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Rashida oder Der Lauf zu den Quellen des Nils: Roman Gebundene Ausgabe – 3. März 2005


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Eichborn Verlag; Auflage: 2 (3. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821857471
  • ISBN-13: 978-3821857473
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 706.002 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT on 16. Februar 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Ernst Mensen kann nicht stillhalten. Nicht in der Schule und auch nicht später. Dafür kann er laufen, endlos, Meile um Meile und bald macht er aus diesem Talent einen Beruf. Er wird Läufer, Schauläufer. Erst Botenläufer für einen englischen Adligen, später trifft er Freiherr von Wedemeyer, einen verarmten Adligen, der für ihn immer neue Schauläufe organisiert, die Mensen ein auskömmliches Leben erlauben. Er läuft von München nach Athen, von Paris nach Moskau in vierzehn Tagen und trägt dabei Nachrichten für die revolutionären Bewegungen in Europa in der Tasche.
Doch er findet keine Ruhe und keine Heimat. Selbst in Anrode, dem Schloss, zu dem er immer wieder zurückkehrt, hält es ihn nie lange. Beatrice, die Frau, die ihn liebt, kann ihn nicht fesseln.
Und eines Tages beschließt er, sich seinen alten Traum zu erfüllen, einen Lauf entlang des Nils bis zu den - in Europa bisher unbekannten - Quellen des Nils.
Die Geschichte von der Entdeckung der Langsamkeit ist bekannt. Verlag und Autor haben sie offensichtlich als Anlass genommen, um dieses Buch zu lancieren. Ein weiterer Blockbuster? Diesmal die Entdeckung der Schnelligkeit?
Nicht ganz. Denn wie es einen historischen Franklin gab, gab es auch den norwegischen Wunderläufer Ernst Mensen, der tatsächlich von Paris nach Moskau, von Konstantinopel nach Kalkutta lief, an zahlreichen Schauläufen teilnahm und von dem Laufen lebte. In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts war er als „schnellster Mann aller Zeiten" aber auch „Närrischer, oder wohl gar vom Teufl besessener" weltberühmt. Schon damals suchte man den Superstar.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Klaus Rieger on 31. Januar 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Ein Buch, schnell wie sein Held.
Selbst wenn der historische Mensen Ernst (1795-1843) nicht gelebt hätte, dieser Roman setzt ein Denkmal! Sogar sein zeitgenössischer Biograph, Gustav Rieck, räumte ein, dass er aus den Erzählungen Mensens nicht immer eindeutig unterscheiden konnte, was Wahrheit oder Märchen war. Doch was ist objektive Wahrheit in bezug auf eine gute Geschichte?!
Marc Buhl erzählt präzise, eindrücklich und schnell:
Einzelne Sätze laden ein, zu Episoden weitergesponnen zu werden; eindringlich geschilderte Episoden könnten selbst Stoff für weitere Bücher liefern und sind dennoch Verweilnischen im hastenden, getriebenen Lebens-Lauf dieses einst schnellsten Läufers Europas. Und genau das macht eine gute Geschichte aus!!!
Das absolute Kontrast-Buch zu Sten Nadolnys "Entdeckung der Langsamkeit".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von zeilensprung on 26. November 2006
Format: Taschenbuch
Marc Buhl hat ein Buch über den Wunderläufer Mensen Ernst geschrieben, der im Jahr 1832 in nur fünfzehn Tagen von Paris nach Moskau lief. Damit schrieb er sich in die Geschichtsbücher ein. Mit dieser ungewöhnlichen Leistung war er einer der ersten wirklichen Stars des Sports, alle Zeitungen berichteten über ihn, u.a. in der berühmten "Vossischen Zeitung" der nicht minder berühmte Fürst Hermann zu Pückler-Muskau.

Mensen Ernst ist ein Getriebener! Schon in frühester Kindheit fällt es ihm ungeheuer schwer, die Beine still zu halten. Nach dem Tod der Mutter auf die Fürsprache des Pfarrers angewiesen, wird Mensen zu einem Einzelkämpfer. Nachdem er seinen besten Freund Jan bei einer Meuterei verliert und selber nur knapp überlebt, kommt er an den Hof des Herzogs von Queensbury. Dort verliebt er sich erstmals in eine Magd, die mit ihrer Langsamkeit einen Gegenpol bildet. Wo sie sich treffen, ist die Gegenwart!

Aber Mensen braucht seine Freiheit, kommt nach Deutschland und wird von einem verarmten Adeligen unter die Fittiche genommen, der ihn wie eine Jahrmarktsattraktion von Lauf zu Lauf schickt. Nach seinem Coup Paris-Moskau von großer innerer Leere ergriffen, wagt er den Lauf zu den Quellen des Nil, die damals noch unentdeckt waren...

Marc Buhl hat ein wunderbares Buch geschrieben! Auf zweihundert Seiten entwirft er die "Einsamkeit des Langstreckenläufers", seine Sehnsucht nach Ankommen und endgültigem Ziel. Dabei zeichnet er einen ungewöhnlichen Charakter und dessen Widersprüche genau und mit Liebe zum Detail nach. Er bedient sich einer sehr bildreichen Sprache und zieht den Leser so ganz tief in seine ungewöhnliche und besondere Geschichte!
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