedienung für das Backlight angebracht und das Razer Symbol soll wohl zum Auswählen verschiedener Profile (kommen wir später zurück) gut sein. Das Touchpanel ist aufjedenfall sehr gut gelungen.
+USB und Micro In/Audio In. Anders als z.B. bei der G15 sind der USB Port kein "extra" Port für den PC. Der hintere USB Port wird mit einem extra USB Kabel in einen USB Slot des Rechners gesteckt. Nachteil: Wie erwähnt, kein extra USB Port. Vorteil: Auch schweres gerät wie ein USB Hub können daran angeschlossen werden, der wiederrum mehrere Festplatten anschließen kann. Überall dort, wo man viel Strom oder Durchsatz braucht ist dieser Realisierung besser als die von Logitech und der G15. Micro In/Audio In haben ihr äquivalentes Kabel auch abbekommen. Auch diese muss man in dem Rechner erst anschließen, bevor man die Ports nutzen kann.
+Der Configurator. Eins vorweg. Die deutsche Sprache wird ausgespart. Bei Razer gibt es eine europäische Sprache und die ist englisch. Wer sich derer nicht im Stande fühlt kann zwar die Tasta trotzdem bedienen, doch könnte winzige (wirklich winzig, das meister erklärt sich von selbst) Probleme bekommen.
Im Prinzip kann "JEDE" wirklich jede Taste als Makro Taste nutzen. So kann eine Taste z.B. den Befehl bekommen, irgendwas zu starten. Oder etwas auzuschneiden, zu kopieren oder sonst Standart Befehle. Ob man sich Befehle aufzeichnen kann, (mehrer Tastenfolgen hintereinander) weiß ich nicht, hab ich nicht gefunden. Aber ich persönlich brauche das Feature auch nicht. Die Makrooptionen, die mir zur Verfügung stehen, reichen vollends aus.
Ansonsten kann man pro Profil (10 Profile) jeweils mit 3 Start Tasten (die Tasten auf der Maus) und der jeweiligen Tastenkombination jeder Taste auf der Tastatur ein Befehl geben.
Allerdings kann man kein "on the fly" Makro erstellen. On the Fly bedeutet, man drückt eine Taste auf dem Keyboard, drückt die Taste die ein Makro erhalten soll und dann recorded man die Hotkey Kombination. Dieses Feature hat Logitech, sofern die Tastatur M1-M3 Tasten hat, allerdings brauchte ich das Feature eigentlich nie.
Im Großen und ganzen ist der Configurator praktisch, um z.B. schnell den Browser, Games oder ne Suche zu starten. Allerdings auch nicht für jeden ein Überlebenswichtiges Feature.
Fazit: Warum bekommt die Tastatur 4 von 5 Sternen, wenn es doch einiges zu bemängeln gibt? Ganz einfach, das Gerät erfüllt seine Aufgabe sehr zuverlässig.
Ich wollte einiges Features, die liefert mir die Tastatur.
:- kein unnötiger Schnickschnack alla LCD Display und G-Tasten die das Handling unnötig erschweren
:- ein gutes aber kein perfektes Backlight
:- Gaming Tauglichkeit, also meine Tasteneingaben müssen schnell und sauber geschehen und gleichzeitig
:- ansprechendes Desgin
:- gut bedienbare Medientasten (nachdem ich da bei der G15-Refresh enttäuscht wurde
Das, was die Lycosa Mirror an den 5 Sternen vorbei rasseln lässt, ist das teils zu schwache Backlight.
Aber ansonsten ein sehr gutes Gerät, perfekt zum Zocken auch in Dunkelheit geeignet! (Je dunkler, desto heller das Backlight :D)