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100 Jahre Universal Pictures
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Produktinformation
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Das Jahr 2004 stand ganz im Namen der filmischen Biographien. Filme wie ALEXANDER, AVIATOR und KINSEY sorgten an den Kinokassen für Furore. Neben diesen Genrevertretern, welche unter anderem von keinen Geringeren als Oliver Stone und Martin Scorsese inszeniert wurden, war es die Arbeit eines eher unbekannteren Regisseurs, der den Kinozuschauern ein Staunen auf die Gesichter zauberte. Taylor Hackford bewies mit der Verfilmung von Ray Charles' Leben, dass er sich keineswegs vor den „Großen" zu verstecken braucht.
Inszenatorisch hat dieses Lebenswerkes den Konkurrenten einiges voraus, denn „geschönt" wurde hier nichts. RAY geht also recht hart mit seinem Protagonisten ins Gericht, was ihn von der breiten Masse kürzlich erschienener Werke deutlich abgrenzt. Ray Charles Robinson war nämlich nicht nur ein begnadeter Musiker, er war zudem ein Drogen-Junkie und verlor immer mehr die Kontrolle über sein Leben. Erst spät und nach etlichen Therapien bekam er sein Leben wieder in den Griff und führte seine Karriere weiter.
Die meisten von uns kennen den leider kürzlich verstorbenen Ray Charles (1930-2004) noch aus etlichen TV-Auftritten und Konzerten. Er war nicht nur ein einzigartiger Künstler, auch seine Gestik und Mimik haben sich unauslöschlich in unsere Erinnerungen eingebrannt. Für mich war es daher fraglich, ob ein Film wie RAY überhaupt funktionieren könne, denn einen passenden Schauspieler für diese Rolle zu finden, hielt ich für unmöglich. Doch glücklicherweise hatte ich da weit gefehlt, denn mit der Verpflichtung von Jamie Foxx für das Projekt tat Regisseur Taylor Hackford, einen wahren Glücksgriff. Wer den Film gesehen hat, wird es bestätigen können; Jamie Foxx spielt nicht Ray Charles, er wurde zu Ray Charles. Die Imitation ist geradezu perfekt. Nicht nur dass Jamie Foxx jegliche Gestik und Bewegungen perfekt beherrscht, auch die einzigartige Artikulation und Aussprache der Musiklegende gibt er verblüffend real wieder. Für ihn ist das - wenn auch sicher etwas früh - die Rolle seines Lebens gewesen und der OSCAR als Bester Hauptdarsteller mehr als gerechtfertigt, denn in den letzten Jahren gab es niemanden, der auch nur annähernd eine ähnliche Leistung vollbrachte.
Doch nicht nur auf schauspielerischer Ebene hat man alles richtig gemacht. Die Geschichte wurde äußerst abwechslungsreich inszeniert und bietet durch viele Rückblicke und beklemmende Einstellungen einen ordentlichen Spannungsbogen, der gemeinsam mit dem überwältigenden Soundtrack die 140 Minuten Spielzeit wie im Fluge dahin schmelzen läst.
RAY ist mit Sicherheit einer der besten Filme der letzten Jahre, denn hier stimmt einfach alles. Natürlich spricht er Publikum mit einer Vorliebe für Blues und Jazz eher an, als Action-Fans, doch schon alleine auf Grund der gigantischen Leistung von Jamie Foxx sollte sich niemand, der sich auch nur annähernd als Cineast bezeichnen möchte, den Film verpassen. Einfach grandios!
Mit seinen über siebzig (!) Hits wird er als einer der vielseitigsten und beständigsten amerikanischen Musiker zum generations- und stilübergreifenden Idol. Seinen vielen Fans wird der kurz vor Vollendung seines fünfundsiebzigsten Lebensjahres (2004), verstorbene geniale und sympathische Musiker unvergessen bleiben.......
Taylor Hackford hat mit seinem Film "Ray" nicht nur ein Denkmal gesetzt, sondern dem Musiker sicherlich noch weitere Fans angeworben. Seine fünfzehnjährige Wartezeit zur Verfilmung zahlte sich aus, denn erst dann sollte ihm mit Jamie Foxx der ultimative Schauspieler für die Rolle des Protagonisten zur Verfügung stehen, der schließlich für seine ergreifende und authentische Darstellung den Oscar in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" erhalten sollte. Ihm ist eine überzeugende Darstellung von Ups & Downs, Freud und Leid im bewegten Leben des blinden Sängers gelungen. Besonders wie dieser seine Behinderung des Blindseins meistert, seine Heroinsucht besiegt und auch sein beeindruckendes Engagement gegen Rassismus. Bemerkenswert: Foxx, selbst ausgebildeter Pianist und Sänger, perfomt alle Musikstücke selbst!
Der Film "Ray" garantiert ein emotionsreiches und fesselndes Film- und Musikerlebnis, bei dem der Cineast u. a. auch erfährt, wie einige Songs, z. B. "Hit the Road Jack" entstanden sind. Darüber hinaus bietet eine zweite DVD Bonusmaterial, wie die vollständigen Musikszenen, 14 geschnittene Szenen der erweiterten Fassung, die Metamorphose von Jamie Fox in Ray Charles, eine fantastische Jamsession von Ray und Jamie Foxx und Erinnerungen an Ray Charles mit seinen Freunden.
Der mit einem zweiten Oscar (Bester Ton) ausgezeichnete, und in vier weiteren Kategorien nominierte Film ist auch eine zeit- und sozialgeschichtliche Dokumentation, die den Zuschauer stimmungsvoll in die Atmosphären der 30er, 40er und 50er Jahre versetzt. Die mit einem Booklet ausgestattete Doppel-DVD "Ray" ist besonders empfehlenswert und verdient die Höchstwertung von 5 Amazonsternen!
Um über Mr. Charles seiner Karriere mehr zu erfahren, ist diese Filmbiografie genau das Richtige. Lesen Sie weiter...
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