Meine Rezension beginne ich kurz mit einer eigenen Inspiration:
"Einem Jeden von uns schreibt Gott seine Geschichte.
Dabei erzählt er ein Märchen. Märchen sind ja wahr!
Und Gottes wahre Geschichten können uns wirklich
märchenhaft sein ..."
... so unfassbar märchenhaft erscheint mir nun momentan inmitten einer Lebenskrise ausgerechnet Herr Drewermann als rettender Helfer bzw. plötzlich sozusagen vom Himmel geschickten und vor mir aufgestellten unübersehbaren Wegweiser weiter auf dem Weg hindurch durch dunkelstes Tal hin vielleicht zu immer mehr Lichtblicken.
Kein Buch hat mir bisher mehr geholfen, ganz tief Verdrängtes, Unterbewusstes,sozusagen Eingemauertes ans Tageslicht zu holen. Für mich erschien Rapunzel und ich denke für jeden anderen, der dieser Thematik aufgeschlossen gegenübersteht, sein kindliches Wundern und Staunen über die Märchen von früher noch nicht verloren hat und sich plötzlich eines Tages mit fast unüberwindbar erscheinenden Familiengeschichten, -konstellationen, hart gegenübergestellt sieht, findet mit Sicherheit in einem seiner tiefenpsychologischen Märchendeutungen SEIN EIGENE so segensreich helfende Märchengestalt. Und deshalb sind Märchen für mich absolut WAHR, seien die Deutungen auch noch so hart und schmerzhaft, aber zur Wahrheitsfindung seiner eigenen Familien-Problematik unendlich wertvoll und aufrüttelnd.
An dieser Stelle meinen innigsten Dank an Herrn Drewermann, der mit seiner "Sicht der Dinge" so augenöffnend durch manche Dunkelheit führen kann!