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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Altmodischer Hard Rock wie Black Sabbath, 27. Mai 2006
Mein lieber Scholli. In letzter Zeit überzeugen mich Metal Heaven immer mehr mit einigen sehr guten Signings. Ähnlich wie Bloodbound mit "Nosferatu" konnte mich Empire mit "The Raven Ride" mehr als positiv überraschen.
Die Musik ist eindeutig auf Black Sabbath zu "Headless Cross"-Zeiten zugeschnitten, was wohl auch daran liegt, dass man mit Tony Martin - seines Zeichens Ex-Shouter von Black Sabbath - einen sehr bekannten Namen an Bord hat. Der Titeltrack ist ja auch gleich der Opener und geht sofort ins Ohr - stampfender Riff mit einer schönen Prise Bombast - das macht Lust auf mehr.
Und das "mehr" ist einfach nur eindrucksvoll. Jeder Song ist in sich schlüssig und so wird die CD zu einem sehr guten Werk. Als Anspieltipps möchte ich mal noch "What Would I Do?" und das geniale "The Devil Speaks, The Sinner Cries" nennen.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Steil nach oben..., 12. Juni 2006
...gehts für Empire. Die letzte CD "Trading Souls" (2002) enthielt schon gute Songs, war aber alles in allem zu unspektakulär und brav. Vor allem konnte Tony Martin seine Gänsehaut-Stimme nicht richtig ausfahren, weil er fast immer in tiefer Lage und oft auch mit viel Background-Vocals unterlegt sang. Das hat sich hier deutlich geändert, was direkt der Titelsong eindrucksvoll beweist. Die Grooves sind härter und druckvoller, die instrumentalen Einzelleistungen kommen so mehr zur Geltung. Die Songs sind vielseitiger geworden (musikalisch wie textlich) und haben eine unglaublich intensive Atmosphäre. Das liegt natürlich in erster Linie am Sänger, der teilweise besser klingt, als in seiner goldenen Zeit bei Sabbath! Man kann mich Old-School schimpfen, aber für mich braucht ein guter Metalsong einen Text, der sich im weitesten Sinne mit dem Teufel und seiner Tochter befasst. Und das ist hier zumindest mit dem letzten Stück, das mich durch seine perfekte Verbindung melodischer und gothicmäßiger Passagen absolut überzeugt hat, perfekt gelungen. Aber auch die anderen Stücke haben gute, super auf die Stimmung zugeschnittene Texte; straightere Rocker wie Breathe, Maximum oder I can´t trust myself wechseln ab mit düstern Stücken (Al-Sirat, Satanic Curses), auch eine Ballade ist vertreten (What would I do). Ausfälle gibt es keine, Höhepunkte sind das erste und das letzte Lied.
Ich hoffe sehr, dass die Band möglichst nicht in dreieinhalb Jahren, sondern deutlich früher die nächste Hammer-CD veröffentlicht. Und wenn dabei die Entwicklung so weitergeht, wie von der letzten CD zu "Raven Ride", dann wird man bald nicht mehr von Sabbath 87-95, sondern von Empire als DER Tony-Martin-Band sprechen (und das, obwohl er solistisch und mit Aldo Giuntini noch zwei sehr heiße Eisen im Feuer hat)!
Unbedingt kaufen, wenn ihr etwas für Tony Martin oder melodischen, anspruchsvollen Metal im allgemeinen übrig habt!
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4.0 von 5 Sternen
The Raven Ride, 28. November 2009
Analysieren wir das Album mal Song für Song:
1) The Raven Ride:
Der Opener beginnt gleich in Black Sabbath- Manier. Das Riff weißt Ähnlichkeiten mit dem Klassiker "Neon Knights" auf, ist allerdings langsamer und düsterer. Tony Martin kann hier seine Stimme voll entfalten. Textlich gesehen ist der Song ein typisches Tony Martin-Werk. Düstere, ein bisschen fantasylastige, Lyrics, in denen scharf Gesellschaftskritik geübt wird. Konkret geht es um Heuchelei in Religion und Krieg. Ein gelungener Opener, auch wenn hier leider auserechnet Rolf Munkes, das eigentliche Mastermind hinter Empire, ein wenig schwächelt. Seine Soli sind zwar nicht schlecht, aber hauen einen auch nicht vom Hocker. (8/10)
2) Breathe:
"Breathe" knüpft an den Opener in jederlei Hinsicht an. Ein Sabbath-ähnliches Riff und handelt ebenfalls von Religion. Das Tempo wird noch ein wenig gedrosselt, dafür steigt die Düsternis an. Hier kann auch Munkes endlich ein geniales Solo ablassen. Der Ausnahmesänger Martin kann sowieso überzeugen. Eine Steigerung zu "The Raven Ride" in jeder Beziehung. (10/10)
3) Carbon Based Lifeform:
Mit leicht verfremdetem Schlagzeug beginnt dieser Song. Anstatt des Sabbath-Metal geht dieser Song eher in eine Hardrock Richtung. Anfangs klingt der Song gerade wegen dem Schlagzeug noch ein wenig seltsam, er steigert sich aber nach mehrerem Hören und wurde schließlich mein persönlicher Favorit. Thematisch greift Tony Martin auf das Thema Außenseitertum zurück. (10/10)
4) Satanic Curses:
Wieder im Metal angekommen schleppt sich der langsame Song vorwärts. Der stampfende Rhythmus und die düsteren Texte lassen gar an "Headless Cross"-Zeiten erinnern. Leider erreicht der Song nicht ganz das Niveau des seligen Albums. (7/10)
5) Al Sirat:
Dieser arabisch anmutende Song ist wieder einer der langsameren. Obwohl instrumental etwas zurückhaltend, bietet er den perfekten Nährboden für Martins unvergleichliche Stimme. Starker Track. (9/10)
6) What Would I Do:
Die obligatorische Ballade auf dem Album. Genauso klingt sie leider auch. Irgendwie nicht ehrlich. Irgendwie wie eine typische Hardrock/Metal-Ballade. Einfach zu klischeehaft. Nicht schlecht, aber schon tausendmal gehört. Einzig positiv hier ist überraschenderweise der relativ klischeefreie Text. Schade darum, er hätte eine bessere musikalische Untermalung verdient. (5/10)
7) Changing World:
Die wohl direktesten Lyrics auf dem Album. Es geht um die globale Erwärmung. Vielleicht ein bisschen einfallslos das Thema, aber insgesamt funktioniert der Song hervorragend. (8/10)
8) Maximum:
Gleich zu Beginn wird man hier überrascht. Tony Martin schreit sich in Hetfield-Manier seine Seele aus dem Leib. So hat man ihn noch nie singen gehört. Dazu gibt es Stakkato-Rhythmen von Mr. Munkes. Der Song ist endlich auch wieder ein richtiges Highlight, trotz vieler Wiederholungen. (9/10)
9) I Can't Trust Myself:
Ein eher poppiger Lovesong in Bon Jovi-Manier. Ganz nett, aber nicht herausstechend. Irgendwie passt der Sound hier nicht. Generell ist er ja super auf dem Album, aber für diese Art von Song ist er irgendwie zu metallisch.
10) The Devil Speaks, The Sinner Cries:
Nun, dieses Riff hätte von Tony Iommi persönlich stammen können. Das Album ging ja mit wenigen Abstrichen generell in eine Black Sabbath Richtung, aber nirgends so sehr wie hier. Das ist legitim, da Tony Martin ja lange Zeit Sänger bei Sabbath war. Der Song selbst hält was er verspricht. In den Strophen spricht Tony Martin mit zynischer, boshafter Stimme anstatt zu singen, im Refrain shoutet er sich jede Menge Schmerz aus dem Leibe. Das mag merkwürdig klingen und zugegeben, ist am Anfang auch etwas gewöhnungsbedürftig, aber funktioniert auch ganz gut. Von der Atmosphäre her könnte man den Song am Besten mit "The Eternal Idol" vom gleichnamigen Album vergleichen. (10/10)
Fazit: "The Raven Ride" ist ein rundum gelunges Album. Klar, das Rad wird hier nicht neu erfunden, aber es ist eine kleine Zeitreise in die "Headless Cross"- und "Tyr"-Ära von Black Sabbath. Wäre Iommi damals mit Tony Martin, Neil Murray, Geoff Nichols und Cozy Powell zusammen geblieben, dürfte der "Tyr"-Nachfolger wohl so ähnlich geklungen haben.
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