Eine einfache Spielidee, die man sich eigentlich auch selbst basteln kann, aber die gute Aufmachung macht es schon attraktiver als eine eigene Kopie.
Schade, dass der Titel eingedeutscht wurde. "Merk-mal" klingt so erzieherisch und so gar nicht nach Spass.Wenn ich auch sonst nicht für Anglizismen bin, so verdeutlicht der alte Titel "Memostory" die Spielidee besser und attraktiver.
Dass man sich an Hand von abgelegten Karten eine Geschichte merken muss ist eine Sache, aber der besondere Spass liegt für mich eigentlich in der Produktion der Geschichten. Man legt eine Karte mit einem Ort, einer Person oder eines Gegenstand auf den Tisch und sagt einen Satz, in dem der Begriff auf der Karte enthalten sein muss. Der nächste muss die Geschichte mit seiner Karte und ebenfalls nur einem Satz fortsetzen. Aber wie verbinden Sie z.B. Lippenstift mit Bohrinsel und Rasenmäher. Die Sätze müssen grammatikalisch richtig sein und in sich die richtigen Bezüge haben, aber ansonsten lässt man seiner Fantasie freien Lauf.
Man könnte z.B. sagen. "Gestern hat Rita Ihren Lippenstift verloren. Ihr Freund hat ihn als Erinnerung mit auf eine Bohrinsel genommen. Rita telefoniert mit einer Freundin "Gut dass Du dir endlich einen neuen Rasenmäher gekauft hast." Es kommen die lustigsten Dinge dabei heraus. Ich habe das Spiel fast immer dabei, da man es überall schnell und einfach spielen kann. Spielt man es mit Kindern würde ich empfehlen einige Karten, die zu kompliziert sind, zu entfernen.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man die Ausdruckfähigkeit und die Konzentration von Kinder gut fördern kann, entweder durch das Entwickeln der Geschichten oder durch das Nacherzählen in der richtigen Reihenfolge der gelegten Karten. Die Regeln sind einfach und gut erklärt.
Wenn einem nicht sofort "logische" Geschichten einfallen, empfehle ich, nicht sofort aufzugeben. Ein bisschen Übung braucht man vielleicht, aber dann ist es ein super Spass und auch ein tolles Mitbringsel auch für eine Party.