Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Widerstand zwecklos!, 8. November 2009
Rotersand sind die unangepassten Freigeister der Electroszene: immer eine Spur gewiefter, immer eine Nummer unkonventioneller und immer einen Ton waghalsiger als die meisten ihrer Mitstreiter.
'Random is resistance' ist kein vordergründiges Tanzalbum, auch wenn die meisten Songs direkt vom Mark ins Bein gehen, es ist ein Konzeptalbum und eine feinsinnige Reminiszenz an die Musik der letzten Jahrzehnte, ein kleiner Blick zurück und, durch die wendigen Arrangements, gleichzeitig ein eindeutiger Blick nach vorn: Rotersand werden immer ihr eigenes Ding machen!
Der Opener 'Yes we care' erinnert an Pink Floyd, das Outro 'A million worlds...' hat einen leichtgängigen Pet Shop Boys Charme. Dazwischen tummeln sich 10 Songs, die sowohl Geist als auch Körper ansprechen.
'A number and a name' hat im Refrain so'n Glamrockfeeling, das mich an Sweet oder Slade erinnert: What can we say, what can we do? Man möchte mitgröhlen...
'Gothic paradise' kommt mit 80er Jahre High Energy Flavour, scheint aber textlich eher eine Spitze gegen die sog. schwarze Szene zu sein: Come dance along with pain and grief and joyfully believe in Gothic Paradise. Vorsicht, Jungs, die Düsterszene ist nicht für ihren Witz und ihre Ironie bekannt... schnell hat man die (fahlen) Geister, die man mit 'Exterminate, annihilate, destroy' rief, gegen sich...
'Beneath the stars' ist ein lupenreiner Popsong, der mit seinem hymnischen Refrain zum Mitsingen animiert: Here, here I go again, loving what I'm living for, it suddenly began, because of you...
'First time' ist nun in voller Länge zu genießen, nachdem es beim Blackfield im Juni einen, vorsichtig formuliert, uninspirierten Versuch gab, dem Heimatpublikum eine Premiere zu servieren. Der Song geht okay, der Text erscheint ein wenig naiv: This could be the first time, and it could be your last time, you never know, until you go. Nachher ist man immer schlauer...
'Random is resistance' hat nicht nur den 'gläsernen Menschen' zum Thema ('War on error') und ist nicht nur ein Aufruf sich dem Regime zu widersetzen und seine Daten und seine Identität für sich zu behalten, es ist auch ein intimer Appell an das kleine und zerbrechliche Herz in jedem von uns, sich zu sich selbst zu bekennen und genau dieses verwundbare Ich zu schützen und sich darüber bewusst zu sein, dass wir hier nur wenig Zeit verbringen dürfen, 'Speak to me' und das kristallene, fragile und unglaublich schöne 'Waiting to be born' - für mich Rotersands Antwort auf 'Beloved': I close my eyes to my illusions, I turn away from all I've left behind, I kill the pain and my confusion, I'm not dying anymore, I'm waiting to be born.
Insgesamt 12 überwiegend beeindruckende Songs ('Bastards screaming' ist so was von einer Puschelkrampe...), ein aufwendig gearbeitetes Digipac mit Booklet und astreinem Artwork!
Anspieltipps: Waiting to be born, Beneath the stars, If you don't stop it...
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5.0 von 5 Sternen
Random Is Resistance - Electromusic auf Höhe der Zeit, 24. November 2009
ROTERSAND müssen und dürfen sich nicht mehr verstecken.
Spätestens nach diesem Album spielen ROTERSAND in der selben Liga wie VNV Nation oder Covenant. Das neue Album ist komplexer als die Alben davor. Es strotz vor Selbstbewusstsein und in den Texten steckt eine gute Portion politische und soziale Kritik. So was hört man im Electrobereich eher selten.
Schon der Albumtitel "Random is Resistance" gibt einen Vorgeschmack auf die eher aggresive Grundstimmung des Albums.
Und damit auf der CD nicht alles gleich klingt, wechseln sich Akustik-Gitarren (Yes We Care) ab mit den szenetypischen Industrial Sound (Bastards Screaming). Aber auch der Freund von getragenen Sounds und tranceähnlichen Rythmen kommen voll zum Zug.
Die Texte sind ein bissiger Kommentar auf den heutigen Umgang mit Daten in der heutigen Zeit. Und die Antwort darauf? Random Is Ressistance!
Dieses Album kann ich nur jedem empfehlen, der mit electronischer Musik etwas anfangen kann.
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