Mein erster Kaffeebereiter war ein billiges "No-Name"-Produkt, irgendwo gekauft. Das war noch in der D-Mark-Zeit. Über 15 Jahre lang arbeitete er perfekt, rostfrei und ohne Fehler. Und das schon damals mit gleicher technischer Auslegung wie der "Rastal 8120 Premium Press". Bis auf zwei kleine Unterschiede:
Anders als beim Rastal, war das Sieb mit einer abschließenden kleinen Platte verstärkt, und die eingelegte Spirale hatte zusätzliche Windungen. Die lagen deshalb am Siebrand enger zusammen und pressten so die Siebnetz-Dichtung besser gegen das Glas. Rastal aber hat gerade dort am Produkt gespart. 1-2 Cent nur, aber die machten bei meinem "Rastal 8120 Premium Press" den großen Unterschied zwischen Qualität und Murks, denn:
Schon 2 Wochen nach dem ersten Gebrauch (also nach etwa 30 Kaffeezubereitungen) wurde das Plastikgewebe des Filtersiebs undicht: Es bog sich zwischen zwei Spiralwindungen, legte sich dort hinein und formte damit am Glas eine Lücke, durch die der Kaffeegrund wie durch einen kleinen "Vulkanschlot" zurück nach oben in den Kaffee strömte. Alle Versuche, das steife Gewebe wieder zurechtzubiegen, scheiterten. Schlimmer noch: Bald entstanden weitere Durchlässe. An meiner Behandlung lag's jedenfalls nicht, denn die beherrschte ich nach 15 Jahren Übung mit dem ersten Kaffeebereiter.
Und dann begann auch noch der Metallboden des Siebs zu rosten (nach nur 3 Wochen!). Also auch hier hatte Rastal an der Qualität bei meinem Gerät gespart. Meine ratlose Frage nach der von Rastal versprochenen "Edelstahl"-Qualität war allerdings nach einem Blick in die Artikelbeschreibung schnell geklärt: Aus "Edelstahl" ist eben nur der Deckel. Das andere Ende, das im Kaffee, das rostet. Schade. Denn insgesamt war mein Kaffeebereiter ein äußerlixh sehr schönes Produkt.