Ich habe die Sendung "Rette die Million" bisher noch nie gesehen, daher kann ich keinerlei Vergleiche aufstellen die das Spiel mit der Show vergleichen. Ich kann nur das Spiel als Quizspiel an sich bewerten.
Was macht ein Quizspiel nun aus? Das sind natürlich in erster Linie die Fragen. Die Fragen in "Rette die Million" kann man größtenteils Wissen, oder man hat zumindest eine Ahnung was die mögliche Antwort sein könnte. Sie sind auf gar keinen Fall auf Trivial Pursuit Niveau, was ich persönlicih sehr gut finde, da das Spiel somit jeder spielen kann.
Interessant ist der Wertungsmechanismus, bzw. wie das Spiel an sich abläuft.
In den ersten Runden gibt es zu jeder Frage vier Möglichkeiten zur Auswahl, später drei, und bei der letzten Frage nur noch zwei Antwortmöglichkeiten.
Der Moderartor nimmt sich zwei Fragekarten aus dem aktuellen Schwierigkeitsgradfach und liest die Überschrift vor, die einen Hinweis darauf gibt, in welche Richtung die Frage gehen könnte, z.B. "Republik" oder "Schneegestöber". Von diesen beiden darf sich das Rateteam dann eine aussuchen. Daraufhin liest der Moderator die Antworten und die Frage vor.
Das Team hat zu beginn eine Million Euro, aufgeteilt in 25.000 Pappmarker. Es gibt ein Spielfeld mit vier Felder für vier Antwortmöglichkeiten. Nun muss diese Million eingesetzt werden. Wenn man sich absolut sicher ist, das man die Antwort weiß, kann man alles auf ein Feld setzen. Ist man sich unsicher oder schwankt man zwischen zwei oder drei Antworten kann man das Geld auch aufteilen, also z.B. 300.000 auf Antwort A, 300.000 auf Antwort B und 400.000 auf Antwort C setzen.
Ist sich das Team einig zieht der Moderator die falschen Antworten heraus. Das Spielfeld ist auf einer Vorrichtung auf der man die ABCD Karten herausziehen kann und somit evlt. eingesetzes Geld nach unten fällt. Dieses Geld ist dann weg und die Spieler haben fortan nur noch das Geld zur Verfügung, das auf dem richtigen Feld liegengeblieben ist. In den folgenden Runden läuft das Spiel genau so ab, so das das Geld mit der Zeit in der Regel immer weniger wird.
Die Frage die sich immer stellt: Volles Risiko oder doch wenigstens etwas retten und das Geld aufteilen? Wenn man kein Geld mehr übrig hat ist man aus dem Spiel ausgeschieden.
Soweit so gut: Das ganze funktioniert, macht Spass und lässt richtiges Zockerfieber aufkommen. Einige Wermutstropfen gibt es aber dennoch:
Es gibt keinen direkten Wettstreit bei mehreren Mitspielern, es gibt immer nur ein Rateteam und den Moderator. Möchte man kompetetiv spielen, so muss man einfach zwei oder mehrere Durchgänge spielen und dann einfach schauen welches Team nach allen Durchgängen am meisten Geld übrig hatte. Es wurde keine Variante wie z.B. in Wer wird Millionär eingebaut, wo alle Spieler gleichzeitig mit den gleichen Fragen spielen. Das ist einerseits sehr schade. Auf der anderen Seite dachte ich nach dem Lesen der Anleitung das mich genau dieses Manko extrem stören würde, da ich aber ein Zocker mit dem Hang zum Größenwahn bin, funktioniert das Spiel für mich persönlich trotzdem, allerdings nur wenn ich zu Zweit spiele. Mit mehr Spielern würde ich persönlich ein Quizspiel vorziehen, das es mehr Spielern gleichzeitig erlaubt an dem Geschehen in irgendeiner Art und Weise teilzuhaben.
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Als Fazit kann man sagen das Rette die Million ein sehr gutes Quizspiel mit Zockerelementen ist. Dieses Zockerelement macht es für mich persönlich zum derzeit interessantesten Quizspiel. Einer gegen einen, Männer gegen Frauen, Paar gegen Paar, es funktioniert wieder erwarten in allen Konstellationen sehr gut, es macht sehr viel Spass und es ist zwar schwer zu gewinnen, aber durchaus machbar. Wer gerne zockt ist bei diesem Spiel genau richtig. Gefällt mir momentan sogar besser als Bezzerwizzer