Auf der Suche nach einem „So höre ich erfolgreich mit dem Rauchen auf"-Buch, das eigentlich für meine stark rauchende Mutter gedacht war, stieß ich auf „Rauchfrei ohne zuzunehmen". Na, dachte ich, damit wäre ja gleich das Gegenargument meiner Mutter gegen die „letzte Zigarette" auch noch entkräftet ... Da der Geburtstag erst in zwei Wochen war, schnappte ich mir selbst das Buch und begann zu lesen (immerhin rauchte ich auch - wenn auch nie mehr als 10 Zigaretten am Tag). Als ich das überzeugende Kapitel über die negativen Wirkungen von Koffein gelesen hatte, beschloss ich, erst mal den Kaffee- und Cola light-Konsum komplett einzustellen. Dies schien mir eine leichte Übung zu sein. So leicht, dass ich die Empfehlung der Autorin, den Koffeinentzug (!) auf ein Wochenende ohne Termine und Verpflichtungen, am besten mit viel frischer Luft zu legen, in den Wind schrieb. Das war ein Fehler, denn ich stand tatsächlich zwei, drei Tage neben mir, war unkonzentriert und schlapp. Aber schon nach einer Woche spürte ich, dass ich morgens - nach koffeinfreiem Kaffee, denn auf den Duft und Geschmack brauche ich zum Glück nicht zu verzichten - viel mehr Energie hatte. Koffeinfrei zu leben tat mir gut. Dass dies gleichzeitig der Schritt zu meiner „letzten Zigarette" sein würde, ahnte ich nicht. Doch nach etwa 10 Wochen schmeckte mir das Rauchen plötzlich nicht mehr. Und ich wusste eines Abends: Das ist sie jetzt, die letzte. Ich legte die halbvolle Packung in die Küchenschublade, um kein „Drama" aus der Situation zu machen. Das war's. Nun bin ich seit 6 Wochen Nichtraucherin, habe die Weihnachtszeit und Silvester, diverse gemütliche Abend mit Familie und Freunden, Wein und Sekt genossen - ohne Zigaretten und ohne Kater! Diesem Buch sei Dank.
Und meine Mutter? Die staunt. Auf koffeinfreien Kaffee ist sie nun schon umgestiegen. Ich bin gespannt ...