Spielmaterial:
Sehr schön und atmosphärisch illustriert, die Spielbretter könnten aus etwas dickerer Pappe sein.
Insgesamt aber, wie bei ,Alea' gewohnt, gutes spielbares Material aus Holz und Pappe.
Spielanleitung:
Typische ,Alea' - Regel, gut verständlich, mit Beispielen und Bildern.
Obwohl die Personen und Gebiete durch Symbole gut erklärt sind, muss man bei den ersten Spielen doch ab und zu in die Regel schauen, um dessen genaue Bedeutung zu erfahren, da ist dann das einzelne Personenbeiblatt ganz praktisch.
Eine kurze Zugübersicht wäre noch sinnvoll, damit man die einzelnen Phasen auf einen Blick hat, um nichts zu vergessen (z.B. vergaßen wir in den ersten Spielen oft die Seuche, oder die Notre Dame-Wertung).
Spielprinzip:
Taktisch, obwohl durch die Karten ein großer Glücksanteil vorhanden ist. Aber durch den sehr originellen Kartenmechanismus und die vielen Möglichkeiten ist genug Spielraum zum Taktieren.
Kurzer Spielablauf:
Nach Spieleranzahl wird das Spielfeld aufgebaut und pro Runde werden 3 Personenkarten aufgedeckt.
Jeder Spieler hat das gleiche Kartendeck zu je 9 Karten, welche verschiedene Aktionen in den Gebieten erlauben (Kutsche bewegen, Geld, Siegpunkte bekommen usw.). Von den 9 Karten nimmt man die obersten 3, von denen man aber 2 an den Nachbarn weiter gibt. Von den erhaltenen 2 gibt man dann noch 1 weiter, so hat jeder Spieler 3 Karten zum Spielen, von denen aber nur 2 eingesetzt werden, die letzte wird ungenutzt abgeworfen.
Von den 3 ausliegenden Personen, darf man noch eine bestechen, was einem noch andere Vorteile (Geld, Siegpunkte, Ratten abwehren usw.) einbringt.
Am Ende werden noch die Ratten auf den ausliegenden Personenkarten gezählt, was dann eventuell zum Verlust von Siegpunkten und Spielsteinen führen kann, sofern die Anzahl in dem eigenen Spielbereich 9 Ratten übersteigt.
Nach jeder 3. Runde wird noch die Notre Dame gewertet und nach insgesamt 9 Runden hat der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewonnen.
Spieleranzahl und Spielzeit:
Zu 2. sehr gut funktionierend in ca. 1 Stunde. Mit mehreren Spielern habe ich es bis jetzt noch nicht gespielt.
Fazit:
Zur Zeit meine absolute Nr. 1, sehr hoher Wiederspielreiz, weil es sich leicht und locker spielen lässt, dabei aber genug Komplexität besitzt.
Einer der ersten Plätze, wenn nicht sogar der Erste beim Deutschen Spiele Preis dürfte ,Notre Dame' sicher sein.