Ich kann meinem Vorrenzensenten nur zustimmen. Zum Inhalt kann ich nicht mehr sagen, bei einer Kurzgeschichte wäre jedes weitere Wort ein Wort zu viel. Allerdings (und das kann ich ohne schlechtes Gewissen verraten) erfahren wir einiges aus Kaidens Vergangenheit und die ist wahrlich alles andere als rosig verlaufen. Ich musste mich etwas konzentrieren, um die Winkelzüge, mit denen Frau Gernt hier aufwartet, zu verstehen, aber das gefällt mir. Wer sich hier nur berieseln lassen will, läuft Gefahr einige Entscheidungen nicht nachvollziehen zu können.
Das Besondere für mich ist die einzigartige Beziehung zwischen Kaiden und Eryk. Sie wohnen zusammen, arbeiten zusammen, vertrauen sich Blind, lieben und verzerren sich regelrecht nach einander, ABER sie sind nicht zusammen. Dürfen es auch gar nicht sein, denn ein Wahrheitszauber genügt und beide werden zum Tode verurteilt. Die Angst einander zu verlieren lässt kaum zu, dass einer der beiden auch nur die Hand des anderen ergreift. Sich dem anderen vollkommen hinzugeben, ist daher undenkbar. Das reinste Gefühlschaos eingepackt in eine spannende Geschichte in der man niemandem trauen kann und alles auf den zweiten Blick vollkommen anders erscheint.
Ich warte weiterhin mit Spannung auf den Moment, in dem Eryk und Kaiden einander nah sein können, ohne von jemandem dazu gezwungen und von unliebsamen Zuschauern dabei beobachtet zu werden.