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Rauschdrogen: Marktformen und Wirkungsweisen
 
 
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Rauschdrogen: Marktformen und Wirkungsweisen [Taschenbuch]

Thomas Geschwinde
2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 134,95  
Taschenbuch, 19. Juni 1998 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 745 Seiten
  • Verlag: Springer Berlin Heidelberg; Auflage: 4., erg. u. aktual. Aufl. (19. Juni 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354063858X
  • ISBN-13: 978-3540638582
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.201.485 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Vor der Drogenproblematik kann man zwar die Augen verschließen, solche Ignoranz würde aber der gesellschaftlichen Wirklichkeit nicht gerecht. Suchtmittel mag mancher Zeitgenosse unterschiedslos als Teufelswerk verdammen, oder -- im anderen Extrem -- als schnelle Abschalthilfe freudig begrüßen. Solches Denken geht ebenfalls an den Realitäten vorbei. Das Buch Rauschdrogen. Marktformen und Wirkungsweisen bietet ein gigantisches Reservoir an Fakten zu legalen und illegalen Drogen, es enthält sich jeder Polemik und liefert wesentlich mehr pharmakologische Daten als andere Bücher mit vergleichbarer Intention.

So sind zum Beispiel Tretters Suchtmedizin und Täschners traditionsreicher Band Rauschmittel in der Fachwelt weit verbreitet. Der Schwachpunkt dieser Bücher ist, dass sie auf alltägliche Fragen die Antwort schuldig bleiben, etwa wenn es um so genannte exotische Drogen, ungewöhnliches Konsumverhalten oder um merkwürdige Ausweichmittel geht. Süchtige entwickeln bekanntlich die abenteuerlichsten (Beschaffungs-)Techniken und Verhaltensbesonderheiten. Dieser Band nimmt die Herausforderung an.

Sein größter Vorzug ist die Vollständigkeit. Neben den Massendrogen wie Cannabis, Heroin oder Kokain werden auch die seltener missbrauchten Substanzen berücksichtigt. Ob Ketamin, GHB, Lachgas: Immer finden sich penible Beschreibungen der Wirkungen, Konsummuster und gesellschaftlichen Hintergründe. Chemische Besonderheiten der Zubereitungen, juristische Bewertungen sowie Hinweise auf möglichen Missbrauch fehlen ebenso wenig wie historische Details. Welcher jüngere Therapeut oder Arzt weiß heute noch, was "Berliner Tinke" ist? Wer erfahrene Drogennutzer betreut, darf sich in diesen Fragen keine Blöße geben. Bei den Fentanylderivaten kommt die Sprache sogar auf das Carfentanil, das "möglicherweise ... im Oktober 2002 in Moskau im Zuge einer Geiselbefreiung eingesetzt" wurde. Eine beeindruckende Aktualität!

Ausführliche Literaturverweise nehmen in Rauschdrogen breiten Raum ein. Hier sind nicht etwa Fundstellen in Standardwerken benannt, sondern exzellent ausgesuchte Hinweise auf einzelne Publikationen mit spezifischen Daten. So etwas dürfte man selbst mit Medline nur unter großem Zeitaufwand finden. Originell ist auch die Durchnummerierung der Absätze am Seitenrand; auf einer Seite finden sich etwa fünf bis zehn Nummern. Angesichts der enormen Informationsdichte eine Hilfe, die der Leser beim Nachschlagen von Querverweisen dankbar annimmt. In Inhalt und Form ist dieses Buch unschlagbar und erste Wahl für alle, die mit der Behandlung (oder Begutachtung) von Drogenabhängigen betraut sind. --Philipp-R. Schulz -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Der Rauschdrogenkonsum und Arzneimittelmißbrauch ist nach wie vor ein ernstes Problem. Mitarbeiter im Bereich der Drogenmißbrauchsbekämpfung stehen vor der Aufgabe, immer mehr Drogen und Ausweich- oder Zusatzmittel erkennen und zuordnen zu müssen. Dieses Buch wendet sich an Juristen, Kriminalbeamte, Psychologen, Sozialarbeiter und andere Berufsgruppen, die in der täglichen Praxis mit Rauschdrogen und ihren Wirkungen auf Körper und Psyche konfrontiert sind. Auch der nicht naturwissenschaftlich ausgebildete Leser erhält mit diesem Nachschlagewerk eine praktische Anleitung zur Einordnung der verschiedenen Aspekte einer bestimmten Rauschdroge im Vergleich mit anderen Substanzen. In die Neuauflage wurden die jüngsten Entwicklungen in diesem Gebiet eingearbeitet.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Marktformen und Wirkungsweisen" lautet der Untertitel, und genau so geht der Autor an die "Rauschdrogen" heran: Er liefert eine Fülle an Details zur Geschichte, Verbreitung, Soziologie, politischen und rechtlichen Konsequenzen - das ist eine Quelle, wie man sie in deutscher Sprache definitiv nirgends sonst findet.

Beispiel: Hätten Sie gewusst, dass in der DDR eine spezielle Schlafmohnsorte mit extremem Codein- statt Morphin-Gehalt gezüchtet wurde? Bitte nicht falsch verstehen: Es ist nur eins von Tausenden Detail-Infos, deren Konzentration hier wirklich schier unglaublich ist. Der Verfasser hat auch exakt gespürt, wo die Gefahr liegt (im "Verzetteln"), und darum ein Randnummern-System verwendet, das die Gliederung begleitet und die Navigation - so muss man das Lesen hier nennen - passabel macht.

Sein Ansatz ist überzeugend: Ausgehend von der gesellschaftlichen Rolle der Rauschdrogen erschließt er die Effekte der Substanzen, d.h. er charakterisiert sie quasi "ganzheitlich", sowohl somatisch-medizinisch als auch bezogen auf die Persönlichkeits- oder Gruppenstruktur, übrigens ohne die alten Stereotypen zu akzentuieren (etwa "Junkies" o.ä., wenngleich die "klassischen 'Karrieren'" natürlich ihren Platz haben).
Damit trifft er definitiv am besten die aktuellen, sehr heterogenen Verhältnisse in der User-Szene. Letztlich wird somit auch klar, warum der anfangs fast erschlagende Detailreichtum zwingend nötig ist: Weil es sonst kaum möglich wäre, die Konsummuster zu erkennen und die daraus folgenden spezifischen Risiken (bspw. "dissoziative" Drogen in Kombinationen).

Die Ausführlichkeit folgt im großen und ganzen der medizinischen und gesellschaftlichen Problematik, d.h. die besonders komplikationsträchtigen Abhängigkeiten (vgl. Heroin) nehmen den meisten Raum ein. Kritisch anmerken könnte man, dass die ebenfalls sehr verbreiteten "legalen" Varianten oder missbrauchten Stoffe (Benzodiazepine u.a.) in Relation dazu etwas kürzer kommen. Doch auch hierbei ist das Buch immer noch aussagekräftiger als z.B. Pharma-Standardwerke. Und das, obwohl diese Substanzen nicht zum Kernthema gehören - den eigentlichen Rauschdrogen.

Alles in allem eine echte Bereicherung, immer wieder gern drin gelesen. Man darf eben nie vom Äußeren auf den Inhalt schließen, diese unscheinbare Broschur hat es gewaltig in sich! Ohne überflüssige Farb-Illustrationen oder sonstigen Zierrat - einfach geballte Fakten.

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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vorsicht! 9. Juni 2003
Format:Taschenbuch
Ich habe die Ausgabe von 1996 gelesen und wenn Herr Geschwinde nicht komplett alles überarbeitet hat - was ich vermute -, dann möchte ich allen, denen es vor allem um die pharmakologische Wirkung der einzelnen Rauschdrogen geht, von diesem Werk abraten. Der Autor ist Jurist und hat keine Ahnung von der Medizin. Aber statt die medizinischen Beiträge von jemandem überarbeiten zu lassen, hat er zum Teil wirklich kompletten Unsinn geschrieben! Wer gerne mehr über die historischen und politischen Hintergründe der Drogen erfahren möchte, der kann dieses Buch ruhig kaufen, hier ist er sehr ausführlich.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vorsicht! 8. Juni 2003
Format:Taschenbuch
Habe die Ausgabe von 1996 gelesen und falls der Autor nicht komplett alles umgeschrieben hat - was ich vermute - dann möchte ich alle diejenigen, denen es vor allem um die pharmakologische Wirkung der Rauschdrogen geht, von diesem Buch abraten! Herr Geschwinde ist Jurist und hat überhaupt keine Ahnung von der Medizin. Aber statt sich bei den medizinischen Teilen beraten zu lassen, hat er z.T. wirklich kompletten UNSINN geschrieben. Wem es um die geschichtlichen, rechtlichen und politischen Hintergründe geht, der kann dies Buch ruhig kaufen, hier ist er sehr ausführlich.
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