Ich habe dieses Spiel für unsere Grundschulbetreuung gekauft und es den Kindern mit den Worten "hier dürft ihr mal schummeln und schwindeln" überreicht. Sie haben es ganz toll angenommen.
Das Spiel wird mit verdeckten Karten gespielt. Die Karten sind sehr ansprechend gestaltet mit den Gemüsesorten, die für alle Kinder erkennbar sind, ausser vielleicht den Auberginen, die man aber auch gut erklären kann und sicher nicht für alle Kinder unbekannt sind. Das heißt, jeder bekommt 8 Karten und zusätzlich 4 Sonderkarten, diese sind für alle gleich. Der Rest wird als Ziehstapel bereitgelegt.Der jüngste Spieler beginnt und legt eine seiner Karten verdeckt ab und benennt dabei eine der Gemüsesorten. Der nächste Spieler legt eine Karte verdeckt auf die des Vorgängers ab, nennt dabei die vorgenannte Gemüsesorte. Allerdings muss er nicht diese ablegen, sondern er kann schummeln und eine andere Gemüsesorte ablegen. Der nachfolgende Spieler kann dies nun glauben, und wie oben beschrieben weitermachen, oder aber er zweifelt an seinem Vorgänger und sagt dies. Dabei deckt er die verdeckte Karte auf und zeigt sie allen. Wenn die Gemüsesorte mit der genannten übereinstimmt, muss der Zweifler soviele Karten vom Aufziehstapel nehmen, wie die Karte anzeigt. Hat der vorhergehende Spieler tatsächlich geschummelt, muss der die Karten aufnehmen.
Die Sonderkarten haben folgende Funktionen:
Gemüsewechsel - kann man legen, wenn man nicht schummeln möchte, aber die genannte Gemüsesorte nicht auf der Hand hat,
Richtungswechsel - wie der Name sagt, wird dadurch die Spielrichtung geändert,
2x - beim Strafkarten aufnehmen muss die doppelte Menge aufgenommen werden.
Diese 3 Sonderkarten werden immer vor dem Zug und offen ausgespielt.
Die letzte Sonderkarte - die Bombe - wird verdeckt ausgespielt. Man kann sie einfach schummelnd als Gemüsekarte legen. Wird diese angezweifelt, muss der Zweifler den ganzen Ablagestapel aufnehmen.
Nach jedem Zweifeln beginnt eine neue Runde mit einer neuen Gemüsesorte.
Es wird solange gespielt, bis der erste Spieler keine Karten mehr hat, die anderen zählen dann ihre Punkte entsprechend ihrer Karten, wobei die Gemüsekarte ihren Wert haben und Sonderkarten je 10 Punkte zählen. Der mit den meisten Punkten hat dann verloren.
Wenn alle noch Karten haben, der Ziehstapel zum zweiten Mal durchgemischt wurde, ist das Spiel zu Ende und der mit den wenigsten Punkten gewinnt.
Die Regeln sind schnell erklärt, einzig die Funktion der Sonderkarten wie Gemüsewechsel und das zweifache Aufnehmen brauchen ein paar Worte mehr. Die Bombe ist natürlich der absolute Favorit, schade für die Kinder, dass nicht noch ein paar mehr davon zu haben sind.
Die Kinder haben die Regeln aber relativ schnell verstanden und sind auch schnell in der Lage gewesen, es ohne erwachsene Mitspieler zu spielen.