Wenn der Morgen kommt und andere Drogen genommen werden, wenn die Sonne scheint und der Sommer regiert, wenn Milde, Offenheit und Zartgefühl die Stimmungen bestimmen, erhebt sich auch die Erzählung Rave hoch in die Lüfte, um sich auf Ibiza wiederzufinden, paar Tage, am Meer, am Strand, in Autos, auf sommerlichen Münchner Wiesen, wo das Blühende auch junge Mädchen sind, die die jungen Männer einweihen in ihre Welt, wo man sich berührt und miteinander rummacht, wo es plötzlich auch mal knallt. Eine schöne Sache.
Schließlich war das Ding kaputt genug. Ich konnte darüber schreiben. Die Szene: verdunkelte Räume, Hotelzimmer, kleine Grüppchen. Vereinzelte, die eingefroren vor dem weißen Pulver sitzen. Starr und hektisch: die Dealer, das Denken, der Triumph der Negativität. Ehrlich gesagt: auch nicht schlecht. Böse Geschichten von Freundschaft und Liebe als Verrat der Liebe, auch direkt kraß und nackt als Sex: Kaputte Szene. Wohin soll das führen? - Irgendwo schleppt sich zu jeder Stunde ein von einem solchen Wochenende im Exzeß brutal Zerstörter auf den ganz normalen täglichen Menschenstraßen endfertig dahin. Heimlich hält er Ausschau nach einer Zeitung, um zu erfahren, welcher Tag heute ist. Und er liest da die Worte: "Komm her, Sternschnuppe!"
Klingt doch gut.


