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157 von 175 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bester Disney seit vielen Jahren, 10. Februar 2011
Sicher hat Disneys "Rapunzel" außer einem Mädchen mit überdimensional langem Haar, das in einem Turm aufwächst, mit dem Märchen der Gebrüder Grimm nicht mehr viel zu tun. Während Uralt-Klassiker wie "Dornröschen" und "Cinderella" sowie die Meisterwerke der Disney-Renaissance (allen voran "Die Schöne und das Biest") durchaus Ähnlichkeiten zur literarischen Vorlage aufweisen, hat man hier das Märchen nahezu komplett modernisiert - zumal im Fokus nicht nur das arme Mädchen im Turm steht, sondern vor allem der smarte Flynn (kein Prinz, sondern Gauner), der sich auf der Flucht vor der Palastgarde in den Turm verirrt, sowie Spürhundhengst Maximus und das Chamäleon Pascal. Ich wage zu behaupten, dass "Tangled" der gelungenste Disneyfilm seit vielen, vielen Jahren ist - rein optisch steht er den klassischen Zeichentrickfilmen in gar nichts nach. Die Bilder sind wunderschön weich, pompös und farbenfroh, die Geschichte spannend, lustig und gerade herzerwärmend genug, ohne im Kitsch zu versinken. Allen voran das dynamische Duo Flynn und Rapunzel und ihre tierischen Gefährten verleihen dem Film genau den Charme, der bei vielen anderen Produktionen der vergangenen Jahre gefehlt hat. Die Lieder, die ich beim ersten Hören eher als "nett" eingestuft habe, jedoch bei weitem nicht so mitreißend fand wie bei den Meisterwerken "Die Schöne und das Biest", "Arielle", "Aladdin" usw., werden nach jedem Ansehen schöner. Mother Gothels "Mother knows best" erinnert an die Meerhexe Ursula und das romantische Duett punktet allein schon durch die atemberaubende Animation der Laternen. Niemand hat erwartet, "Rapunzel" werde die Disney-Klassiker toppen, dennoch würde ich das Märchen durchaus als Meilenstein bezeichnen, was die Verbindung von Computeranimation, Prinzessinnenfilm und Musical angeht. "Küss den Frosch" war akzeptabel, wird nach "Rapunzel" aber sicher eher schnell in Vergessenheit geraten. Die deutsche Synchronisation kann ich eigentlich nicht bewerten, da ich den kompletten Film bislang immer nur im Originalton gesehen habe, aber Ausschnitten (und Meinungen von Freunden) zufolge scheint es im Vergleich zum Vorgänger vom letzten Jahr ein sehr passables Ergebnis geworden zu sein - und letztlich soll ja vor allem die jüngere Generation angesprochen werden und erfahrungsgemäß meckern nicht so viele Kinder, was die deutschen Stimmen angeht. Den deutschen Titel "Neu verföhnt" finde ich allerdings total bescheuert, muss den Übersetzern jedoch zugute halten, dass "Tangled" genauso dämlich ist (gab ja auch etliche Kontroversen, dass man ihn nicht einfach "Rapunzel" gelassen hat). Fazit: Zum Hinschmelzen schön; und wem nicht die Tränen in die Augen steigen, wenn die Königin ihrem vom Schmerz gezeichneten Gatten eine Träne aus dem Gesicht streift, muss wohl ein Herz aus Stein haben. Weiter so, Disney!
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Rapunzel - Neu Verföhnt . Bewertung der 3D Version, 10. Juni 2011
Rapunzel neu Verföhnt als ich diesen Titel hörte dachte ich mir erst mal wird bestimmt wieder der Typische Mist der in den vergangenen Jahren veröffentlicht wurde. Wurde dann eher unfreiwillig ins Kino geschleppt . Was soll ich sagen am Ende des Films war ich hin und weg. Es war wieder das typische Disney Gefühl das ich sonst nur bei den alten Filmen hatte. Angefangen von den tollen Figuren bis hin zu den wirklich Ohrwurmverdächtigen Liedern. Selbstverständlich habe ich mir als der Film raus kam die 3D Version geholt. Und ich kann sagen man fühlt sich wirklich mitten drin anstatt nur dabei. Dies zeigt sich z.B. in der Laternen Szene ,denn wenn plötzlich die Laternen im Zimmer fliegen fühlt man sich als wäre man wie schon gesagt dabei was diesen Film noch ein Stückchen schöner macht. Zum 3D Bild: Dieses ist in meinen Augen gut. Perfekte Tiefenwirkung, Bild ist scharf und klar Wirkt jedoch in dunkleren Szenen arg dunkel so das manche Details schon ein wenig verloren gehen und das 3d Bild flacher wirkt. Außerdem ist auch minimales Ghosting in dunklen Szenen zu sehen. Da es sich nur um ein Paar solcher Szenen handelt tut das dem ansonsten wirklich guten 3d Bild keinen Abbruch . Also meckern auf sehr hohem Level. Ich würde hier 4, 5 Sterne geben. 2 Bild : Dieses ist genau wie das 3D Bild sehr gut . Und es gibt hier wirklich nichts zum Aussetzen. 5 Sterne für dieses Referenz Bild Ton: der Ton kommt über die Anlage sehr Druckvoll daher. Die Dialoge bleiben den ganzen Film über verständlich und selbst in Actionszenen gehen kleine akustische Feindetails nicht verloren. 5 Sterne Extras: diese sind schon ein wenig dürftig und hätten gerne noch Umfangreicher sein dürfen 'Zusätzliche Szenen 'Märchenbuch-Anfang( alternativer Anfang ) '50 Disney Meisterwerke 'Erweiterte Liedfassungen 'Making of 'Entdecke Blu-ray 3D 'Versch. Trailer Hierfür gebe ich 3 Sterne. Fazit: Ein typischer Disney Film(positiv gemeint) der neben tollen Figuren , sehr guten Songs auch Technisch eine sehr gute Figur macht. Lediglich bei den Extras hätte es gerne mehr sein dürfen. Insgesamt Wertung: 4 Sterne
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Disney kann's auch ohne Pixar - ein haariger Spaß !, 17. Dezember 2011
Es war einer der wirtschaftlich gesehen wohl klügsten Züge des Disney-Konzerns, als dieser die CGI-Trickfilm-Schmiede Pixar für mehrere Milliarden US-Dollar einverleibte. Die weltweit erfolgreichste und bekannteste Zeichentrick-Zauberbude hat eine lange Traditionsgeschichte und war bis in die 90er Jahre im klassischen 2D-Animationsbereich konkurrenzlos stark und kassenträchtig, aber in der computeranimierten Branche tat sie sich gegenüber der etablierten Konkurrenz eher schwer. "Himmel und Huhn", "Triff die Robinsons", "Tierisch wild", "Bolt"... Eigene Kreationen, die technisch nur solide ausfielen, jedoch bezüglich Story und Witz nicht mal auf halber Augenhöhe mit modernen Klassikern von Dreamworks, Sony Pictures, Blue Sky oder eben Pixar selbst reichten, geschweige denn auf derselben Erfolgsschiene mitfahren konnten. Es fehlte das sichere Händchen auf der inneren wie auch auf der äußeren Ebene. Jetzt, wo man Pixar für alle Zeiten fest im Firmenkader hat, braucht man sich über künstlerisches Top-Niveau und volle Kinokassen wenig Sorgen machen. Mit dem 50. studiointernen "Animationsmeisterwerk" wollte es Disney dann aber doch nochmal wissen und versuchte sich wieder im CGI-Segment, dazu noch in 3D. Ein ambitioniertes Vorhaben, um das besondere Jubiläum gebührend zu feiern. Wider erwarten ist das Ergebnis einfach große Klasse, denn mit "Rapunzel - Neu verföhnt" beweisen die Damen und Herren im Dienste des Micky Maus-Schöpfers, dass sie es (und damit hatte ich am allerwenigsten gerechnet) auch ohne Pixar drauf haben. Man ist zurück ins Heimfach gekehrt, in dem Disney seit jeher stark war wie kein anderer: Märchen-Motive. Fabeln, Mythen und alte Erzählungen lagen dem Trickfilmriesen schon immer besser als die Behandlung moderner Stoffe. Der Film hat mit der klassischen Grimm-Geschichte nur die Titelfigur mit ihrem schier endlosen Haarkleid gemein, der Rest ist ein eigens erdachter schneller und urkomischer Abenteuerspaß mit dem Disney-typischen Neuanstrich, der junge und alte Disney-Fans gleichermaßen begeistern kann, wenn nicht gar muss. Alles, was man von Disney gewohnt ist, bekommt man auch, und noch mehr. "Rapunzel" ist ein absoluter Hingucker, den sogar Pixar nicht besser hätte umsetzen können. Die allerliebst animierten Charaktere und die unbeschreiblich detailverliebten, farbenprächtigen Hintergründe machen genauso schier sprachlos wie alle handgezeichneten Arbeiten des Studios seit "Schneewittchen und die sieben Zwerge". Ob nun die namensgebende Prinzessin, ihr Erretter oder all jene Figuren, die sich ihnen bis zum Happy End in den Weg stellen, jeder von ihnen zeigt eine überaus ausdrucksstarke Mimik und sprüht Ladungen an Emotionen aus. Man schließt sie ins Herz, man lacht über sie oder man fürchtet ihretwegen. Der Disney-Charme der 2D-Ära hat den Sprung in die dritte Dimension ohne Blessuren überstanden. Bravo ! Sehr positiv überrascht war ich aber darüber , dass man das zuckersüß-brave Image - eine Eigenschaft, welche an Disney-Werken so stark haftet wie nichts anderes - ein wenig abgestreift hat und eine Seite von sich zeigt, die man so bisher gar nicht kannte. Der Humor ist so frech und teils anarchisch wie der von Dreamworks, Slapstik-Gags und Dialogwitz ergeben sich im steten Wechsel. Nie altbacken oder gar albern, sondern frisch, schräg und immer passend getimet, mitunter bis zur Schmerzgrenze dessen was die Lachmuskeln ertragen können, woran besonders die tierischen Sidekicks Maximus (das Pferd) und Pascale (das Chameleon) großen Anteil haben. Bei aller Komik vergisst Disney auch nicht, Zeit für gefühlvolle Momente zu lassen, um immer noch genug Märchenhaftes in "Rapunzel" beizubehalten. Fazit: Könnten Sie mich in diesem Moment sehen, ich würde Ihnen mit einen Dauergrinsen begegnen. Seit langem hat mich kein Disney-Film mehr so kritiklos zurückgelassen und kurzweilig unterhalten wie das verföhnte Rapunzel-Märchen. Das Urgestein aller Zeichentrick-Studios hat mit all seiner Erfahrung, all seinen Stärken und neuer Risikobereitschaft einen der schönsten und witzigsten CGI-Animationsfilme der letzten Jahre geschaffen. Weiter so, es warten noch genug andere Kindergeschichten, denen ein ähnliches Update gut stehen würde.
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