Da (fast) alle dieses Buch ja gerade zu vergöttern, hilft vielleicht eine kleine Gegenmeinung.
Gerade gestern habe ich das Buch beendet und muß sagen, dass ich die letzten Seiten eigentlich nur noch überfolgen habe, um endlich die Auflösung zu erfahren. Die gibt es natürlich nicht, wie im wirklichen Leben, und das ist auch gut so.
Dennoch habe ich mich teilweise sehr durch die Geschichte gequält, dabei mag ich Technik sehr.
Es liegt zum Großteil daran, dass die Charaktere nicht in sich schlüssig handeln und von ihrer eigenen Logik häufig abweichen.
Da zeichnet Jack Trace den amerikanischen Bürgerkrieg. Das Erlebte nimmt ihn so furchtbar mit, dass er tagelang wie benommen umher wandert. Dieses erlebt der Leser plötzlich und sehr intensiv. Doch wie es kommt, geht es auch wieder. Da baut sich nichts auf, da wird anschließend nichts verarbeitet.
Oder der Herr Chefingenieur Ludlow selber. Gefeierter Techniker und Präsentator des Phantasmagoriums, dabei jedoch sehr sensibel. Taumelt anschließend in ein Quartalstrinkerdasein, wird Militarist und baut die größte Kanone aller Zeiten.
Dabei wird dem Leser aber nicht sehr ersichtlich, welchen Kräften er unterliegt, die sein Handeln begründen.
Dadurch wird alles irgendwie, wie: AN-AUS. Wie die Signale im Kabel. Schade.