Mister X ist sozusagen eine aktualisierte Fassung vom guten, alten Scotland Yard. Im großen Ganzen ist das Spielkonzept gleich geblieben, aber durch die kleinen, aber feinen Neuerungen hat das Spiel wirklich gewonnen. Es wird abwechslungreicher und spannender.
Eine Neuerung ist, dass Mister X nun nicht einfach so über den Plan zieht und sich über die Zeit retten muss, sondern dass es drei Startregionen und drei Zielregionen gibt, von denen er sich jeweils eine aussucht. Er muss also z. B. von Nordweste nach Südosten und gewinnt, wenn er eine der Zielstädte erreicht hat.
Die zweite Neuerung ist, dass sich Mister X nun nicht mehr in bestimmten Runden zeigen muss. Die Detektive erfahren immer nur wo Mister X schon war, wenn sie entweder auf einem Feld landen, auf dem er grade erst war oder wenn sie ihn durch eine Sonderaktion zwingen einen Teil seiner Route preiszugeben.
Es gibt zwei Sonderaktionen für die Detektive (Position sehen und Sonderzug) und zwei Aktionen für Mister X (Doppelzug und unbekanntes Verkehrsmittel = Black Ticket). Das gleicht für Mister X ebenfalls dem Vorgängerspiel, wird aber anders ausgelöst. Er muss eine Anzahl von gleichen Tickets sammeln und abgeben um die Aktionen zu tätigen.
Da man hier keine feste Ticketverteilung bekommt (wie in Scotland Yard), sondern immer wieder nachzieht, ist das Nachzieh-Glück nicht unerheblich, allerdings macht es die Partien spannender und auch unterschiedlicher.
Mister X ist ein gelungenes Update des Klassikers der (teil-)kooperativen Spiele, mit guter Ausstattung.
Im 2er-Spiel hat man laut Regeln wirklich zu wenige Tickets um alles nutzen zu können. Das lässt sich aber sehr leicht beheben, wenn der Detektivspieler einfach 10 oder 11 Tickets bekommt, statt den vorgegebenen 9. Dann ergibt sich auch hier ein enges und spannendes Spiel.