Aus der Amazon-Redaktion
Jamie Foxx unheimlich akkurate schauspielerische Leistung ist nicht das einzig Gute bei Ray. Foxx, der auf einer Welle von Oscar-Gerüchten ritt, zeigt sich des ganzen Brimboriums würdig, indem er die blinde R&B-Legende Ray Charles hemmungslos authentisch portraitiert, was Charles auch kurz vor seinem Tod im Juni 2004 absegnete. Abgesehen von ein paar dramaturgischen Ausschmückungen echter Begebenheiten (wie zum Beispiel der Behauptung, dass der Ertrinkungstod von Charles jüngerem Bruder der Auslöser all jener Dämonen gewesen sei, mit denen Charles auch noch als Erwachsener zu kämpfen hatte) gelingt es dem Film auf bemerkenswerte Art und Weise, Charles Fähigkeiten als musikalischer Wegbereiter sowie seine Schwächen zu zeigen, wie er als heroinabhängiger Frauenheld einige seiner besten Songs aufnimmt und dabei schwer auf Drogen ist. Foxx scheint sich Charles zu Eigen gemacht zu haben, ebenso wie er dies auch mit Ritchie Valens in La Bamba tat. Regisseur Taylor Hackford erfasst die meisten zeitgenössischen Eigenheiten genau richtig, während er Rays Aufstieg vom Musiker beim 'Chitlin Circuit' in den frühen Fünfziger Jahren bis hin zu seiner Erhebung zu einem der besten Musiker aller Zeiten verfolgt. Foxx liefert Ray Charles klassische Aufnahmen perfekt lippensynchron, wobei man annehmen könnte, dass er das einzig Authentische in einem Film über Ray Charles ist, der ansonsten dessen einstmals wildes Leben reinwäscht. --Jeff Shannon
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Ray Charles wird 1930 in Albany, Georgia in tiefster Armut geboren. Und dann erblindet er auch noch als Sechsjähriger vollkommen. Der schwarze Underdog hat eigentlich keine Chance, aber er nützt sie. 1947 reist er mit dem Greyhound Bus nach Seattle. Professioneller Musiker will der virtuose Klavierspieler werden. Tatsächlich gelingt es ihm als Leader einer kleinen Tingel-Band und bald als Chart-Sensation, auch das weiße Publikum zu begeistern und zur lebenden Legende zu werden. Doch der Preis, den er dafür zahlen muss, ist hoch.
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Brillant erzähltes Biopic des Musik-Enthusiasten Taylor Hackford ("Chuck Berry - Hail! Hail! Rock'n'Roll"). Der Regisseur spart sich eine weißgewaschene Künstlerbiografie: Während Ray musikalisch triumphiert, kriegt er sein Privatleben nie richtig in den Griff: Heroin, Frauen und der frühe Unfalltod des Bruders setzen ihm zu. Komplex der Stoff, satt die Farben, mitreißend der Soundtrack - und mittendrin der geniale Jamie Foxx ("Collateral") als Titelheld und Oscar-Triumphator. "Ray" - mehr als nur ein meisterhafter Musikfilm.
Blickpunkt Film
Pionier, Visionär, Vorreiter: Will man dem Leben eines Giganten wie Ray Charles filmisch gerecht werden, geht das eigentlich nicht anders als in Form eines Epos. Aber trotz zahlreicher hypnotischer Musiksequenzen, in denen die größten Hits des Erfinders der Soul-Musik in hinreißenden Fassungen dargeboten werden, und dem Abfeiern seiner Karrieretriumphe ist Taylor Hackfords süffiges, Energie geladenes Biopic kein schönfärberisches Heldengemälde: Das Jammertal, u. a. Charles' Kampf mit seinen inneren Dämonen, seine Vielweiberei und seine Jahrzehnte lange Heroinsucht, wird in diesem komplexen und in satten Farben gefilmten Sittenbild ebenso thematisiert wie die Höhenflüge, weil sie, wie der Regisseur argumentiert, Kehrseiten der selben Medaille sind. Und über all dem thront die unglaubliche Darstellung von Jamie Foxx als 'Ray', der sich als erster ernsthafter Oscar-Anwärter des Jahres empfiehlt.
Drei Hürden musste Ray Charles, geboren 1930 in Albany, Georgia, gleich zu Beginn seiner Karriere (und danach immer wieder nehmen), als er 1947 auf eigene Faust von Florida nach Seattle reiste, um als professioneller Musiker arbeiten zu können: Er war blind (seit seinem sechsten Lebensjahr), er war arm, er war schwarz. Mit den mahnenden Worten seiner Mutter, er solle sich niemals im Leben wie ein Krüppel behandeln lassen, setzt der Film an dieser Stelle ein. Ray befolgt ihn. Während seiner Zeit als Begleitmusiker im Chitterlings-Circuit (das Tingeln durch schwarze Clubs), als Leader einer kleinen Band, die sich schnell eine Fangemeinde erspielt, als Entdeckung von Atlantic Records, deren Chefs ihn ermutigen, einen eigenen, unverkennbaren Stil zu entwickeln, schließlich als Chart-Sensation, der es sogar gelingt, das weiße Publikum zu begeistern. Mit viel Flair und Gespür erweckt Hackford nicht nur die Zeit mit eindringlichen Bildern zum Leben, sondern bannt auch die elektrisierende Musik und entsprechenden Auftritte von Charles auf die Leinwand. Die Hits geben den Rahmen vor, werden aber auch so clever eingesetzt, dass sie stets einen narrativen Zweck erfüllen: In einer herrlichen Passage hilft ihm 'I Got a Woman', buchstäblich eine eigene Stimme zu finden. 'What'd I Say' mit seinem unwiderstehlichen Ruf-Antwort-Schema entsteht rein zufällig bei einem Auftritt, als seiner Band die Lieder ausgehen. 'Hit the Road Jack', 'Unchain My Heart' und 'I Can't Stop Loving You' sind weitere Meilensteine in Karriere und Leben Charles' - entsprechend endet 'Ray' auch in den 70er Jahren, als er den Zenit seines Schaffens gerade überschritten hat.
Die Musik ist der Motor. Sie speist den Film, wie sie auch das Leben von Ray Charles gespeist hat: Wenn Hackford, der bereits 1987 in der Chuck-Berry-Doku 'Hail! Hail! Rock'n'Roll' bewiesen hatte, wie perfekt er Bilder mit dem Rhythmus von Popmusik synchronisieren kann, auf das Privatleben von Charles blickt, ist das stets untrennbar mit seinem Schaffensdrang und der dazugehörigen Lust auf Leben und Erfahrung verbunden. Wenn er sich anderen Frauen hingibt oder bereitwillig Drogen nimmt, dann entspringt das der gleichen Quelle, die ihn auch Musik fühlen lässt. Und es ist ein Verdrängungsmechanismus, wie zahlreiche, farblich leicht übersteuerte Rückblenden deutlich zeigen: Mit Musik, Sex und Rausch kann Ray Charles vergessen, dass er aus armen Verhältnissen stammt, ein Schwarzer ist und sein Augenlicht verloren hat. Und er lässt die Stimmen in seinem Kopf verstummen, die ihm einreden, er trage schuld am Unfalltod seines Bruders.
So entsteht eine dramatische Dynamik, die dem Film eine eigentümliche Spannung verleiht: Tatsächlich bleibt Ray Charles ein Enigma - ein Mann buchstäblich ohne Augen, dessen omnipräsente Sonnenbrille den Blick in seine Seele verweigert, obwohl man hautnah an seinen Triumphen, seinem Glück, seinem Schmerz teilhat. Nie ist Charles so richtig greifbar, weil er stets auf einem anderen Planeten zu leben scheint als alle anderen. Jamie Foxx, nach 'Collateral' mit seiner zweiten starken Leistung in diesem Jahr, bringt das perfekt rüber, speziell wenn seine Figur mit unausweichlichen Realitäten, etwa dem Gesetz, seinen Mitmusikern oder seiner Ehefrau, konfrontiert wird. Da fliegen Funken, wie sie in Biopics ganz selten fliegen. So mag 'Ray' die politische Dimension eines 'Ali' weitgehend vermissen, und doch lässt er keine Wünsche offen. Nicht nur für Musikfans (die sich freuen werden, dass man auch Black-Music-Größen wie Quincy Jones, Ahmet Ertegun, Jerry Wexler oder David Newman als Figuren antrifft) rockt er wie kaum ein Film zuvor. Ray Charles kann stolz sein.
Der Film entstand mit der vollen Unterstützung von Ray Charles, der ihn in einer vollständigen Schnittfassung vor seinem Tod am 10. Juni 2004 sah und ihm seinen Segen gab. ts.
Drei Hürden musste Ray Charles, geboren 1930 in Albany, Georgia, gleich zu Beginn seiner Karriere (und danach immer wieder nehmen), als er 1947 auf eigene Faust von Florida nach Seattle reiste, um als professioneller Musiker arbeiten zu können: Er war blind (seit seinem sechsten Lebensjahr), er war arm, er war schwarz. Mit den mahnenden Worten seiner Mutter, er solle sich niemals im Leben wie ein Krüppel behandeln lassen, setzt der Film an dieser Stelle ein. Ray befolgt ihn. Während seiner Zeit als Begleitmusiker im Chitterlings-Circuit (das Tingeln durch schwarze Clubs), als Leader einer kleinen Band, die sich schnell eine Fangemeinde erspielt, als Entdeckung von Atlantic Records, deren Chefs ihn ermutigen, einen eigenen, unverkennbaren Stil zu entwickeln, schließlich als Chart-Sensation, der es sogar gelingt, das weiße Publikum zu begeistern. Mit viel Flair und Gespür erweckt Hackford nicht nur die Zeit mit eindringlichen Bildern zum Leben, sondern bannt auch die elektrisierende Musik und entsprechenden Auftritte von Charles auf die Leinwand. Die Hits geben den Rahmen vor, werden aber auch so clever eingesetzt, dass sie stets einen narrativen Zweck erfüllen: In einer herrlichen Passage hilft ihm 'I Got a Woman', buchstäblich eine eigene Stimme zu finden. 'What'd I Say' mit seinem unwiderstehlichen Ruf-Antwort-Schema entsteht rein zufällig bei einem Auftritt, als seiner Band die Lieder ausgehen. 'Hit the Road Jack', 'Unchain My Heart' und 'I Can't Stop Loving You' sind weitere Meilensteine in Karriere und Leben Charles' - entsprechend endet 'Ray' auch in den 70er Jahren, als er den Zenit seines Schaffens gerade überschritten hat.
Die Musik ist der Motor. Sie speist den Film, wie sie auch das Leben von Ray Charles gespeist hat: Wenn Hackford, der bereits 1987 in der Chuck-Berry-Doku 'Hail! Hail! Rock'n'Roll' bewiesen hatte, wie perfekt er Bilder mit dem Rhythmus von Popmusik synchronisieren kann, auf das Privatleben von Charles blickt, ist das stets untrennbar mit seinem Schaffensdrang und der dazugehörigen Lust auf Leben und Erfahrung verbunden. Wenn er sich anderen Frauen hingibt oder bereitwillig Drogen nimmt, dann entspringt das der gleichen Quelle, die ihn auch Musik fühlen lässt. Und es ist ein Verdrängungsmechanismus, wie zahlreiche, farblich leicht übersteuerte Rückblenden deutlich zeigen: Mit Musik, Sex und Rausch kann Ray Charles vergessen, dass er aus armen Verhältnissen stammt, ein Schwarzer ist und sein Augenlicht verloren hat. Und er lässt die Stimmen in seinem Kopf verstummen, die ihm einreden, er trage schuld am Unfalltod seines Bruders.
So entsteht eine dramatische Dynamik, die dem Film eine eigentümliche Spannung verleiht: Tatsächlich bleibt Ray Charles ein Enigma - ein Mann buchstäblich ohne Augen, dessen omnipräsente Sonnenbrille den Blick in seine Seele verweigert, obwohl man hautnah an seinen Triumphen, seinem Glück, seinem Schmerz teilhat. Nie ist Charles so richtig greifbar, weil er stets auf einem anderen Planeten zu leben scheint als alle anderen. Jamie Foxx, nach 'Collateral' mit seiner zweiten starken Leistung in diesem Jahr, bringt das perfekt rüber, speziell wenn seine Figur mit unausweichlichen Realitäten, etwa dem Gesetz, seinen Mitmusikern oder seiner Ehefrau, konfrontiert wird. Da fliegen Funken, wie sie in Biopics ganz selten fliegen. So mag 'Ray' die politische Dimension eines 'Ali' weitgehend vermissen, und doch lässt er keine Wünsche offen. Nicht nur für Musikfans (die sich freuen werden, dass man auch Black-Music-Größen wie Quincy Jones, Ahmet Ertegun, Jerry Wexler oder David Newman als Figuren antrifft) rockt er wie kaum ein Film zuvor. Ray Charles kann stolz sein.
Der Film entstand mit der vollen Unterstützung von Ray Charles, der ihn in einer vollständigen Schnittfassung vor seinem Tod am 10. Juni 2004 sah und ihm seinen Segen gab. ts.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Energiegeladenes Biopic über das Musiker- und Privatleben des blinden Soulgenies Ray Charles.
Kurzbeschreibung
Um als professioneller Musiker zu arbeiten, musste Ray Charles drei Hürden zu Beginn seiner Karriere nehmen, als er 1947 auf eigene Faust von Florida nach Seattle reiste: Er war blind, arm und schwarz. Als Leader einer kleinen Tingel-Band und bald Chartsensation gelingt es ihm, auch das weiße Publikum zu begeistern.
Produktbeschreibungen
Ray Charles sah die Welt,
wie sie sich niemand vorstellen konnte ...
Dieser Geheimtipp ist ein atemberaubender Höhepunkt der neuen Saison: "Ray" ist großes Erzählkino, von Regisseur Taylor Hackford brillant inszeniert. Einer der faszinierendsten Filme des Jahres, der nicht nur Musikliebhaber, sondern das ganze Publikum begeistern wird. Voll beeindruckender Bilder aus der Zeit pulsierender Musikclubs, in denen Rays (Jamie Foxx) Karriere begann ... Niemand hätte geglaubt, dass aus dem Jungen, der bereits mit sechs Jahren erblindete und der aus einer der ärmsten Gegenden Floridas kam, einmal eine Musiklegende werden würde. Rays dramatische Lebensgeschichte ist die Mannes, der härter kämpfte und mehr riskierte, als es irgendjemand für möglich gehalten hätte. "Brother Ray" ist Gottes Musik und Teufels Werk und er kreierte seinen Soul, der unverwechselbar ist!
Der Film entstand mit der vollen Unterstützung von Ray Charles, der ihn noch zu Lebzeiten in seiner vollen Länge sah. Hauptdarsteller Jamie Foxx zeigt darin eine schauspielerische Meisterleistung, die ihresgleichen sucht.
Bewegend,
wie sie sich niemand vorstellen konnte ...
Dieser Geheimtipp ist ein atemberaubender Höhepunkt der neuen Saison: "Ray" ist großes Erzählkino, von Regisseur Taylor Hackford brillant inszeniert. Einer der faszinierendsten Filme des Jahres, der nicht nur Musikliebhaber, sondern das ganze Publikum begeistern wird. Voll beeindruckender Bilder aus der Zeit pulsierender Musikclubs, in denen Rays (Jamie Foxx) Karriere begann ... Niemand hätte geglaubt, dass aus dem Jungen, der bereits mit sechs Jahren erblindete und der aus einer der ärmsten Gegenden Floridas kam, einmal eine Musiklegende werden würde. Rays dramatische Lebensgeschichte ist die Mannes, der härter kämpfte und mehr riskierte, als es irgendjemand für möglich gehalten hätte. "Brother Ray" ist Gottes Musik und Teufels Werk und er kreierte seinen Soul, der unverwechselbar ist!
Der Film entstand mit der vollen Unterstützung von Ray Charles, der ihn noch zu Lebzeiten in seiner vollen Länge sah. Hauptdarsteller Jamie Foxx zeigt darin eine schauspielerische Meisterleistung, die ihresgleichen sucht.
Bewegend,