| Der Motorradhelm | Helmtypen | Optimaler Schutz |
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Die sichersten Varianten des Motorradhelms sind der Integralhelm und der Klapphelm. Wobei der Klapphelm im Prinzip eine komfortablere Form ist, die es ermöglicht, das Kinnteil nach oben zu klappen. Dies ist besonders im Sommer bei langen Touren angenehm. Der Cross-Helm ist ideal für Enduro-Fahrer, die sich gerne durch abwegiges Gelände schlagen. Der weit nach vorn gezogene Kinnbügel ermöglicht eine hohe Luftzufuhr und damit eine bessere Atmung. Außerdem besitzen Cross-Helme in der Regel kein Visier, da dieses zu schnell beschlagen würde. Durch den langen Kinnbügel und Schirm am oberen Teil werden Spritzer abgehalten. Der Jethelm eignet sich eher für kurze Stadttouren und ist im Sommer besonders komfortabel, da er eine hohe Luftzufuhr gewährleistet. |
Allgemein gilt, dass man einen Motorradhelm vor der ersten Fahrt ausgiebig anprobiert und getestet haben sollte, da eine exakte Passform beim Schutz essentiell ist. Der Kopfumfang an der breitesten Stelle (über den Ohren) ist dabei maßgeblich. Der Motorradhelm sollte auf gar keinen Fall wackeln, aber natürlich auch nicht drücken. Beachten Sie auch, dass Sie den Motorradhelm mit einer Sturmhaube anprobieren, welche Sie im Idealfall auch besitzen, da diese die Passform beeinflussen kann.
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| Der Motorradstiefel | Motorradstiefeltypen | Optimaler Schutz |
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Bei Motorradstiefeln gibt es eine sehr große Auswahl, die meist auf den Motorradtyp zurückzuführen ist. Die Varianten, die dabei den größten Schutz bieten, sind Enduro-, Touring- und Sport-Stiefel. Ein Enduro- bzw. Cross-Stiefel benötigt robustes Material an den Fußspitzen und Fersen, um harte Schläge abzudämpfen, vor spitzen Gegenständen zu schützen und Fersen und Fußspitzen zu stützen. Achten Sie beim Stiefelkauf für das Cross-Fahren zudem auf einen stabilen Absatz und ein kräftiges Profil, das Sie beim häufigen Bodenkontakt schützt und Ihnen Halt gibt. Die Sohle sollte dabei möglichst steif sein und der Schuh guten Halt auf den Rasten Ihres Motorrads geben. Ein Touring-Stiefel bietet eine Art Basisschutz für das Motorrad-Fahren und sollte daher zur Grundausstattung gehören, wenn Sie nicht gerade Sport- oder Cross-Maschinen fahren. Bei Sport-Motorradstiefeln bietet sich Leder mit hoher Abriebfestigkeit als Material am besten an. Durch teilweise extreme Schieflagen in Kurven müssen Sport-Stiefel zudem Zehenschleifer und einen außenliegenden Fersenschutz besitzen. |
Laut einer Statistik des ADAC werden bei Motorradunfällen die Füße mit 82% am häufigsten verletzt. Daher ist es überaus wichtig, den Zehen, Füßen und Sprunggelenken besonderen Schutz zu bieten. Das am besten geeignetste Material ist dabei abriebfestes Leder, das mindestens 2 mm dick und zudem schwer entflammbar ist. Besonders zu beachten ist, dass der Motorradstiefel im Bereich des Sprunggelenks verstärk ist, um ein Wegknicken des Fußes zu verhindern und damit Verletzungen an den Bändern vorzubeugen. Weiterhin sollte der Motorradstiefel Verstärkungen im Sohlen- und Fersenbereich aufweisen. Damit können Verletzungen durch die Fußrasten vermieden werden. |
| Die Motorradkombi | Kombitypen | Optimaler Schutz |
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Auch bei Motorradkombis sollte man den motorradtypischen Stil beachten, da sich Chopper-Fahrer in der Regel anders kleiden als Sportler auf Ihren Rennmaschinen. Unterschieden wird dabei zwischen Leder-Kombis und Textil-Kombis. Textil-Kombis eigenen sich besonders für lange Touren, da sie bequemer sind. Der sportliche Typ trägt eher eine Leder-Kombi, um eine windschnittige Form auf seinem Bike zu machen. Für beide Varianten gilt, dass sowohl Ellenbogen als auch die Knie durch Protektoren geschützt sind. |
Achten Sie darauf dass sowohl die Armlänge als auch die Länge des Beines bei der Motorrad-Kombi gut sitzen. Beides sollte nicht zu lang sein, da Handschuhe und Schuhe noch darüber passen müssen, bzw. die Hose bei einer Textil-Kombi genau über den Schuh passen muss und keine Falten werfen sollte. Die Einzelkomponenten bei Leder- und Textil-Kombi sollten sich durch einen Reißverschluss verbinden lassen. Das verhindert Verrutschen und bietet damit Schutz vor unangenehmem Wind und Verletzungen im Falle eines Sturzes. |
| Der Motorradhandschuh | Motorradhandschuhtypen | Optimaler Schutz |
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Touring-Handschuhe gelten allgemein als Allrounder, da sie Tragekomfort mit Beweglichkeit und Griffgefühl verbinden. Hierbei unterscheidet man zwischen Sommer- und Übergangshandschuhen. Ein sportlicher Fahrer benötigt einen sportlichen Handschuh, der zunächst die wichtigsten Schutz-Features wie ein Touring-Handschuh besitzen sollte. Hierzu gehören Protektoren am Mittelhandknochen und doppelte Nähte. Wasserdichtigkeit und Wärme spielen bei Cross-Handschuhen eher eine Nebenrolle. Pflicht sind Stretch-Zonen an Zeige- und Mittelfinger, um ein leichtes Bedienen der Hebel und Flexibilität zu gewährleisten. |
Beim Motorradhandschuh ist grundsätzlich darauf zu achten, dass dieser aus qualitativ gutem Material ist, wie zum Beispiel Rind- oder Känguru-Leder. Textil-Handschuhe sollten eine Klima-Membran besitzen. Zudem sollten die Motorradhandschuhe mit Protektoren an den Knöcheln, Fingerkuppen und Handballen ausgestattet sein und eine hohe Abriebfestigkeit besitzen. Damit es den Motorradhandschuh im Falle eines Sturzes nicht von der Hand zieht, ist ein sicherer Verschluss am Handgelenk wichtig.
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| Motorradprotektoren | Protektorentypen | Optimaler Schutz |
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Besonders wichtig ist der Schutz der Wirbelsäule durch Protektoren, um Schäden im Falle eines Unfalls vorzubeugen. Unterschieden wird hierbei grundsätzlich nach dem sogenannten "Schildkrötenpanzer", der Protektoren-Weste und einem in der Jacke integrierten Protektor. Die Protektoren-Weste eignet sich besonders gut für Enduro- und Trial-Fahrer, die viel Bewegungsfreiheit benötigen, da diese oft flexibler sind. Den "Schildkötenpanzer" bekommen Sie im Regelfall gut unter eine Leder-Kombi. Für Touring-Fahrer eignet sich die Protektoren-Jacke, da die Protektoren für einen Waschgang leicht entfernt werden können. |
Mit einem Hartschalenprotektor, egal in welcher Form, sind Sie grundsätzlich am besten geschützt. Dieser ist ähnlich wie der Motorradhelm aus einem weichen Kern und einer harten Außenschale. Die für Sie korrekte Passform können Sie leicht testen, indem Sie mit einem Hammer (zunächst) leicht auf den Protektor schlagen. Verspüren Sie auch bei einem härteren Schlag keinen Schmerz, haben Sie den perfekten Rückenprotektor gefunden. |