Tex Rubinowitz hat also einen Berliner Szene-Roman geschrieben, der nur allzu gerne mit "Herr Lehmann" von Sven Regener verglichen wird. Dieser Vergleich ist vielleicht nicht ganz korrekt. Sicherlich schreibt auch Rubinowitz über einen verschrobenen Typen namens Schubal, der aus der Provinz nach Berlin gekommen ist und nun dort ein skurriles Leben führt. Damit hören die Paralleln auch schon auf. Rubinowitz ist um etliches absurder als Regener, dass er mit seine schrägen Ideen, Berliner Szenegrößen in die Story zu integrieren, fast schon Sphären von Helge Schneider erreicht. Da wird vor niemandem Halt gemacht, Schlingensief, Haußmann, Stuckrad-Barre, Charlotte Roche und sogar Bud Spencer und Norbert Blüm bekommen ihr fett weg. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist am Anfang allerdings der Stil. Man hat beinahe den Eindruck, Rubinowitz wolle wie Kafka schreiben, nachdem er sich den Namen seines Hauptcharakters dort schon ausgeborgt hat. Ein etwas schlichterer Stil hätte den Lesespaß hier eher gefördert, denn hier geht es mehr um das Erzählte selbst als um die Art und Weise.