Das ist ein bisschen "Kalle Blomquist light" - aber wirklich nur ein bisschen. Eine spannende Detektivgeschichte von zwei Jungs, die - ohne es zu wollen und geplant zu haben - Zeugen eines Einbruch-Diebstahls werden und diesen letztendlich selber aufklären. Das Buch bleibt immer realistisch, aber es kommt immer wieder zu neuen Wendungen, die die Spannung konstant halten. Es ist ein Buch, bei dem sich Sechsjährige angenehm gruseln, aber nicht wirklich mit ernsthaften Verbrechen konfrontiert werden, wie in den Blomquist-Bänden.
Dafür ist die Sprache ähnlich anspruchsvoll - zumindest in meiner Ausgabe aus den 70er Jahren. Ich habe nicht nachgesehen, ob der Verlag hier geglättet und vereinfacht hat, wie ich das mittlerweile bei einigen Büchern registriert habe. Ich war beim Lesen der alten Ausgabe auf jeden Fall sehr erstaunt - WIE komplex hier schon die Sätze sind, obgleich es doch ein Buch für jüngere Kinder ist. Im Vergleich zu den Bullerbü-Büchern zum Beispiel, die eine deutlich einfachere Sprache, kürzere Sätze und kurze Dialoge haben.