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Rauhnacht: Kluftingers neuer Fall
 
 
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Rauhnacht: Kluftingers neuer Fall [Gebundene Ausgabe]

Volker Klüpfel , Michael Kobr
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (280 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Leseprobe: Jetzt reinlesen [175kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 8 (September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492052045
  • ISBN-13: 978-3492052047
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (280 Kundenrezensionen)
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Endlich: Kommissar Kluftinger geht wieder um! In seinem fünften Fall verschlägt es den kauzigen Kommissar in ein exklusives Berghotel im tief verschneiten Allgäu, wo er gemeinsam mit seiner Frau Erika und dem Ehepaar Langhammer kostenlos an einem Krimiwochenende teilnehmen darf. Doch schnell wird aus dem Spiel blutiger Ernst, als einer der Gäste ermordet aufgefunden wird. Da das Hotel aufgrund heftiger Schneefälle von der Außenwelt abgeschnitten ist, muss Kluftinger zu seinem Leidwesen ganz alleine ermitteln. Unterstützt wird er lediglich von seinem Intimfeind Dr. Langhammer, der ihm gehörig auf die Nerven geht. Schritt für Schritt überprüft Kluftinger jeden der anwesenden Gäste und kommt so langsam dem Mörder auf die Schliche.

Das Autorenduo Volker Klüpfel/Michael Kobr hat die Rahmenhandlung von Rauhnacht ganz offensichtlich dem klassischen britischen Rätselkrimi entlehnt: ein eingeschneites Hotel, von der Außenwelt abgeschnitten, eine übersichtliche Anzahl Gäste, alle Anwesenden haben etwas zu verbergen -- Agatha Christie lässt grüßen. Doch natürlich würzen die Autoren dieses klassische Setting in bewährter Manier mit sehr viel Witz, Situationskomik und Lokalkolorit. So sollte man die arg überzogene und mit vielen Klischees gespickte Geschichte nicht allzu ernst nehmen, denn der bärbeißige Allgäuer Kluftinger lässt wieder kein Fettnäpfchen aus und strapaziert die Lachmuskeln seiner Leser erheblich. Für Fans der Reihe ist Rauhnacht natürlich ein Muss, aber auch Kluftinger-Erstleser werden mit diesem Buch ihren Spaß haben. -- Alexandra Plath

kulturnews.de

Der kauzige Kommissar Kluftinger ist zu einer festen Größe unter den Serienermittlern geworden; mit "Rauhnacht" liegt nun bereits der fünfte Roman über den Allgäuer Ermittler vor. Darin schicken Volker Klüpfel und Michael Kobr "Klufti" und seine Gattin Erika über Silvester in ein Berghotel, in dem das Paar an einem Livekriminalspiel teilnehmen soll. Auch das Ehepaar Langhammer ist, sehr zu Kluftingers Leidwesen, mit von der Partie. Doch aus dem Spiel wird Ernst, als einer der Gäste tatsächlich ermordet wird. Da das Hotel komplett eingeschneit ist, muss sich der Mörder unter den Anwesenden befinden ... Mit "Rauhnacht" legt das Autorenduo eine erstklassige Agatha-Christie-Hommage vor, wobei Kluftinger in die Rolle des Hercules Poirot schlüpft. Schritt für Schritt überprüft er jeden der anwesenden Gäste und puzzelt so, mit der zweifelhaften Hilfe Dr. Langhammers, den Tathergang zusammen. Die "Mord in eingeschneitem Haus"-Geschichte ist natürlich nicht neu. Doch Klüpfel und Kobr gelingt es dank ihres sympathischen, herrlich normalen Protagonisten und einem fantastisch entwickeltem Spannungsbogen, dem altbekannten Plot neue Facetten zu verleihen. Nur dass der Roman im Spätsommer erscheint, ist irgendwie falsch: "Rauhnacht" sollte man in einer eiskalten Winternacht lesen, dick eingemummelt vorm Kamin sitzend. (jul)

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43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Klufti nervt langsam, 10. Dezember 2010
Ich war definitiv gut beraten damit, nach dem enttäuschenden 'Laienspiel' auf das Erscheinen des Paperbacks von 'Rauhnacht' zu warten. Sonst wäre mein Ärger über den fünften (und meinen letzten) Kluftinger noch viel größer gewesen: Vorgestern gekauft, wanderte es heute (ab Seite 200 nur noch quergelesen) in's Regal

Zu groß ist meine Enttäuschung über den dahinplätschernden Plot, die fehlende Entwicklung der Figuren und den ' nunmehr zum kompletten Fettnapfsucher entwickelten- Kommissar Kluftinger. Wieso hat das Autorenteam nicht die Kritiken vom 'Laienspiel' beherzigt und die dortige Entwicklung des (in den ersten drei Bänden) etwas schrulligen Kluftis zum kompletten Trottel weiter vorangetrieben ? In diesem Zusammenhang sei auch noch die Person Dr. Langhammer erwähnt, dem wohl gleiches widerfährt: Anfänglich als ein unsympathischer Snob und widerlicher Emporkömmling dargestellt, mutiert er nun ebenfalls zu einer Patachon, der in Kluftinger seinen Pat gefunden hat. Kobr und Klüpfel haben es leider verpasst, von der vollkommenen Überzeichnung dieser beiden 'nunmehr zu Comicfiguren verkommenen- Protagonisten abzusehen. Wohl auch um weiterhin ihre Seiten mit mehr oder weniger lustigen Szenen der beiden Rivalen füllen zu können. Füllmaterial braucht's nämlich um den Roman auf gut über 350 Seiten anschwellen zu lassen, was aber mit Substanz hier wenig zu tun hat.

Zugegeben: Der Plot verspricht viel Spannung: Eine klassische Locked-Room-Geschichte, wie sie Doyle und Christie mit ihren genreprägenden Meisterwerken 'Das Zeichen der Vier', 'Das gefleckte Band' sowie 'Mord im Orient-Express' bereits schufen. Apropos 'Zeichen der Vier': Die Eröffnungsszene mit Holmes und der Uhr in der Hotellobby wurde hier komplett eins zu eins abgekupfert. Darüber könnte man ja aber auch hinwegsehen. Leider wird aber die Chance auf eine echt dichte, atmosphärische Story schlichtweg verschenkt. Echte Spannung kommt zu keiner Zeit auf.

Das liegt natürlich zum einen an den leider obligatorischen Slapstick-Einlagen des Kommissars, die den Erzählfluß ständig verwässern und dem Leser eigentlich das Gefühl gibt ein Comic zu lesen. Alleine die entnervende Frühstücksszene wird auf fast zehn (!) Seiten plattgewalzt. Muß gar eine Tür aufgebrochen werden: klar, wir nehmen den Olympia-Ski der Hotelchefin. Diese Liste lässt sich wahllos fortführen. Man kann den Autoren schlichtweg nicht abkaufen, dass diese Witzfigur ihr Kommissar sein soll, der authentisch am Tatort agiert und komplexe Mordfälle löst.

Kluftingers Entwicklung in diese Richtung wird aber auf Dauer wenig Spielraum dafür lassen, Leider

Andererseits liegt es auch daran, dass das 'Whodunit ?' bereits auf den ersten 100 Seiten offensichtlich aufgelöst wird. Die Autoren hatten offenbar wenig Lust, die weiteren Personen der Handlung auszugestalten und zu charakterisieren. So agieren diese auch vollkommen farblos und können den Leser zu keiner Zeit auf falsche Fährten locken oder für Überraschungen sorgen. So gesehen ist das Abkupfern beim Orientexpress voll in die Hose gegangen.

Kobr und Klüpfel wären sicher gut beraten sich mal wieder um eine echte Story mit Drehungen und Wendungen, Rätseln und Überraschungen zu bemühen anstatt ihre Energie für die inflationären Reibereien ihres trotteligen Protagonisten mit Dr. Langhammer zu verschwenden.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Entäuschte Vorfreude, 2. Dezember 2010
Nachdem ich alle bisherigen Kluftinger Krimis mit Begeisterung gelesen habe, hab ich sehnsüchtig auf den vielversprechenden Titel Rauhnacht gewartet.

Leider hat der Krimi dann gar nichts mit den Rauhnächten zu tun, ausser dass er in dieser Zeit spielt. Aber keine Einbindung von Brauchtum oder Lokalkolorit wie ich es erwartet hatte.

Statt dessen ein Szenario das altbekannt und vordem sehr viel besser dargestellt wurde. Da hätten wir zum einen den Mord im von innen verschlossenen Zimmer und dann das eingeschneite und von der Außenwelt abgeschnittene Hotel.

Seit Agatha Chritie ist diese Situation nicht nur von ihr sehr viel spannender dargestellt worden. Hier tauchen altbekannte Krimihelden zwar andeutungsweise wieder auf, so Kluftinger als Poirot und der Doktor als Sherlock Holmes Watson aber damit enden auch schon die sich bietenden Möglichkeiten.

Stattdessen endlose Seiten nur bestimmt vom ständigen Geplänkel zwischen Kluftinger und seinem Kontrahenten Dr. Langhammer, der zur Unglaubwürdigkeit überzeichnet wird.

Statt Spannung gähnende Langeweile und ich musste mich aufraffen weiter zu lesen.

Erst ganz zum Schluss gelingt es den Autoren das Ruder rumzureißen und so etwas wie Spannung aufkommen zu lassen, leider nicht genug um das ganze Buch zu retten.

Ich bereue das Geld ausgegeben zu haben.
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76 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ungewohnt flach trotz Gipfelabenteuer, 6. Oktober 2009
Von 
Andreas Puhze (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Rauhnacht: Kluftingers neuer Fall (Gebundene Ausgabe)
Natürlich ist Geschmack verschieden und gerade deswegen wundern mich auch diese Menge an 5 Sternen für den neusten Kluftinger nicht besonders. Schließlich findet sich ja auch ein Millionenpublikum für spaßiges aus den sogenannten Humorschubladen, die uns Künstler wie Barth, Pocher und Kollegen allwöchentlich präsentieren.

Dass nun aber ausgerechnet mein lieb gewonnener Kluftinger als vollkommen vertrottelter Ermittler vorgeführt wird, das hat er meiner bescheidenen Meinung nach nicht verdient.

Da wo in den Vorgängerromanen seine knuffigen Auftritte wohldosiert für die besonderen Momente sorgten, hatte ich nun den Eindruck, hier soll jemand fürs breite Publikum fernsehtauglich gemacht werden. Als ob den beiden Hauptautoren ein Stab von Redakteuren und Drehbuchschreibern mit lauter gut gemeinten Ratschlägen im Nacken saß, die Agatha Christie Geschichte aus dem Allgäu gleich fernesehtauglich zu schreiben, damit man bei der späteren Verfilmung nicht mehr soviel Arbeit mit Umschreiben und Kürzungen hat.

Nicht mehr das Allgäuer Lokalkolorit bestimmt die Geschichte, auch wenn es gebirgig steil ist und man vor lauter Schnee kaum noch Luft bekommen mag, nicht mehr ein um die Falllösung verbissener kauziger Kommissar, der eben manchmal über Alltäglichkeiten aus der modernen schnellen Außenwelt stolpert, eben weil er ein bodenständiger Typ ist, der sich weder um schnell wechselnde Moden Gedanken gemacht hat und diese auch nicht mitgemacht hat.

Vielmehr empfand ich es als ein blasses Duell von Kasper-Kluftinger mit Kasper-Langhammer, ein Wettbewerb um das blaue Wer-ist-doofer-Band, wer bastelt sich schneller ein Fettnäpfchen, um als dann auch noch zuerst hineinzutreten.

Ja, hungrig und gierig darf er ja sein nach seinen Kässpatzen und gewiss ist ein Frühstücksteller vom Kommissar immer etwas voller als die der anderen. Doch hier wird er als teutonischer Ballermannvielfraß dargestellt. Hat nur gefehlt, dass ee seinen Lieblingsstuhl im Speisesaal mit Badehandtuch reserviert.'

Die neue Kluftingerr-Persönlichkeit wirkt gekünstelt, vorhersehbar und somit für mich zu langweilig.

Und für eine Persiflage war es für mich ebenso zu wenig wie es auch als Agatha Christie Hommage nicht reicht.

Denn dafür waren die Verdächtigen zu blass und letztlich auch zu banal dargestellt.

Spannung und Verwirrspiel Fehlanzeige!

Aber wie gesagt: Geschmack ist verschieden. Meiner ist das nicht. Und so vergebe ich drei wohlwollende Punkte nur deswegen, weil ich es nicht besser schreiben kann und sich die Autoren ja dennoch bemüht haben, Ihr Publikum begeistern zu wollen.

Ach, wie gerne hätte ich ZEHN Punkte vergeben'. Hoffentlich beim nächsten Kluftinger!
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