Unter Horrorfilm verstehe ich, daß ich mich gruseln und mich fürchten soll. Bei diesem Film ist tut man weder das eine noch das andere. Erzählt wird die Geschichte des wunderheilenden Rasputin, der aufgrund seiner Heilerfolge größenwahnsinnig und vollkommen gestört wird - diese Entwicklung ist sehr stark vereinfacht und kaum glaubwürdig dargestellt. Interessanterweise wude dieser Film zur selben Zeit wie "Dracula - Prince of Darkness" hergestellt: zur selben Zeit, mit denselben Hauptdarstellern im selbenStudio, ja sogar in denselben Kulissen! So erwartet man immerfort Dracula aus dem Dunkel erscheinen zu sehen. Lee als Rasputin ist sehr intensiv und Barbara Shelley als "little Sonja" ihm sehr ergeben. Matthew Francis ist nicht viel anders als im "Dracula" und Suzan Farmer nur bildschön und lanweilig (sogar ihre komplizierte Aufsteck-Frisur ist dieselbe wie im Dracula-Film!). Wie man im Vorspann sehen kann, ist auch dies ist ein Breiwandfilm, bei dem man zugunsten eines Vollbildes das Bild links und rechts abgeschnitten hat - das ist nicht schön. Ein für das Thema zu seichter, aber unterhaltsamer B-Movie, der außer Shelley und Lee nicht sehr viel zu bieten hat.