...diesmal zwar ungewohnt zurückhaltend für die Deathmetaller unter den Waltari Fans, aber der Reiz liegt durchaus im Detail. Waltari zeigen der Welt wieder, dass ihnen Trends und Verwünschungen egal sind, sie folgen nur ihrem eigenen Instinkt und machen das, was sie wollen. Schade, dass es nicht viel mehr solcher Bands gibt. Mit dem aktuellen Album entdecken Waltari ihre 80er Wurzeln neu, das Ergebnis ist ein teilweise etwas positiv düsteres, aber durchaus rockiges Werk, das wie immer die verschiedensten Einflüsse und Ideen verarbeitet. Kärtsy Hatakka, Komponist, Bassist und multiple Stimme von Waltari leugnet ja auch überhaupt nicht, sich ohne Vorbehalt bei anderen Ideen zu bedienen und diese stilistisch einzuarbeiten, ohne allerdings zu kopieren! Wer behauptet, Waltari habe jemals eine andere Band einfach nachgeahmt, der befindet sich dermaßen auf dem Holzweg, dass es auch wieder egal ist. Die Rückkehr von Sami Yli-Sirniö (u.a. Kreator, In Rags) in die Band, an die Seite seines Gitarren-Kollegen Jari "is Punk" Lehtinen, ist zunächst nicht so deutlich hörbar wie man erwarten könnte; wenn man sich die CD in Ruhe ein paar mal zu Gemüte geführt hat, kann man seine feine Arbeit aber an allen Ecken und Enden hören. Der neue Schlagzeuger Mika Järvelainen fügt sich inzwischen perfekt und ungeheuer timing-sicher ein, natürlich kann man Unterschiede zum Stil von Präzisions-Metal-Maschine Janne Parviainen feststellen, der inzwischen bei der Lowe Motor Corporation trommelt: aber es wäre auch schade, wenn Schlagzeuger nicht auch einen eigenen Stil haben dürften. Abgesehen vom absolut lohnenden Album selbst sind auf der Limited Edition auch noch die 4 Tracks von der nur in Skandinavien erschienenen Vinyl-EP "Back To Persepolis" (2001), namentlich erwähnen sollte man auch unbedingt den Live-Klassiker "No Limit / Symphony For Destrucion", den sich viele Fans seit Jahren auf Konserve wünschen. !!KAUFEN!! Anspieltip: Megacity Rain, My Pain, Wasting My Mind