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Rave: Erzählung (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Rainald Goetz
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,50 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

24. April 2001 suhrkamp taschenbuch (Buch 3237)
Was machen diese Nachtlebenleute eigentlich, wenn sie da jedes Wochenende irgendwo zum Feiern gehen? Sie hören Musik und tanzen. Sie gehen aus zum Abfeiern, Aufreißen und Ausrasten. Sie betreten finstere Löcher, da, wo über der Türe das Schild hängt: wissen, wer ich bin. - Wer bist du? - Sie reden und verstehen sich, ohne hören zu können, was der andere sagt. Die ausgetauschten Worte passen nicht so richtig zueinander. Es ist auch dauernd ziemlich laut und ziemlich voll. Wirr: der eine Typ. Dark: ein zweiter. Sie tanzen und vergessen was sie denken.
Wenn der Morgen kommt und andere Drogen genommen werden, wenn die Sonne scheint und der Sommer regiert, wenn Milde, Offenheit und Zartgefühl die Stimmungen bestimmen, erhebt sich auch die Erzählung Rave hoch in die Lüfte, um sich auf Ibiza wiederzufinden, paar Tage, am Meer, am Strand, in Autos, auf sommerlichen Münchner Wiesen, wo das Blühende auch junge Mädchen sind, die die jungen Männer einweihen in ihre Welt, wo man sich berührt und miteinander rummacht, wo es plötzlich auch mal knallt. Eine schöne Sache.
Schließlich war das Ding kaputt genug. Ich konnte darüber schreiben. Die Szene: verdunkelte Räume, Hotelzimmer, kleine Grüppchen. Vereinzelte, die eingefroren vor dem weißen Pulver sitzen. Starr und hektisch: die Dealer, das Denken, der Triumph der Negativität. Ehrlich gesagt: auch nicht schlecht. Böse Geschichten von Freundschaft und Liebe als Verrat der Liebe, auch direkt kraß und nackt als Sex: Kaputte Szene. Wohin soll das führen? - Irgendwo schleppt sich zu jeder Stunde ein von einem solchen Wochenende im Exzeß brutal Zerstörter auf den ganz normalen täglichen Menschenstraßen endfertig dahin. Heimlich hält er Ausschau nach einer Zeitung, um zu erfahren, welcher Tag heute ist. Und er liest da die Worte: "Komm her, Sternschnuppe!"
Klingt doch gut.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 6 (24. April 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518397370
  • ISBN-13: 978-3518397374
  • Größe und/oder Gewicht: 17,9 x 10,9 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.355 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Rainald Goetz, der inzwischen nicht mehr ganz so junge Stirnschlitzer von Klagenfurt, ist mit einem Buch angetreten, das den Techno-Sound, die Dj-Kultur, das Leben am Rauschtropf im Titel trägt. Es geht um "Exzeß. Saufen, Sex, Gewalt und natürlich um alle Arten von Drogen und Drogenkaputtheit. Das absolut aller Kaputteste freilich, die "Totalverblödung" schlechthin, läßt uns der Erzähler wissen, das ist die "generelle Abstinenz" und alle anderen Formen von risikolosem Langweilertum.

Also Insider. Insider feiern mit Insidern, an der Tür zum Club "heute wieder großes Redakteure-, Werber-, Fotografen und Studenten-Bashing!". Draußen bleiben müssen, obwohl sie überall mit ihren Kameras und Mikrofonen dazwischenstolpern, die ignoranten Pressemenschen, die übers "Abfeiern, Aufreißen, Ausrasten" ein Filmchen drehen, einen "Textcheftext" schreiben wollen.

Was macht also der Rainald, wenn er nicht gerade snifft oder kifft oder tanzt? Er notiert die "gleichzeitig mitlaufendenden Reflexionen" zu einer "Theorie der Kritik". Er schimpft auf die intellektuelle Anmaßung, das Techno-Phänomen der 90er zu erklären. Das Grundproblem sei doch, "daß man sich für manche Phänomene der populären Kultur einfach nur aufgrund der eigenen Klassenzugehörigkeit, als zunächstmal NICHT zuständig zu qualifizieren hat, und damit eigentlich auch als UNFÄHIG, sie zu erkennen, zu verstehen, und zu bewerten".

Kritiker haben es also denkbar einfach (und die meisten haben in diese Kerbe gehauen!), das Buch als arrogante Predigt zu lesen. Ja und Nein. Über das ganze elitäre Getue hinweg faszinieren die präzisen Situationen, die Goetz mit seinem Erzählstakkato schafft: ansetzen, absetzen, nächste Rille. Das ist ein Buch, das lieber Musik wäre, von einem Autoren mit einer "Art Ahnung von Sound in mir, ein Körpergefühl, das die Schrift treffen müßte". Und dann gibt es da noch sieben thrillermäßig spannende Seiten, eine Situationsbeschreibung der Arbeit des DJ vor Publikum, eine Mikrotheorie dieser "Augenblicklichkeitskunst", die jeden Moment von übelschmeckender Attitüde in diesem Buch vergoldet.-- Nikolaus Stemmer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor

Rainald Goetz, geboren 1954 in München, studierte Medizin und Geschichte, lebt in Berlin.

Er hat bisher fünf Bücher geschrieben über die folgenden Themen: über PSYCHIATRIE den Roman Irre; über REVOLUTION die Stücke Krieg; über die RAF: Kontrolliert. Geschichte; über SPRACHE: Festung. Stücke; und über PARTY die Geschichte der Gegenwart Heute Morgen.

Mit seinem neuen Roman Johann Holtrop setzt Goetz das Buch Schlucht, eine Analyse der Nullerjahre, fort; bisher erschienen: Klage, loslabern, elfter september 2010.


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Kundenrezensionen

3.6 von 5 Sternen
3.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoher Wiedererkennungswert 18. September 2001
Von A. Krause
Format:Taschenbuch
Jeder der aktiv am Nachtleben einer Großstadt teilnimmt, muss sich in " RAVE " wiedererkennen, es sei denn er versteht es nicht, sich zu amüsieren.Kaum ein Buch beschreibt die Begeisterung für den Rausch, Suff, Sex des allabendlichen Weggehens so wie "RAVE", Goetz gelingt es perfekt, den Ekel auszudrücken den man dabei empfindet und doch nicht davon loskommt,Tanzen, Saufen, Drogen, Discobekanntschaften.Genauso ist es.Voraussetzung für dieses Gelingen ist die Abkehr von alten Erzählformen, hin zum Pop, traditionelle Stilmittel unberücksichtigt lassend schuf Goetz eine Erzählung die meinem Leben und dem Leben vieler meiner Freunde über Jahre gleicht. Bewundernswert ist die Offenheit, mit der Goetz über das "Ruppen" und "Kiffen" schreibt, es ist geradezu erfrischend und angenehm, endlich mal ein Buch zu lesen ohne diese Gutmenschenattitüde : "Nehmt bitte keine Drogen !".Goetz trifft keine Wertung zum Thema, sondern zeigt es so auf, wie es ist.Aus diesem Grunde ist dieses Buch daher nur für "Kenner" der Szene empfehlendswert.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf den Punkt 30. November 1998
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
War interessant, wie ratlos das deutsche Feuilleton mit diesem Buch umging. Da hat es einer geschafft, eine literarische Ebene für eine Subkultur zu finden, die sich bisher nur über Musik und Mode ausgedrückt hat und zu Unrecht als inhaltslos und zwanghaft hedonistisch verschrieben ist. Aber das ist ja die Hauptfunktion aller Subkulturen - die Abgrenzung nach Außen durch Abstrahierung und Kodierung. Das läßt sich nicht an germanistischen Maßstäben messen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Buch fuer Raver und deren Eltern :-) Du weisst nicht, was du Montagabend machen sollst - lies dieses Buch und die Party geht weiter. Rainald hat es verstanden, den Leser auf ganz eigene Art in seinen Bann zu ziehen. Man ist dabei, wenn er erzaehlt. Man steht neben ihm und hoert zu. Das Buch ist keine Richtigstellung ueber Techno sondern eine Tatsachenbeschreibung. Was passiert jetzt und hier und warum? Schonungslos schreibt er, was abgeht. Ohne zu verherrlichen oder zu verdammen. Das gefaellt mir.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Respekt
Rainald GoetzŽ Version der Nacht kommt meiner schon sehr nahe. Ich musste echt oft grinsen während des Lesens und dachte: "Genau so! Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Maja veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Um's zu verstehen muss man druff sein!
Ich glaube das Buch kann man nur lesen bzw. verstehen wenn man selber auf Droge ist. Ich habe versucht alle 3 Erzählungen anzulesen aber kam überhaupt nicht rein. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Alex Schultz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Raven mit Rainald
Ich hab das Buch innerhalb ein zwei Tage gelesen und fand es einfach unglaublich. Sowas habe ich noch nie vorher gelesen und nachher auch nicht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. März 2011 von Dustin
1.0 von 5 Sternen Schwach...
...mehr als Schwach...wer für soetwas Geldverlangt...den versteh ich nicht mehr. Das Buch besteht aus zusammenhangslosen Sätzen und verwirrtem gelabber. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Februar 2010 von F. Schmidt-Pereira
1.0 von 5 Sternen keine Struktur
Goetz kann mit Sprache umgehen. So weit so gut. Das allein macht noch keine gute Geschichte. Der Protagonist feiert vor sich hin und beschreibt was er sieht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Dezember 2009 von Jörn Possienke
5.0 von 5 Sternen Wunderbar!
Was Götz da macht ist in meinen Augen nur eins: Ganz große Kunst. Alles andere als oberflächlich, nie avantgardistisch-hochnäsig, einfach full-reality und zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Dezember 2009 von Flomania
5.0 von 5 Sternen kein Titel
Nimmt man Rave in der Hand, so passieren zwei Sachen, vielleicht beide offensichtlich: erstens, natürlich nicht mehr aufhören können, und zweitens, selber schreiben... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Dezember 2009 von Ciprian David
1.0 von 5 Sternen Pseudo-cooles, belangloses Gelaber ohne Esprit
Wirklich enttäuschend. Über 250 Seiten zusammenhangloses Gequatsche von zugedröhnten Raver-Heinis, vielleicht oder auch nur als-ob mitgeschrieben im ebenfalls... Lesen Sie weiter...
Am 27. August 2001 veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Ist das ein "Buch"?
Auh weia, was soll das bitte sein? Ein Scherz? Kunst? Etwa Literatur? Entschuldigung - was will mir ein Mittvierziger über das wirkliche Leben sagen? Lesen Sie weiter...
Am 20. August 2001 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Vor allem : Leben.
Ein Buch, so facettenreich, so seltsam, so befremdlich, so, auch in der Summe der Gegenaspekte : Einfach bloß toll. Lesen Sie weiter...
Am 22. Dezember 1999 veröffentlicht
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