Rayuela (Himmel und Hölle) von Julio Cortázar ist meiner Meinung nach ein phantastisches Werk, das ich allerdings nicht jedem empfehlen würde.
Ich habe lange (ganze 10 Minuten) überlegt, wie ich meinen eigenen Eindruck schildern könnte, ohne ins Nacherzählen oder Interpretieren zu verfallen. Habe mich letztendlich dazu entschlossen, es ganz einfach zu machen.
Wenn ihr interessiert seid an Literatur, die die bestehenden formalen und inhaltlichen Konventionen abändert und teilweise bricht....
Wenn ihr bereit seid einen Schauer von Ansichten, Perspektiven, philosophischen Theorien, literarischen Theorien, musikalischen Theorien über euch ergehen zu lassen...
Wenn es euch nichts ausmacht in jedem Kapitel mindestens (hehe) einen Namen eines Philosophen, Musikers, Schriftstellers, Künstlers zu entdecken, von dem ihr noch nie etwas gehört habt...
Wenn ihr zugleich nichts gegen spannende Charaktere und eine interessante Handlung einzuwenden habt...
Dann kann ich euch Rayuela empfehlen.
Zum Abschluss möchte ich noch die Bücher anführen, an die ich beim Lesen denken musste: Shakespears "Hamlet", Austers '"New York Trilogy", Murakamis '"Mr. Aufziehvogel", Elliots "The Waste Land", Beckett "Waiting for Godot"
(Wobei dazu muss man sagen, dass Auster und Murakami lange nach Cortázar ihre Werke verfassten. Nichtsdestotrotz würde ich die Leser, die "New York Trilogy" gemocht haben und nun nach einem Werk suchen, das noch einen Schritt weitergeht, auf "Rayuela" verweisen.)